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Infrastruktur, Technik

Alternativer Kraftstoff für die gelbe Flotte

Plasser & Theurer bietet durch den Einsatz des Biokraftstoffs HVO100 (Hydriertes Pflanzenöl) eine weitere Alternative, den Kohlendioxid-Ausstoß von Gleisbau-Maschinen zu reduzieren.

11. März 2024

Gleisbau-Maschinen laufen auch mit Biokraftstoff.
Gleisbau-Maschinen laufen auch mit Biokraftstoff.

HVO100 ist ein synthetischer Kraftstoff, der durch die Hydrierung von Pflanzenölen mit Wasserstoff hergestellt wird. Mit ähnlichen Eigenschaften wie herkömmlicher Diesel bietet HVO100 einen entscheidenden Vorteil: die nahezu klimaneutrale Produktion auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Durch die Verwendung pflanzlicher und tierischer Reststoffe wird sichergestellt, dass keine Konkurrenz zur Nahrungsmittel-Produktion entsteht. Im Vergleich zu Diesel werden damit 70 bis 90 % der Kohlendioxid-Emissionen eingespart, zusätzlich zu erheblichen Reduzierungen bei lokalen Emissionen wie Feinstaub, Kohlenwasserstoffen, Kohlenmonoxid und Stickoxiden.

Ab sofort sind alle neuen Gleisbau-Maschinen von Plasser & Theurer, unabhängig von der Maschinen-Kategorie, für den Betrieb mit HVO100 gemäß der Europäoschen Norm (EN) 15940 zugelassen. Diese Umstellung ermöglicht es, signifikante Emissions-Reduktionen ohne zusätzlichen Schulungsaufwand oder Änderungen in der Betriebsführung zu realisieren. HVO100 dient dabei als Brücken-Technologie, insbesondere in Szenarien, in denen emissionsfreie Elektro-Gleisbau-Maschinen noch keine praktikable Option darstellen. Ein weiterer Vorteil des Biokraftstoffs ist die ganzjährige Verwendbarkeit ohne Umstellung, im Gegensatz zu Winter- und Sommerdiesel. Zudem besteht keine Gefahr von Dieselpest (Befall des Kraftstoffs durch Mikroorganismen) bei langer Lagerung.

Feldtests, die in Zusammenarbeit mit der DB Netze durchgeführt wurden, zeigen überzeugende Ergebnisse: Der Einsatz von HVO100 auf einem Oberbau-Motorwagen GAF 746.0 hatte keinerlei negativen Einfluss auf die Maschinen-Komponenten oder das Gesamtsystem. Kraftstoffverbrauch, Motorenverhalten und Betriebsführung entsprachen weitgehend dem Diesel-Pendant. Bestandsmaschinen können auf HVO-Tauglichkeit geprüft werden – interessierte Betreiber können sich an den Kundenservice von Plasser & Theurer wenden.

Text: Plasser & Theurer/red, Bild: Plasser & Theurer

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