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Mobilität

Drei Jahre Deutschland-Ticket

Da geht noch mehr: Zum dreijährigen Bestehen des Deutschland-Tickets fordert die Allianz pro Schiene Priorität für den Ausbau des Angebots sowie ein bundesweit einheitliches Sozialticket.

30. April 2026

Ein Triebwagen steht in der Bahnhofshalle von Leipzig an einem Bahnsteig.
„Der Geithainer“ von DB Regio verbindet Leipzig mit Geithain – und kann natürlich mit dem D-Ticket genutzt werden.
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Zu seinem dritten Geburtstag ist das Deutschland-Ticket aus dem Alltag von Millionen Menschen nicht mehr wegzudenken. Es steht für unkomplizierte, bezahlbare und umweltfreundliche Mobilität. 

Preise im ÖPNV vergleichsweise stabil und günstig

Aus Sicht der Allianz pro Schiene ist das Potenzial des D-Tickets aber noch längst nicht ausgeschöpft. Das gemeinnützige Verkehrsbündnis fordert von der Bundesregierung, den ÖPNV zu stärken, damit noch mehr Menschen vom D-Ticket profitieren können. Der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, sagte am 29. April 2026 in Berlin: „Wir haben uns zuletzt alle sehr auf die Preiserhöhungen beim Deutschland-Ticket fokussiert. Dabei geht die langfristige Perspektive verloren, nämlich was wir alle durch die Einführung des Deutschlandtickets gewonnen haben. Kostete vor vier oder fünf Jahren ein regionales Monatsticket häufig 80, 100 oder sogar 150 Euro, haben wir jetzt eine deutschlandweite Flatrate, die mit 63 Euro deutlich darunter liegt und für ein ungleich größeres Streckennetz gilt.“ Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, dass in den vergangenen fünf Jahren die Kosten für ÖPNV-Abos um 8 % gesunken sind. „Das liegt vor allem am Deutschlandticket“, sagte Flege, „und es ist gerade in Zeiten von Inflation und hoher Spritpreise eine gute Nachricht für viele Menschen, dass die Preise im ÖPNV über Monate stabil und vergleichsweise günstig bleiben.“

ÖPNV-Ausbau muss stärker priorisiert werden

Klar sei aber auch, dass Menschen in den Städten bislang oft stärker vom D-Ticket profitierten als in ländlichen Regionen, wo die Anschlüsse an Busse und Bahnen oft zu wünschen übrig ließen. Dazu sagte Flege: „Das Deutschland-Ticket ist ein Versprechen, dass der öffentliche Nahverkehr einfach und unkompliziert zu nutzen ist. Dazu gehört neben einer fairen Preisstruktur natürlich auch, dass jede und jeder ein entsprechendes ÖPNV-Angebot vor der eigenen Haustür vorfindet.“ Die Bundesregierung sei deshalb gefordert, den Ausbau des ÖPNV stärker zu priorisieren, damit alle Menschen von bezahlbarer Mobilität profitieren können. 

In der Vergangenheit hat das gemeinnützige Verkehrsbündnis immer wieder darauf hingewiesen, dass das D-Ticket für alle Menschen bezahlbar sein sollte. Flege abschließend: „Auch wenn 63 Euro im Monat für viele Menschen ein attraktiver Preis sind: Wer studiert, eine Ausbildung macht oder Bürgergeld bezieht, der sollte überall in Deutschland ein vergünstigtes Ticket bekommen, das größtenteils aus dem Sozial-Etat des Bundeshaushalts finanziert werden sollte. Nur so können wirklich alle vom Deutschlandticket profitieren.“

Text: Allianz pro Schiene/red, Bild: Regionalverkehr

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