
Das Bundesland Baden-Württemberg fördert im Jahr 2026 mit 48 Mio. Euro die Anschaffung von 213 emissionsfreien Linienbussen und fünf Bürgerbussen. 31 davon sollen im ländlichen Raum zum Einsatz kommen. Als Besonderheit werden zum ersten Mal ausschließlich emissionsfreie Linienbusse gefördert.
Starke Nachfrage bei der Elektromobilität
Verkehrsminister Winfried Hermann (Die Grünen) stellte bei der Verabschiedung des Programms am 3. März 2026 fest: „Die Elektromobilität bei Bussen nimmt Fahrt auf. Bereits in den vergangenen Jahren haben wir eine große Zahl an Batteriebussen gefördert. Um der weiterhin stark wachsenden Nachfrage nach emissionsfreien Bussen zu begegnen, haben wir das diesjährige Fördervolumen auf die Rekordsumme von 48 Mio. Euro aufgestockt. Die Busunternehmen nehmen die Transformation ernst. Wir unterstützen sie mit guten Förderbedingungen beim Kauf klimafreundlicher, moderner und barrierefreier Fahrzeuge.“ Mit dem Busförderprogramm 2026 unterstützt das Land auch in diesem Jahr die Beschaffung neuer Busse mit emissionsfreier Antriebstechnik, um die Umstellung der Busflotten im Land auf klimafreundliche Antriebe zu stärken. Die Förderung basiert auf dem Landes-Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungs-Gesetz (LGVFG).
Erstmals ausschließlich emissionsfreie Linienbusse gefördert
Bereits in den vergangenen Jahren lag der Schwerpunkt der Mittelverwendung darauf, Fahrzeuge mit emissionsfreiem Antrieb anzuschaffen. Erstmalig werden dieses Jahr ausschließlich emissionsfreie Linienbusse gefördert. Alle beantragten emissionsfreien Fahrzeuge, die im ländlichen Raum fahren, können gefördert werden. Das Fördervolumen wurde gegenüber dem letzten Jahr noch einmal um ein Drittel gesteigert. Gegenüber dem Jahr 2023 wurden die Fördermittel mehr als verdreifacht. Bei den 213 geförderten Linienbussen handelt es sich um 206 batterie-elektrische Busse und sieben Brennstoffzellen-Busse. Der Kauf von Dieselbussen wird nicht mehr bezuschusst.
Neben den Linienbussen fördert das Land auch in diesem Jahr wieder Bürgerbusse. Dies unterstützt lokal organisierte, ehrenamtlich getragene Verkehrsangebote. In diesem Jahr wurden fünf Anträge auf Bürgerbusse eingereicht und bewilligt. Die Fördermittel in diesem Bereich betragen insgesamt 200.000 Euro.
Anzahl der elektrischen Busse im ÖPNV steigt
Die Zulassungszahlen für batterie-elektrische Busse sind in den letzten Jahren in Deutschland stetig gewachsen – ein Trend, der sich auch in Baden-Württemberg widerspiegelt. Zum 1. Oktober 2025 waren im Ländle insgesamt 423 Batteriebusse registriert. Parallel zur Marktentwicklung wurde auf nationaler Ebene mit dem Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungs-Gesetz (SFBG) eine gesetzliche Grundlage geschaffen, die verbindliche Mindestziele für die Beschaffung sauberer (emissionsarmer) und emissionsfreier Busse festlegt.
Im ersten Referenzzeitraum (2021 bis 2025) schreibt das Gesetz unter anderem vor, dass ein erheblicher Anteil der beschafften ÖPNV-Busse „saubere Fahrzeuge“ sein müssen. Für Busse bedeutet dies, dass eine Mindestquote von 45 % sauberer Busse erreicht werden muss, wobei mindestens die Hälfte dieser Fahrzeuge emissionsfrei (zum Beispiel rein elektrisch) zu sein hat. Im zweiten Referenzzeitraum (2026 bis 2030) des SFBG werden die Anforderungen weiter steigen: Die Länder haben nun die Möglichkeit erhalten, Branchen-Vereinbarungen abzuschließen mit dem Ziel, die Einhaltung der gesetzlichen Mindestziele gemeinsam sicherzustellen. Baden-Württemberg sowie der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen e. V. (WBO) sind dieser Branchen-Vereinbarung für den Busbereich beigetreten.
Förderprogramm für eine umweltfreundliche Mobilität
Baden-Württemberg kommt insgesamt in Sachen Klimaschutz im öffentlichen Nahverkehr zügig voran. Das Programm zur Busförderung verfolgt weiter das Ziel, die ÖPNV-Unternehmen bei der Umsetzung der Vorgaben zu unterstützen. Die Antragsbewilligung für das Busförderprogramm erfolgt durch die Landeskreditbank (L-Bank).
Text: Verkehrsministerium Baden-Württemberg/red, Bild: Adobe Stock


