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Mobilität, Technik

DUH: Stopp von Verbrenner-Neubeschaffungen

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert auch zur Einhaltung der neuen verschärften EU-Luftreinhalte-Vorschriften die vollständige Elektrifizierung städtischer Busflotten bis spätestens 2030.

13. Oktober 2026

Eine Zeichnung von drei Elektrobussen nebeneinander.
In mehreren deutschen Großstädten fährt bis heute kein emissionsfreier Elektrobus.
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Deutschlands Großstädte stehen bei der Elektrifizierung ihrer Busflotten sehr unterschiedlich da. Das zeigt eine neue Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zum Stand und zur geplanten Entwicklung der kommunalen Busflotten der 40 größten Städte. 

Städte planen die Anschaffung neuer Dieselbusse

Während in den Vorreiter-Städten Mannheim, Freiburg und Karlsruhe über die Hälfte der Busse batterie-elektrisch fährt, ist in den fünf Schlusslichtern Augsburg, Essen, Wuppertal, Krefeld und Magdeburg noch kein einziger E-Bus unterwegs (Stichtag 31. Dezember 2025). Insgesamt fahren noch fast 80 % der Busse in den befragten Großstädten mit Dieselantrieb. Außerdem plant fast die Hälfte der Städte zwischen 2026 und 2030 die Beschaffung neuer Verbrennerbusse – so will zum Beispiel die Stadt Halle (Saale) ausschließlich Verbrenner kaufen. Die DUH kritisiert, dass die Bundesregierung dieses Jahr ausgerechnet die E-Bus-Förderung um zwei Drittel kürzt. Der gemeinnützige Verein sieht angesichts der ab 2030 deutlich verschärften EU-Luftreinhalte-Vorschriften die Notwendigkeit einer beschleunigten Ausmusterung insbesondere der alten und besonders schmutzigen Dieselbusse. In den Städten Oberhausen, Nürnberg, Aachen, Gelsenkirchen, Kassel und Erfurt fahren im ÖPNV immer noch Dieselbusse mit Abgasstufe schlechter als Euro 5. Deren Stickstoffoxid-Emissionen liegen um ein Vielfaches über denen moderner Euro-6-Fahrzeuge. Gerade im dicht besiedelten Stadtverkehr sind damit tausende Menschen unmittelbar den gesundheitsschädlichen Abgasen ausgesetzt.

Busflotten bis 2030 vollständig elektrifizieren

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, sagte am 6. Oktober 2026 in Berlin: „Dieselbusse werden in der Regel länger als zehn Jahre im Nahverkehr betrieben. Städte, die bis 2030 neue Verbrennerbusse beschaffen, verschieben den Abschied von fossilen Antrieben so bis in die 2040er-Jahre.“ Nahezu 10.000 Dieselbusse seien in den abgefragten 40 Städten zurzeit unterwegs, so der DUH-Chef, und würden die Atemluft mit dem Diesel-Abgasgift Stickstoffdioxid verpesten. Resch: „Daran ändert sich auch durch das Tanken des Fritten-Sprits HVO100 nichts. Die kommunalen Verkehrsbetriebe müssen zum Schutz der Menschen und des Klimas den Neukauf von Verbrennerbussen stoppen und ihre Busflotten bis 2030 vollständig elektrifizieren.“ Außerdem weist Resch darauf hin, dass sich technisch geeignete Dieselbusse längst auch auf Elektroantrieb umrüsten ließen. Resch abschließend: „Anstatt Milliarden-Subventionen für Diesel-Kraftstoffe und Diesel-Fahrzeuge zu gewähren, fordern wir von Bund und Ländern eine verlässliche Finanzierung, die insbesondere die hohen Anfangs-Investitionen in Betriebshöfe, Ladeinfrastruktur, Netzanschlüsse und Fahrzeuge absichert.“

Die DUH-Studie „Elektrifizierung der Busflotten: Wo Deutschlands Großstädte stehen“ steht hier zum Download bereit.

Text: DUH/red, Bild: DUH

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