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Infrastruktur, Mobilität

Erster Abschnitt des Projekts „S 21 Berlin“ eröffnet 

Am 15. Juni 2026 nahm die S-Bahn Berlin die neue S 15 in Betrieb: Das nur 3,7 km lange Teilstück Gesundbrunnen – Hauptbahnhof ist der erste Abschnitt einer neuen Nord-Süd-S-Bahn.

16. Juni 2026

Eine S-Bahn fährt in einen Tunnelbahnhof ein.
Am Berliner Hauptbahnhof endet die S 15 zunächst in einem Interimsbahnhof.
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Die neue S 15 fährt: Nach einer Eröffnungsveranstaltung am Hauptbahnhof startete der erste Zug am 15. Juni 2026 um 11.57 Uhr. Die neue Trasse verbindet die Bahnhöfe Gesundbrunnen und Wedding am nördlichen S-Bahn-Ring mit dem Hauptbahnhof. Die Züge fahren im 10-Minuten-Takt, die Fahrtzeit beträgt fünf Minuten. Am Hauptbahnhof enden die S-Bahnen zunächst in einem Interimsbahnhof, der über eine Fußgängerbrücke mit dem Hauptbahnhof verknüpft ist. 

Bau in drei Abschnitten

Der erste Abschnitt der S 15 bildet den Grundstein für eine zweite Nord-Süd-S-Bahn-Strecke durch Berlin, die unter dem Projektnamen „S21 Berlin“ in drei Abschnitten realisiert werden soll. Die neue Linie wird den Hauptbahnhof direkt mit dem S-Bahn-Ring verbinden und den Bahnhof Friedrichstraße entlasten, auf dem viele Fahrgäste zum Hauptbahnhof bislang in die Ost-West-Stadtbahn umsteigen mussten. Eigentlich sollte die neue S-Bahn bereits 2017 eröffnet werden, nun ist von Mitte der 2040er Jahre die Rede. Für den zweiten Bauabschnitt erwartet die DB InfraGO den Planfeststellungsbeschluss noch dieses Jahr: Das 1,2 km lange Teilstück soll den Hauptbahnhof und den Potsdamer Platz miteinander verbinden, wo die S 15 auf den bestehenden Regional- und S-Bahnhof Potsdamer Platz trifft. Die S-Bahn führt in einem Tunnelsystem durch das Regierungsviertel, die Inbetriebnahme ist in den 2030er-Jahren geplant. Für den dritten Bauabschnitt laufen zurzeit die Vorplanungen: Die Strecke wird dann vom Potsdamer Platz bis zu den S-Bahnhöfen Yorckstraße / Großgörschenstraße verlängert. Unterwegs entsteht am Gleisdreieck ein neuer S-Bahnhof, der zu einem der größten Umsteigepunkte zwischen dem S- und dem U-Bahn-Netz werden soll. Die Stadtteile Kreuzberg und Schöneberg werden mit der neuen S 15 besser an den Hauptbahnhof angebunden, etwa 300.000 Menschen könnten von ihr profitieren. Am Südkreuz trifft die neue Nord-Süd-S-Bahn auf den südlichen S-Bahn-Ring.

Kommentare

Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn (DB AG) für Berlin, sagte auf der Eröffnungsfeier am 15. Juni 2026: „Mit dem Start der S 15 holen wir den Norden Berlins näher ans Zentrum. Die DB erwartet über 40.000 Fahrgäste täglich.“ Die Berliner Mobilitätssenatorin Ute Bonde (CDU) erklärte: „Mit diesem Projekt entsteht das neue Nord-Süd-Rückgrat der Berliner S-Bahn und endlich wird der Hauptbahnhof als zentraler Knoten vollständig ins Netz integriert. Berlin wächst hier zusammen.“ Christoph Heuing, Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB), ergänzte: „Wir freuen uns sehr, dass die S 15 jetzt an den Start geht. Für die Fahrgäste bedeutet das eine spürbare Verbesserung: Zwischen Nordring und Hauptbahnhof gibt es nun eine umsteigefreie Verbindung.“

Weitere Informationen zum Projekt S21 Berlin gibt es hier.

Text: DB AG/red, Bild: Deutsche Bahn AG/Dominic Dupont

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