
Getestet werden auffällige Markierungen rund um die Notruf- und Informationssäulen auf den Bahnsteigen. Wer sich unwohl fühlt oder Hilfe benötigt, erreicht über den Notrufknopf jederzeit direkt die Sicherheitsleitstelle der BVG: Die Mitarbeitenden sehen die Fahrgäste per Videoübertragung, können die Situation unmittelbar einschätzen, Unterstützung organisieren und bei Bedarf Videodaten sichern.
Notrufsäulen rücken stärker in den Fokus
Das Pilotprojekt ist Teil der umfassenden Sicherheitsstrategie der BVG, die Wirkung zeigt: Nachdem die Zahl der Straftaten im Jahr 2025 den niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren erreicht hatte, setzte sich die positive Entwicklung auch im ersten Halbjahr 2026 fort. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum gingen laut aktuellem Stand die registrierten Straftaten um rund 16 % zurück. Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der BVG, sagte bei der Einweihung der ersten PINK*Zonen am 21. Juli 2026: „Sicherheit bedeutet nicht nur Technik und Personal, sondern auch Orientierung. Mit unserem Pilotprojekt rücken wir die Notruf- und Informationssäulen stärker in den Fokus, damit jeder sofort erkennt: Hier gibt es Hilfe.“ Jenny Zeller-Grothe, BVG-Vorständin Betrieb und Personal, ergänzte: „Die besten Lösungen entstehen gemeinsam mit unseren Fahrgästen. Deshalb testen wir verschiedene Farb- und Gestaltungskonzepte und möchten wissen: Was funktioniert im Alltag wirklich? Dieses Feedback fließt direkt in die Weiterentwicklung des Projekts ein.“
Fünf Bahnhöfe mit unterschiedlichen Gestaltungskonzepten
Den Auftakt machen die U-Bahnhöfe Alexanderplatz, Kurfürstenstraße und Britz-Süd. In den kommenden Tagen folgen die Bahnhöfe Walther-Schreiber-Platz und Osloer Straße. Dabei kommen bewusst unterschiedliche Farb- und Gestaltungskonzepte zum Einsatz. Alle Varianten wurden vorab geprüft, auch im Hinblick auf die Anforderungen der Barrierefreiheit. Über einen QR-Code können Fahrgäste ihre Erfahrungen direkt mit der BVG teilen. Die Rückmeldungen fließen in die Auswertung des Pilotprojekts ein.
Neue Orientierung ergänzt erfolgreiche Sicherheitsstrategie
Die BVG verfügt bereits heute mit Sicherheitsleitstelle, Sicherheitskräften, Videoüberwachung sowie insgesamt 570 Notruf- und Informationssäulen über ein umfassendes Sicherheitskonzept. Die „Pink*Zone“ ergänzt diese bestehenden Angebote und macht den Zugang zu Hilfe im Bahnhof noch sichtbarer. Die positive Entwicklung der Sicherheitslage spiegelt sich auch in den einzelnen Deliktbereichen wider: Im ersten Halbjahr 2026 gingen gegenüber dem Vorjahreszeitraum die Körperverletzungen um rund 14 %, die Sexualdelikte um rund 5 % und die Taschendiebstähle um rund 31 % zurück.
Text: BVG/red, Bild: BVG, Florian Bündig


