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Infrastruktur, Mobilität

Freizeitverkehr ins Seebad Lubmin

Das Land Mecklenburg-Vorpommern möchte in den Sommerferien 2026 die Bahnstrecke zwischen Greifswald und dem Seebad Lubmin wieder für den Personenverkehr nutzen.

7. April 2026

Ein Triebzug steht an einem Bahnsteig neben einem Waldgebiet.
Im Rahmen einer Sonderfahrt hat der Schienenbus 172 001-0 am 1. März 2014 zusammen mit einem Steuerwagen die Endstation Lubmin Werkbahnhof erreicht.
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Geplant sind mehrere Fahrten an Samstagen und Sonntagen in den Schulferien in Mecklenburg-Vorpommern. Damit sollen zwischen der Hansestadt Greifswald und Lubmin an der Ostseeküste erstmals seit längerer Zeit wieder reguläre Personenzüge pendeln. 

Dauerhaftes Angebot in den Sommermonaten?

„Wir bringen die Bahn zurück nach Lubmin. Gerade an Sommerwochenenden ist die Nachfrage hoch – mit der Verbindung schaffen wir eine einfache und direkte Anreise an die Küste“, erklärte Ines Jesse (SPD), Staatssekretärin des Ministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, am 1. April 2026 in Schwerin. Die Reaktivierung der Strecke im Freizeitverkehr ist Teil der Mobilitätsoffensive des Landes. Ziel ist es, das regionale Bahnangebot weiterzuentwickeln und vorhandene Infrastruktur stärker zu nutzen. „Perspektivisch wollen wir gemeinsam mit den Kommunen eine Lösung entwickeln, die das Angebot in den Sommermonaten dauerhaft ermöglicht und von allen Beteiligten getragen wird“, so Jesse. Michael Sack (CDU), Landrat des Kreises Vorpommern-Greifswald, sagte: „Die Reaktivierung der Strecke ist eine große Chance für die Region. Sie stärkt die touristische Entwicklung und verbessert gleichzeitig die Erreichbarkeit für die Menschen vor Ort.“ Frank Tornow, erster stellvertretender Bürgermeister in Lubmin, freut sich ebenfalls über die geplanten Fahrten und hofft, dass das Angebot von Dauer sein wird. 

Derzeit arbeitet der Aufgabenträger, die VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH, zusammen mit den Eisenbahn-Unternehmen daran, die Fahrten auf die Strecke zu bringen. Über Fahrplan, Starttermin und Ticketpreise soll informiert werden, sobald die Planungen abgeschlossen sind. 

Die Stichbahn Greifswald – Lubmin

Die eingleisige Strecke nach Lubmin, die an der Abzweigstelle Schönwalde von der Hauptbahn Greifswald – Pasewalk – Berlin abzweigt, ist rund 20 km lang. Sie wurde am 28. September 1969 eröffnet und band das im Bau befindlich Kernkraftwerk Lubmin an. In den 1970er und 1980er Jahren herrschte auf der Strecke reger Personen- und Güterverkehr zum Kernkraftwerk. Die Personenzüge nach Lubmin endeten im Werkbahnhof auf dem Kraftwerksgelände, öffentlicher Reiseverkehr war nur bis zur Station Seebad Lubmin erlaubt. Mit der schrittweisen Abschaltung des Kernkraftwerks zwischen 1990 und 1995 brachen die Fahrgastzahlen drastisch ein, und am 30. Mai 1999 wurde der SPNV eingestellt. In den letzten Jahren genügten Schienenbusse der Baureihe 772 für die verbliebenen Reisenden. 

Am 31. Dezember 2000 wurde die Strecke an die Energiewerke Nord GmbH (heute EWN Entsorgungswerk für Nuklearanlagen) abgegeben. Der Anschluss zum Zwischenlager Nord auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks besteht noch. Für eine leichte Belebung im Güterverkehr sorgen Anschlussgleise zu den (neuen) Häfen in Lubmin und Vierow, die 2009 und 2012 verlegt wurden. 2024/25 hat die VMV untersucht, ob eine Reaktivierung der Strecke im SPNV möglich ist. Dabei wurden Nutzerzahlen ermittelt, die in einem Bereich liegen, der für den ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommerns tragbar erscheint: Werktags würden 369 Personen in den Zügen unterwegs sein, an Wochenenden 522. Für eine dauerhafte Wiederinbetriebnahme müssten die Streckenhöchstgeschwindigkeit erhöht (derzeit nur 50 km/h) und neue Bahnsteige errichtet werden. Um Fördermittel des Bundes zu erlangen, ist zunächst eine Kosten-Nutzen-Untersuchung erforderlich. Eine Inbetriebnahme wäre 2035 möglich. 

Text: VMV/red, Bild: Wikipedia/Jan Pešula

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