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Mobilität

Betreiberwechsel auf der Geißbockbahn

Die Bodensee-Oberschwaben-Bahn (BOB) übergibt die Verantwortung für die RB 91 Friedrichshafen – Aulendorf Ende 2027 an das Land Baden-Württemberg. Künftig wird hier DB Regio fahren.

29. Januar 2026

Ein Triebzug fährt durch schneebedeckte Felder.
Ein Triebzug der Geißbockbahn im Winterkleid.
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Der Beirat der Bodensee-Oberschwaben-Bahn (BOB) hat in seiner Sitzung am 21. Januar 2026 den Gesellschaftern der BOB empfohlen, die Verantwortung für die Regionalbahn-Linie 91 vollständig in die Hände des Landes zu übergeben. Damit wird es Ende 2027 nach über 30 erfolgreichen Jahren zu einem Betreiberwechsel kommen. 

Richtiger Zeitpunkt für die Übergabe

Die BOB, in der Öffentlichkeit auch Geißbockbahn genannt, ist auf der 42 km lange Strecke von Friedrichshafen Hafen über Friedrichshafen Stadt und Ravensburg nach Aulendorf unterwegs. Auf der RB 91 wird täglich im Stundentakt gefahren, bedient werden 13 Bahnhöfe und Haltepunkte. Seit Ende 2021, nachdem die Südbahn Friedrichshafen – Ulm elektrifiziert wurde, kommen acht zweiteilige Elektrotriebzüge der Baureihe 426 zum Einsatz, die gebraucht von der Deutschen Bahn (DB AG) übernommen wurden. Jährlich nutzen rund 1,5 Mio. Fahrgäste die kommunal verankerte BOB: Eigentümer sind (für die Stadt Friedrichshafen) die Technische Werke Friedrichshafen GmbH (27,5 %), die Stadt Ravensburg (25 %), der Landkreis Bodenseekreis (20 %), der Landkreis Ravensburg (17,5 %) sowie die Gemeinde Meckenbeuren (10 %).

Nach der Einigung mit dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg im Jahr 2022 zu einer Fortführung des Verkehrsvertrags bis zu einer Neuausschreibung der SPNV-Leistungen im Jahr 2032 hat die BOB umfassend die Handlungsoptionen für eine zukünftige Aufstellung geprüft. Auf dieser Grundlage ist der Beirat der BOB in seiner jüngsten Sitzung zu dem Ergebnis gekommen, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen ist, die Verantwortung für die Verkehre an das Land Baden-Württemberg abzugeben. Die formal bindende Entscheidung will die Gesellschafter-Versammlung im April 2026 treffen. Das Land stellt den Weiterbetrieb des gewohnten Verkehrsangebots ohne Unterbrechung sicher. 

Kommentare

Der Beirat würdigte die Leistungen der BOB in den vergangenen Jahrzehnten. Der Beiratsvorsitzende Georg Schellinger, Bürgermeister der Gemeinde Meckenbeuren, betonte: „Mit der Gründung der BOB vor über 30 Jahren haben die Gesellschafter und damaligen Gründer eine Pionierleistung erbracht. Das kommunale Engagement hat damals den Weiterbetrieb des regionalen Schienenverkehrs gesichert und dafür gesorgt, dass keine Gemeinde vom Verkehr abgehängt wurde.“ Damals wollte die Deutsche Bundesbahn den Nahverkehr auf der Südbahn einstellen. Die BOB übernahm am 1. Juli 1993 mit Dieseltriebwagen des Typs NE 81 den Nahverkehr zwischen Friedrichshafen und Ravensburg mit Halt an allen Stationen, 1997 wurde der Laufweg bis Aulendorf verlängert. 

Die Geschäftsführerin der BOB, Magdalena Linnig, führte aus: „Seit der Gründung im Jahr 1991 haben sich die betrieblichen, gesetzlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im SPNV grundlegend verändert. Die Handlungsspielräume der BOB sind im Laufe der Jahre deutlich geringer geworden. Der kommunale Einfluss auf das Verkehrsangebot und die Betriebsleistung ist nicht mehr so ausgeprägt wie in den Neunzigerjahren.“ 

Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Die Grünen) sagte: „Als Aufgabenträger garantieren wir, dass ein gutes Angebot auf der Strecke bestellt und finanziert wird. Wir verstehen die Entscheidung der Verantwortlichen, den Betrieb der BOB nicht mehr weiter zu verantworten, zumal man diesen nicht selbst erbracht hat.“ Ab Ende 2027 sollen die Verkehre durch DB Regio über einen bestehenden Vertrag erbracht werden – „und das hoffentlich weiterhin zuverlässig“, so der Verkehrsminister. Die Fahrgäste können sich nach der Stuttgart-21-Inbetriebnahme auf neuwertige Triebzüge des Typs Talent 3 im bwegt-Design freuen. Sobald diese Fahrzeuge im Raum Stuttgart frei werden, sollen sie am Bodensee eingesetzt werden. 

Aufgabe erfolgreich abgeschlossen

Die BOB hat das Verkehrsangebot zwischen Friedrichshafen und Aulendorf als „Geißbockbahn“ über 30 Jahre gestaltet. Im Gegensatz zur Gründungszeit steht die Schienen-Anbindung der Gemeinden heute nicht mehr zur Disposition. Die Aufgabe der BOB ist damit erfolgreich abgeschlossen. Der Beirat und die Gesellschafter der BOB dankten dem Land für die bisherige Unterstützung und hoffen, dass die Fahrgäste der RB 91 treu bleiben.

Text: BOB/red, Bild: BOB/Felix Kaestle

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