• Skip to primary navigation
  • Skip to main content
  • Skip to footer
Logo Regionalverkehr

Regionalverkehr

Die Fachzeitschrift für den Öffentlichen Personennahverkehr

  • Startseite
  • Inserate
  • Newsletter regioXpress
    • regioXpress anmelden
    • regioXpress abmelden
  • Probeheft
  • Abonnement
  • Geschenk-Abo
  • Kontakt
  • Technik
  • Infrastruktur
  • Mobilität
  • Messen

Mobilität

Günstige Tangential-Verbindung

Seit Ende 2025 verknüpft der Alpenbus die Orte Murnau, Bad Tölz und Rosenheim miteinander. Die Querverbindung ist nicht immer schneller als der Umweg per Bahn über München, dafür aber spürbar günstiger …

30. Oktober 2026

Blick in den Innenraum eines Linienbusses mit vielen Sitzen.
Eingesetzt werden klimatisierte Low-Entry-Busse der Daimler-Marke Setra, die mit komfortablen Sitzen, WLAN und USB‑Anschlüssen aufwarten können.
Werbebanner Regionalverkehr im Print-Abo

Der Alpenbus ist eine schnelle Tangential-Verbindung durch das Alpenvorland, die den Reisenden zwischen Murnau und Rosenheim den Umweg über die weiter nördlich gelegene Stadt München erspart. Die ExpressBusse halten nur in den größeren Ortschaften sowie an den wichtigsten Umsteigepunkten zwischen Bus und Bahn. Außerdem bringt der Alpenbus Ausflügler, die mit der Bahn aus Richtung München anreisen, weiter nach Bad Heilbrunn, Au bei Bad Aibling und Bad Feilnbach (Orte, die über keinen Bahnanschluss verfügen) sowie zu den Startpunkten von Wanderwegen in die Berge. 

West-Ast, Ost-Ast und eine dritte Linie

Der Alpenbus ist zweigeteilt: Der West-Ast führt von Murnau über Penzberg nach Bad Tölz (Linie X990), der Ost-Ast von Bad Tölz über Gmund und Miesbach nach Rosenheim (Linie X380). Beide Linien verkehren täglich von 6 Uhr bis 21 Uhr im Stundentakt, an Wochenenden und Feiertagen starten die Busse ein bis zwei Stunden später. An den genannten Orten kann zwischen Bahn und Bus umgestiegen werden, wobei die Fahrpläne von Schiene und Straße weitgehend aufeinander abgestimmt sind. Murnau liegt an der Bahnlinie München – Tutzing – Garmisch-Partenkirchen, Penzberg an der Stichstrecke Tutzing – Kochel. Beide Verbindungen werden von DB Regio bedient. Rosenheim ist Zwischenstopp an der Fernbahn München – Salzburg, auf der unter anderem die Transdev-Tochter Bayerische Regiobahn (BRB) unterwegs ist. Bad Tölz, Gmund und Miesbach liegen im Netz Oberland, das von München über Holzkirchen bis nach Lenggries, Tegernsee und Bayrischzell reicht. Hier fährt ebenfalls die BRB. Auf allen Strecken verkehren die Regionalzüge mindestens stündlich, zu den Hauptverkehrszeiten auch halbstündlich.

Etwas unglücklich: Wer von Murnau oder Penzberg mit dem Alpenbus bis nach Rosenheim reisen möchte, kann in Bad Tölz nicht einfach von der einen auf die andere Linie wechseln. Die X380 nach Rosenheim fährt wenige Minuten vor dem Eintreffen der X990 aus Murnau ab, da sie in Rosenheim den BRB-Regionalexpress nach München erreichen muss. Hier kommt mit der X381 die dritte ExpressBus-Linie ins Spiel, die in Bad Tölz Anschluss an die X990 hat und zweistündlich (zu den geraden Stunden) direkt nach Miesbach fährt. Dort wird mit zwei Minuten Umsteigezeit noch die X380 nach Rosenheim erreicht, die regulär über Gmund und Agatharied verkehrt und damit etwas länger als die X381 braucht. Zu den ungeraden Stunden steuert die X381 Gmund an, sodass die Reisenden aus Richtung Murnau auch gute Anschlüsse an den Tegernsee haben. 

Innerhalb des MVV

Zum 1. Januar 2026, fast zeitgleich mit der Einführung des Alpenbusses, trat der Landkreis Garmisch-Partenkirchen dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) bei, sodass zwischen Murnau, Bad Tölz und Rosenheim in Bahnen und Bussen nun ein einheitlicher Tarif gilt. Tickets sind an allen MVV‑Verkaufsstellen, direkt im Bus beim Fahrpersonal sowie über die MVV‑App erhältlich. Auch MVV‑Zeitkarten, MVV‑Abos und das Deutschland-Ticket werden anerkannt. Mit Ausnahme von Falträdern werden im Alpenbus keine Fahrräder befördert.

Zwischen den Bahnhöfen Murnau und Bad Tölz dauert die Fahrt mit dem Alpenbus eine Stunde und neun Minuten, von Bad Tölz zum Bahnhof Rosenheim eine Stunde und 44 Minuten. Mit zweimaligem Umsteigen in Bad Tölz und Miesbach benötigt man für die Reise von Murnau nach Rosenheim zwei Stunden und 42 Minuten (da die Linie X381 etwas schneller als der X380er ist). Kürzer ist die Fahrt mit dem Zug über München Hbf, wo nur einmal umgestiegen werden muss: Die Regionalbahnen brauchen knapp zwei Stunden. Allerdings ist der Einzelfahrschein für Erwachsene nahezu doppelt so teuer, da der Umweg über München durch mehr Tarifzonen führt. 

Moderne Fahrzeuge mit Niederflureinstieg

Die Alpenbus-Leistungen wurden nach einer Ausschreibung im Frühjahr 2025 an die Geldhauser Linien- und Reiseverkehr GmbH & Co. KG vergeben. Eingesetzt werden klimatisierte Neufahrzeuge der Daimler-Marke Setra, die mit Niederflureinstiegen, komfortablen Sitzen, WLAN und USB‑Anschlüssen ausgestattet sind. Im August 2026 beschaffte Geldhauser zehn weitere Low-Entry-Überlandbusse der Setra MultiClass, von denen einer zur Verstärkung der Alpenbus-Flotte bestimmt ist. Der 12 m lange Zweiachser des Typs S 515 LE bietet 43 Sitzplätze und eine verlängerte Sondernutzungsfläche gegenüber der hinteren Tür. 

Landesbedeutsame Buslinien

Bei den drei Alpenbus-Linien handelt es sich um so genannte landesbedeutsame Buslinien: Die überregionalen ExpressBusse ergänzen das SPNV-Angebot und verbinden Mittelzentren und Bahnhöfe im festen Takt miteinander. Einrichtung und Betrieb der ExpressBusse werden von Bayern finanziell unterstützt. So beteiligt sich der Freistaat im ersten Jahr mit 65 % am Betriebskostendefizit des Alpenbusses, im zweiten mit 60 % und im dritten mit 55 %. Ab dem vierten Jahr wird die Hälfte des Defizits übernommen, die andere Hälfte teilen sich die Landkreise und Städte. Berechnungsgrundlage für den Defizitausgleich sind die jeweils anfallenden Buskilometer in den Gebietskörperschaften. 

Steigende Fahrgastzahlen

Bereits Mitte August 2026, etwa 250 Tage nach dem Start, zog der MVV ein positives Fazit zum neuen Alpenbus. Laut Verkehrsverbund steigen die Fahrgastzahlen stetig an, insbesondere zwischen Au bei Bad Aibling und Rosenheim, wo fast doppelt so viele Reisende unterwegs sind wie auf den übrigen Abschnitten. Besonders beliebt sei das Angebot bei Wanderern und Ausflüglern: Die beste Auslastung pro Bus werde samstags erreicht. Zunehmend entdeckten aber auch Berufspendler die neuen ExpressBus-Linien, ebenso Gelegenheitsreisende, die mit dem Alpenbus Einkäufe und Besuche erledigen. 

Text: Daimler Buses/MVV/red, Bild: Daimler Buses

  • E-Mail 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 

regioXpress: Der neue Regionalverkehr-Newsletter

Jeden Freitag die aktuellen Meldungen von Bahn und Bus – kostenfrei!
Jetzt anmelden!

Footer

Impressum
Datenschutz
Kontakt
Produktsicherheit

Copyright © 2026 · Regionalverkehr