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Mobilität

DB Regio: Autonom schneller ans Ziel

Autonome Fahrzeuge können das ÖPNV-Angebot verbessern, die Verkehrsbelastung in Städten reduzieren und ländliche Gegenden besser anbinden – so eine Studie im Auftrag von DB Regio.

14. Januar 2026

Darstellung eines autonomen Shuttles an einer Haltestelle mit einem Zug im Hintergrund.
Autonome Shuttles könnten als Zubringer zum Zug und zu schnellen Direkt-Buslinien dienen.
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Die Studie „Autonomes Fahren – Schlüssel für die Mobilität von morgen“ untersucht anhand von detaillierten Szenarien für das Jahr 2045, wie autonomes Fahren maximalen Nutzen für die Menschen in Deutschland entfalten kann. Die von DB Regio initiierte Studie wurde in Zusammenarbeit mit der bisherigen DB Tochter ioki, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Prognos AG erstellt. Ein Expertenbeirat hat die Studie begleitet.

Kürzere Wartezeiten in der Stadt und auf dem Land

Laut der Studie bringt es kaum Vorteile, wenn das autonome Fahren nur dazu genutzt wird, das vorhandene Angebot an Bussen automatisiert verkehren zu lassen. Auch privatwirtschaftlich betriebene Robotaxis bringen kaum Verbesserung, im Gegenteil: Der Verkehr würde in Metropolen um bis zu 40 % zunehmen, und im ländlichen Raum würde das Mobilitätsangebot nicht verbessert. Den größten Nutzen brächte autonomes Fahren dann, wenn es in den ÖPNV integriert, dieser zusätzlich ausgebaut und anders strukturiert wird. Eine zentrale Rolle in diesem für 2045 berechneten Szenario spielen selbstfahrende Shuttles: Sie bringen die Fahrgäste entweder direkt ans Ziel oder sind Zubringer zum Zug und zu optimierten Buslinien, die schneller und direkter unterwegs sind als heute. Wären rund 1 Mio. autonome Shuttles und Busse unterwegs, lägen die durchschnittlichen Wartezeiten der Fahrgäste bis zum Einstieg bei fünf Minuten in Metropolen und bei 13 Minuten im ländlichen Raum. Letzteres wäre 50 % weniger als derzeit. Die Reisezeiten entsprächen nahezu denen des Pkw und wären in Metropolen teilweise sogar kürzer.

ÖPNV-Anteil würde sich auf 35 % mehr als verdoppeln

Mit einem derartigen Angebot würden der Studie zufolge mehr Menschen auf ein eigenes Auto verzichten und auf den ÖPNV umsteigen: Der Anteil an der gesamten Verkehrsleistung, die öffentliche Verkehrsmittel erbringen, würde sich auf 35 % mehr als verdoppeln. Für die Gesellschaft wäre der potenzielle Gewinn im Vergleich zur heutigen Situation enorm: Die Belastung durch den Straßenverkehr würde in Städten und Metropolen um bis zu 11 % sinken. Gleichzeitig könnte die öffentliche Hand ihre Zuschüsse zum ÖPNV trotz des massiv ausgebauten Angebots um 20 % reduzieren. Möglich wird dies durch technologische Effizienzgewinne und stärkere Nutzerfinanzierung. Autofahrende würden 2045 beim Umstieg auf den ÖPNV durchschnittlich 170 Euro pro Monat sparen.

Kommentare

Frederik Ley, Vorstand Straße bei DB Regio, sagte am 13. Januar 2025 bei der Vorstellung der Studie in Berlin: „Autonomes Fahren wird kommen. Den größten Nutzen können wir daraus ziehen, wenn wir den ÖPNV grundlegend weiterentwickeln und das Angebot ausbauen – mit autonomen Shuttles, optimierten Buslinien und einer Verknüpfung zum Zug.“ Knut Ringat, Vizepräsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV), sagte: „Autonomes Fahren […] ist kein Selbstzweck. Es ist eine große Chance, den ÖPNV als Rückgrat sozialer Teilhabe effizienter, stärker und attraktiver für Fahrgäste zu machen.“ Prof. Meike Jipp, DLR-Bereichsvorständin für Energie und Verkehr, ergänzte: „Mit einem integrierten, flächendeckenden ÖPNV-System schaffen wir nicht nur mehr Lebensqualität – wir stärken auch die deutsche Wirtschaft. Durch die Etablierung eines europäischen Marktes für autonome Mobilität entstehen neue, hochwertige Arbeitsplätze und Wertschöpfung.“

Text: DB AG/red, Bild: Deutsche Bahn AG

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