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Infrastruktur

DB InfraGO: Cornberger Tunnel durchschlagen

Im Verlauf der alten Nord-Süd-Strecke wird der nördlich von Bebra gelegene Cornberger Tunnel durch einen Neubau ersetzt. Ende September konnte der Tunnel-Durchschlag gefeiert werden.

2. Oktober 2026

Ein Containerzug fährt auf einer zweigleisigen, kurvenreichen Strecke an Bäumen entlang.
Ein Containerzug auf der alten Nord-Süd-Strecke Hannover – Göttingen – Bebra – Fulda – Würzburg.
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Die DB InfraGO hat beim Bau des neuen Cornberger Tunnels einen wichtigen Zwischenstand erreicht: Nach rund fünf Monaten Vortriebsarbeiten konnten die Mineure gemeinsam mit der Tunnelpatin und Bürgermeisterin der Gemeinde Cornberg, Katja Gonzalez Contreras, den Durchschlag der 681 m lange Röhre feiern. 

Neubau parallel zum alten Tunnel

Seit April 2026 haben die Fachleute mit einem speziellen Tunnelbagger und durch Sprengungen den neuen Tunnel zwischen Sontra und Bebra gebaut. Dafür haben sie ihre Arbeit am nordöstlichen Tunnelportal begonnen und sind nun am südwestlichen Ende angelangt. Das neue Bauwerk verläuft parallel zu dem mehr als 150 Jahre alten Cornberger Tunnel. Dieser wurde zwischen 1872 und 1875 erbaut und 1875 in Betrieb genommen. Wegen zahlreicher baulicher Schäden ist eine wirtschaftliche Sanierung nicht mehr möglich und das historische Bauwerk ist am Ende seiner Nutzungsdauer angekommen. Um die Leistungsfähigkeit der Strecke langfristig zu sichern und den Fahrkomfort zu verbessern wird ein neuer zweigleisiger Tunnel gebaut. Ab Ende 2028 soll der Zugverkehr durch den Neubau verlaufen. Die alte Nord-Süd-Strecke von Hannover über Göttingen, Bebra und Fulda nach Würzburg ist ein wichtiger Korridor für den Güterverkehr. Zudem dient sie als Ausweichroute für den Personenfernverkehr, falls die 1991 in Betrieb gegangene Schnellfahrstrecke (SFS) Hannover – Würzburg gesperrt sein sollte.

Fertigstellung des Rohbaus

Nach dem jetzt erfolgten Durchschlag stellen die Bauteams bis Ende 2027 den Rohbau des neuen Cornberger Tunnels fertig. Dafür entfernen sie in den kommenden Wochen noch das Gebirge im unteren Teil der Röhre (der so genannte Strossen- und Sohlvortrieb). Währenddessen sichern sie die Tunnelwände mit Ausbaubögen, Ankern und bewehrtem Spritzbeton. Danach bringen die Fachleute eine Trennfolie an die Wände auf und bauen im Anschluss die wasserundurchlässige Innenschale ein. Ab 2028 erfolgt dann der Einbau der Bahntechnik: Schienen, Signale und die Oberleitung sowie sicherheitstechnische Einrichtungen. Für den Anschluss an die bestehende Nord-Süd-Strecke müssen die Gleise und Weichen im Bereich des Tunnels sowie am Betriebsbahnhof Cornberg auf einer Länge von knapp 4 km neu gebaut werden. 

Bestandstunnel wird verfüllt

Der denkmalgeschützte Bestandstunnel wird mit dem Ausbruchsmaterial des neuen Tunnels verfüllt, die Portale bleiben erhalten. Gleise, Oberleitung und die technische Ausrüstung werden vorher zurückgebaut. Im Rahmen der Arbeiten erneuert die Bahnen zudem die beiden ebenfalls in 1875 in Betrieb genommenen Eisenbahnbrücken in Cornberg und Bebra-Rautenhausen. Der Neubau über die Kreisstraße in Cornberg wird breiter gebaut, sodass die Brücke künftig dreigleisig befahrbar ist.

Text: DB AG/red, Bild: Deutsche Bahn AG/Wolfgang Klee

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