
Das Eisenbahnunternehmen Arverio hat weiterhin große Probleme mit dem Zugverkehr auf der Riesbahn von Aalen über Nördlingen nach Donauwörth. Die Hitze der letzten Wochen und Monate hat den Gleisanlagen zugesetzt, sodass die DB InfraGO, die die Infrastruktur betreibt, mehrere Langsamfahrstellen (La) einrichten musste.
Eine dieser La liegt bei Wörnitzstein nahe Donauwörth: Auf einer Länge von 1,6 km dürfen die Züge nur noch 20 statt 100 km/h fahren. Alle La zusammen führen dazu, dass kein Zug pünktlich die Riesbahn passieren kann. Da die Strecke eingleisig ist, schaukeln sich die Verspätungen hoch und übertragen sich auch auf die Züge der Gegenrichtung. Es kommt immer wieder zu hohen Verspätungen von teilweise deutlich mehr als 30 Minuten. In der Folge müssen einzelne Züge ausfallen, um den Zugverkehr wenigstens einigermaßen zu stabilisieren. Spätestens ab Donauwörth, wo jeder zweite Zug nach München weiterfahren soll, ziehen diese Verspätungen dann das ganze Augsburger Netz von Arverio in Mitleidenschaft – Anschlüsse klappen nicht, und die Zugvereinigungen und -trennungen in Donauwörth gehen mit hohen Verspätungen einher.
Laut Aussage von DB InfraGO ist es erst Mitte November möglich, die Schäden an den Gleisen zu reparieren. „Die Verspätungen sind schon jetzt für unsere Fahrgäste unzumutbar. Wir sind sehr frustriert darüber“, sagte Arno Beugel, Technischer Geschäftsführer von Arverio, am 28. August 2026. Beugel bittet die Fahrgäste vorsorglich um Entschuldigung und verspricht: „Wir arbeiten mit Hochdruck mit allen Beteiligten an einer Lösung.“
Text: Arverio Bayern GmbH/red, Bild: Regionalverkehr


