
Im aktuellen Aufruf der Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr erhielten 151 Unternehmen insgesamt 417 Mio. Euro. Unterstützt wird die Beschaffung von 1887 neuen Elektrobussen.
Der Umstieg auf E-Mobilität funktioniert
Verkehrsminister Schnieder sagte am 24. Februar 2026 im Rahmen der BUSKON: „Mit unserer Förderung investieren Verkehrsunternehmen in saubere, leise und innovative Technologien. Mehr als 2200 durch uns geförderte Elektrobusse sind bereits im Einsatz. Dadurch werden insgesamt bereits mehr als 130.000 t an CO₂ im Vergleich zu Dieselbussen eingespart.“ Nun kommen weitere knapp 1900 E-Busse hinzu. Dies zeige, dass der Umstieg auf E-Mobilität funktioniere, so Schnieder. „Insgesamt unterstützen wir diese Transformation seit 2021 mit rund 1,5 Mrd. Euro.“ Mit Fördermitteln bedacht werden städtische Verkehrsunternehmen ebenso wie Betreiber auf dem Land. Beispielsweise erhielt SWB Bus und Bahn aus Bonn eine Förderzusage über 6,46 Mio. Euro für 30 neue E-Busse. Die Rheinbahn aus Düsseldorf darf sich über 15 Mio. Euro für die Anschaffung von 75 E-Bussen freuen. Und die SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH wird mit 7,28 Mio. Euro für 30 Elektrobusse sowie die dazugehörige Lade- und Werkstatt-Infrastruktur gefördert.
Bisher rund 5300 umweltfreundliche Busse gefördert
Seit 2021 unterstützt das BMV über die „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“ den Markthochlauf klimafreundlicher Busse. Förderfähig sind insbesondere batterie-elektrische Busse sowie Busse mit Brennstoffzellen-Technologie; in früheren Förderphasen auch Fahrzeuge mit Biomethan-Antrieb. Neben der Fahrzeug-Beschaffung werden die erforderliche Lade- und Tank-Infrastruktur sowie Machbarkeitsstudien gefördert. Teile der Mittel werden im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäische Aufbau- und Resilienzfazilität (ARF) kofinanziert. Insgesamt hat das BMV über die bestehende Förderrichtlinie 334 verschiedene Unternehmen in 400 Projekten mit sechs Förderaufrufen unterstützt – sowohl bei der Fahrzeug-Beschaffung als auch bei der Erstellung von Machbarkeitsstudien. Das sind rund 5300 Fahrzeuge einschließlich Lade-, Tank- und Wartungs-Infrastruktur sowie knapp 100 Studien.
Neue Förderrichtlinie ab Frühjahr geplant
Das BMV hatte die BUSKON bereits zum zweiten Mal veranstaltet. Mehr als 300 Vertreter aus Verkehrsunternehmen, Industrie, Wissenschaft und Verbänden konnten auf der zweitägigen Veranstaltung in Berlin begrüßt werden. Im Mittelpunkt standen die aktuellen Entwicklungen rund um batterie-elektrische und brennstoffzellen-basierte Busse sowie Strategien für deren wirtschaftliche und betriebliche Integration. Fachvorträge, Praxisberichte und Diskussionsformate beleuchteten Chancen, Herausforderungen und Best-Practice-Beispiele. Verkehrsminister Schnieder kündigte abschließend an: „Wir wollen noch im Frühjahr eine neue Förderrichtlinie veröffentlichen und einen weiteren Förderaufruf dazu starten. Dafür stellen wir für 2026 bis zu 500 Mio. Euro bereit.“
Weitere Informationen zur Bus-Förderung des BMV gibt es beim Projektträger Jülich (PtJ), bei der bundeseigenen NOW GmbH sowie bei eBusTOOL.
Text: BMV/red, Bild: SWEG/Frank Schroth Fotografie



