
Das neue System baut auf dem bewährten, integrierten Systemansatz des VEDS auf und richtet sich ganz gezielt an verschiedene Anwendungen – für Neufahrzeuge ebenso wie für Retrofit-Lösungen. Bereits seit 2025 überzeugt das VEDS 1.5 mit einem neuen Umrichtersystem (DIS) inklusive integrierter Diagnose- und Management-Unit (DMU), einem Automotive-konformen Steckersystem für die schnelle Installation, sowie einem kompakteren und leichteren Design. Und das bei einer Spitzenleistung von bis zu 390 kW.
Drei Hauptkomponenten, direkt miteinander verbunden
Driventic greift diesen integrierten Systemansatz beim VEDS 2.2 auf und entwickelt ihn konsequent weiter, unter anderem durch die Optimierung des Verhältnisses von Drehmoment und Leistung für den Einsatz schwerer Fahrzeuge. Doch das ist noch nicht alles: Mit einem geringen Gesamtgewicht von nur 275 kg ist die Antriebseinheit nochmals deutlich kompakter und leichter, ohne auf die nötige Performance zu verzichten. Zudem plant Driventic, mit dem VEDS 2.2 im Zuge seiner globalen Portfoliostrategie neue Märkte und Fahrzeugsegmente zu erschließen, darunter Hochdecker-Busse, Reisebusse und Lastwagen. Das VEDS 2.2 besteht aus drei Hauptkomponenten, die als kompakte Einheit direkt miteinander verbunden sind: Einem leistungsstarken High-speed-Motor des Typs EVO 390, dem neuen Umrichter und einem einstufigen Planetengetriebe (EPG). Zusätzlich sorgt eine elektrisch betriebene Ölpumpe mit integriertem Ölfilter für die notwendige Schmierung und Kühlung von Motor und Getriebe.
Reduzierte Schnittstellen erleichtern die Fahrzeug-Integration
Die fahrzeugseitigen Schnittstellen sind auf ein Minimum reduziert und klar strukturiert, um die Fahrzeugintegration zu erleichtern. Das gilt für die Kühlwasser-Anschlüsse am Motor ebenso wie für die elektrischen Anschlüsse am Umrichter (Leistungs- und Signalkabel) und die Signalanschlüsse am Getriebe (KITAS). Die Aufhängung der Antriebseinheit erfolgt motorseitig auf der Non-Drive-Side sowie beidseitig am Getriebe über definierte Flanschflächen mit Gewinde-Bohrungen. Der Kraftschluss zur Fahrzeugachse wird über den Abtriebsflansch KV180 am Getriebe hergestellt.
VEDS 2.2 als ideale Basis für Retrofit-Projekte
Ein weiteres, besonders praxisrelevantes Merkmal, das dem OEM (Original Equipment Manufacturer = Erstausrüster) Planungssicherheit gibt: Hinterachsen aus konventionellen, dieselbetriebenen Fahrzeugen können unverändert übernommen werden. Das senkt die Systemkosten erheblich und macht das VEDS 2.2 zudem zur idealen Basis für Retrofit-Projekte, da es keiner Neuinvestitionen in die Achstechnik bedarf. Fahrzeugseitig sind für den Betrieb somit lediglich geeignete Hochvolt- und 24-V-Batterien sowie ein Niedertemperatur-Kühlmittelkreislauf mit Luft/Wasser-Wärmetauscher erforderlich. Und dank der Einstufung in die Schutzklasse IP6K9K ist das VEDS 2.2 selbst für den rauen Nutzfahrzeug-Einsatz bestens geeignet.
Breitere Portfolio-Strategie
„Unser neues VEDS 2.2 ermöglicht die einfache Elektrifizierung von Fahrzeug-Segmenten bis hin zu MD Trucks“, sagt Manuel Calero, Senior Vice President Product Management bei Driventic. „Denn unser Ziel ist es, mit einem möglichst breiten Produktangebot den globalen Nutzfahrzeugmarkt anzusprechen und die Transformation hin zur Elektromobilität in der gesamten Fahrzeugflotte weiter voranzutreiben.“ Mehr Informationen zum VEDS 2.2 und weitere Neuheiten von Driventic gibt es vom 14. bis 20. September 2026 auf der IAA Transportation 2026 in Hannover.
Text: Driventic GmbH/red, Bild: Driventic


