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Mobilität, Technik

Bessere Beschleunigung im Pfalznetz

Zwei Jahre nach ihrer Premiere auf der InnoTrans 2024 sind die ersten Stadler FLIRT Akku in Rheinland-Pfalz im Fahrgastverkehr unterwegs. Hier lösen sie nach und nach alte Dieseltriebzüge ab.

21. September 2026

Ein Zug fährt durch Wiesen und Wälder.
Zwei Stadler FLIRT Akku sind im Pfalznetz unterwegs, hier bei Edesheim.

Mit guten Nachrichten für die Bahnkunden startet der Zweckverband ÖPNV Rheinland-Pfalz Süd (ZÖPNV Süd) in den Herbst: Nach einigen zulassungsbedingten Verzögerungen kommen die neuen FLIRT Akku nun auf ersten Strecken im Pfalznetz zum Einsatz. 

Betriebsaufnahme in einzelnen Schritten

Der Probebetrieb der neuen Akkuzüge mit Fahrgästen beginnt am 21. September 2026. Ab diesem Zeitpunkt werden schrittweise die alten Dieselzüge zwischen Landau und Neustadt (Weinstraße; RB 51) sowie zwischen Pirmasens und Saarbrücken (RE 6) durch die batterie-elektrischen Züge ersetzt. Zunächst sollen vier FLIRT Akku zum Einsatz kommen. Auf der RB 61 Pirmasens – Zweibrücken – Saarbrücken startet ebenfalls der Probebetrieb, vorerst wird ein Fahrzeug eingesetzt. Voraussichtlich ab 1. Oktober 2026 wird dann die Gesamtstrecke Neustadt – Landau – Karlsruhe befahren, ab diesem Tag sollen derzeit laufende Bauarbeiten rund um Winden vorläufig abgeschlossen sein. Rund um Zweibrücken erfolgt dann ebenfalls eine sukzessive Ausweitung des Betriebs mit den Neuzugängen, bis Ende dieses Jahres sollen dort alle Fahrten der RB 68 mit den Batteriezügen erfolgen.

Die Strecken Pirmasens – Kaiserslautern, Kaiserslautern – Lauterecken und Kaiserslautern – Kusel sollen bis Mitte 2027 auf Akkuzüge umgestellt werden, vorher wird es schon einzelne Fahrten mit den neuen Fahrzeugen geben. Die Verbindung Landau – Pirmasens folgt im Frühjahr 2029 und die Linie Winden – Bad Bergzabern im Dezember 2029. Taktgeber ist hier der Bau der Lade-Infrastruktur, weil für das Zwischenladen dort so genannte Oberleitungs-Inselanlagen gebaut werden müssen.

Komfortable Ausstattung

Die neuen FLIRT Akku des Herstellers Stadler bieten den Kunden deutlich mehr Komfort als die alten Dieselzüge, da sie mehr Platz haben sowie deutlich leiser und leistungsstärker sind. Weitere Verbesserungen sind WLAN sowie eine Echtzeit-Kundeninformation im Zug. Im Inneren selbst fällt die Lounge auf: Das ist eine Sitzgruppe an einem der beiden Zugenden, die vor allem für kleinere Gruppen ein gemeinsames kommunikatives Fahrerlebnis ermöglicht.

Kommentare

„Der Start der neuen Akku-Züge im Pfalznetz ist ein wichtiger Schritt für einen moderneren und klimafreundlicheren Nahverkehr in Rheinland-Pfalz“, erklärte der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Achim Schwickert (CDU). „Die Umstellung zeigt, wie der Abschied vom Diesel im Schienenverkehr konkret vorankommt. Entscheidend ist für uns, dass wir für jede Strecke die Lösung wählen, die vor Ort sinnvoll und wirtschaftlich ist.“ Landrat Dietmar Seefeldt (CDU), Vorsitzender des ZÖPNV Süd, führte aus: „Endlich können die Fahrgäste die neuen Züge erleben. Bemerkenswert ist natürlich die im Vergleich zu den Dieseltriebwagen deutlich bessere Beschleunigung. Dadurch sowie durch die kundengerechte Ausstattung der neuen Züge wird die Qualität unseres Angebots weiter verbessert, und wir reduzieren massiv klimaschädliche Emissionen, da die neuen elektrischen Züge mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen betrieben werden.“ 

Text: ZÖPNV Süd/red, Bild: Fritz Engbarth/ZÖPNV Süd

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