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Mobilität

Baden-Württemberg: Nebenbahnen werden gestärkt

Das Land Baden-Württemberg unterstützt kommunale Nebenbahnen mit einem neuen Finanzierungs-Modell und sichert so den langfristigen Betrieb wichtiger regionaler Schienen-Verbindungen.

23. Januar 2026

Eine Straßenbahn steht in einer Tunnelhaltestelle an einem Bahnsteig.
Auch die Hardtbahn nach Hochstetten, die von der Karlsruher Straßenbahn-Linie 1 befahren wird, erhält finanzielle Zuschüsse.
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Das Land Baden-Württemberg sichert den SPNV auf kommunalen Nebenbahnen mit zusätzlichen Geldern – Ende 2025 hat das Verkehrsministerium die entsprechenden Finanzierungs-Verträge abgeschlossen. Geplant ist eine langfristige Unterstützung.

Verträge gelten rückwirkend für 2025

„Wir unterstützen diese Nebenstrecken und sichern so ein gutes Mobilitätsangebot abseits der Hauptrouten“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann (Die Grünen) am 22. Januar 2026 in Stuttgart. Durch die dauerhafte Beteiligung des Landes an der Finanzierung der Bahnen sollen Städte und Landkreise entlastet werden. Hermann: „Wir geben den Kommunen damit Planungssicherheit. Mit festen Landesbeiträgen können sie ihre Bahnen verlässlich betreiben und weiterentwickeln. Die Verträge gelten rückwirkend für 2025. Das hilft den kommunalen Trägern sofort und federt steigende Betriebskosten ab. Wo lokal Verantwortung für die Schiene übernommen wurde, unterstützen wir ab 2027 noch mal mehr. Dazu kommt ein Bonus für Reaktivierungen.“ Mit den neuen Vereinbarungen steigt das Land in dieser Form neu in die Finanzierung kommunal betriebener Nebenbahnen ein. Insgesamt werden dafür bis 2031 rund 130 Mio. Euro aus Regionalisierungs-Mitteln mobilisiert. Für die Jahre 2025 und 2026 sind jeweils 15 Mio. Euro vorgesehen, ab 2027 bis 2031 jeweils 20 Mio.  Euro pro Jahr. Die Mittel werden als feste Finanzierungs-Beiträge ausgezahlt, Grundlage ist der Landesstandard gemäß dem SPNV-Zielkonzept 2025.

Diese Nebenbahnen profitieren

Von den Zuschüssen profitieren diverse Strecken im Landkreis Karlsruhe, darunter die Albtalbahn Karlsruhe – Bad Herrenalb, die Katzbachbahn Bruchsal – Odenheim, die Kraichtalbahn Bruchsal – Menzingen sowie die Hardtbahn Karlsruhe – Hochstetten. Die genannten Linien werden von den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) und der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) mit Straßen- und Mehrsystem-Stadtbahnen befahren. Für die Jahre 2025 und 2026 beträgt der Zuschuss des Landes jeweils knapp 5 Mio. Euro, von 2027 bis 2031 rund 6 Mio. Euro jährlich. 

Landesbeiträge gibt es außerdem für die Schönbuchbahn Böblingen – Dettenhausen in den Landkreisen Böblingen und Tübingen, für die Strohgäubahn Korntal – Weissach im Landkreis Ludwigsburg, für die Wieslauftalbahn Schorndorf – Rudersberg – Oberndorf im Rems-Murr-Kreis sowie für die Tälesbahn Nürtingen – Neuffen im Landkreis Esslingen. Für Strecken, die seit 1996 reaktiviert wurden – das sind die Schönbuchbahn und die Wieslauftalbahn – sieht das Land ab 2027 zusätzlich einen Bonus vor. So erhält die Schönbuchbahn für die Jahre 2025 und 2026 insgesamt jeweils knapp 1,5 Mio. Euro, von 2027 bis 2031 sollen es rund 2,5 Mio. Euro pro Jahr sein. Damit würdigt Baden-Württemberg das Engagement von Kommunen, die früh in den SPNV investiert haben. Zugleich kann das Land bei Bedarf zusätzliche Sitzplatz-Kapazitäten finanzieren, wenn die Nachfrage steigt. Die genannten vier Strecken werden von der Württembergischen Eisenbahn-Gesellschaft (WEG), einem Tochter-Unternehmen der Transdev GmbH, betrieben.

Nebenbahnen in Baden-Württemberg

Nebenbahnen sind regionale Bahnstrecken mit meist kürzeren Linien und geringerem Verkehrsaufkommen als die Hauptachsen. Sie verbinden Städte und Gemeinden mit dem überregionalen Bahnnetz und sind besonders im ländlichen Raum wichtig für den Alltag vieler Fahrgäste. Anders als der landesweit organisierte SPNV fallen die oben aufgeführten Strecken bislang nicht in die Zuständigkeit des Landes. Sie werden historisch von Landkreisen oder Kommunen getragen, etwa weil sie früher von Stilllegung bedroht waren oder gar schon stillgelegt worden sind und vor Ort übernommen wurden.

Text: VM Baden-Württemberg/red, Bild: Regionalverkehr

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