
Im Bahnhof Brilon Wald, gelegen an der Strecke Hagen Hbf – Schwerte (Ruhr) – Warburg (Westf), sind die Züge erstmals komplett barrierefrei zu erreichen. Am 4. August 2025 nahm die Deutsche Bahn (DB AG) die neuen Aufzüge in Betrieb – in ihrer Mobilität eingeschränkte Reisende gelangen nun stufenfrei über die ebenfalls neu errichtete Personenüberführung zu den Bahnsteigen.
Neue Aufzüge mit Störungssensoren
Die neuen Aufzüge sind mit dem Diagnosetool ADAM (Ausbau Digitalisierung Anlagen-Management) ausgestattet, das heißt die eingebauten Sensoren können Störungen automatisiert melden. Ein Tool erfasst permanent den Zustand der Lifte und übermittelt diese Daten an die Betriebszentrale. So können die Bahn-Mitarbeiter die Reparatur schneller beauftragen und Ausfälle zügiger beheben. Zudem können die Reisenden selbst den Status der Aufzüge vor Reiseantritt auf www.bahnhof.de prüfen. Die bisherige Personenunterführung – ein dunkler, schmaler und feuchter Tunnel – wird nicht mehr benötigt und soll verfüllt werden. Hierfür sind aber noch Sperrpausen notwendig, einen Umsetzungszeitraum nannte die Bahn noch nicht.
Modernisierung des Bahnhofs nahezu abgeschlossen
Mit der neuen Personenüberführung hat die DB das wichtigste Projekt am Bahnhof Brilon Wald abgeschlossen. Nun ist ein barrierefreier Zugang vom Bahnhofsvorplatz bis zum Zug möglich. Darüber hinaus hat die Bahn die Bahnsteige an den Gleisen 3/5 und 7/9 komplett erneuert. Beide Bahnsteige haben jetzt eine Höhe von 76 cm, um einen barrierefreien Einstieg in die Züge der Linien RE 17 (Hagen – Brilon Wald – Warburg – Kassel) und RE 57 (Dortmund – Brilon Wald – Winterberg) zu ermöglichen. Um einen höhengleichen Ein- und Ausstieg für die Bahntochter Kurhessenbahn auf der RB 97 (Korbach – Brilon Wald – Brilon Stadt) zu schaffen, sind noch Arbeiten an Schienen, Schwellen und Schotter an Gleis 9 notwendig.
Insgesamt haben der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), der Bund sowie die DB AG mehr als 8 Mio. Euro in die Modernisierung des Bahnhofs Brilon Wald investiert.
Text: Deutsche Bahn AG/red, Bild: Deutsche Bahn AG/Wolfgang Klee



