
Die Deutsche Bahn (DB AG) hat mit der Inbetriebnahme der beiden Elektronischen Stellwerke (ESTW) Reußen und Halle-Kanena / Leuchtturm die Modernisierung des gesamten Bahnknotens Halle (Saale) abgeschlossen. Die moderne Technik sorgt jetzt auch auf den Strecken von Halle in Richtung Delitzsch, Flughafen Halle / Leipzig und Leipzig für einen schnelleren und flexibleren Bahnverkehr.
Sechs ESTW, ferngesteuert aus Leipzig
Insgesamt sechs ESTW hat die DB in den vergangenen elf Jahren in dem wichtigen Verkehrsknoten in Mitteldeutschland in Betrieb genommen. Sie ersetzen 21 alte und personalintensive mechanische Stellwerke. Vollelektronisch und per Mausklick steuern die Fachleute jetzt die Signale und Weichen in Halle zentral aus Leipzig. Nach einer mehrtägigen Sperrung, die für Inbetriebnahmen notwendig war, rollt der Nah-, Fern- und Güterverkehr seit dem 27. März 2025 wieder von und nach Halle. Thomas Lukowiak, DB-Projektleiter für den Bahnknoten Halle, sagte: „Mit der Inbetriebnahme der letzten beiden ESTW können wir eines der größten Infrastruktur-Projekte in Mitteldeutschland abschließen. Damit wird der Bahnverkehr schneller und flexibler.“
Innerer und äußerer Knoten
Die DB hatte zunächst den inneren Knoten modernisiert und dann die Zulaufstrecken – den so genannten äußeren Knoten – mit neuer Technik ausgestattet. Dabei haben die Fachleute insgesamt 70 km Gleise und 250 Weichen erneuert, außerdem haben sie Oberleitungen und zwölf Brücken modernisiert. Die Modernisierung hat dazu geführt, dass Züge nun vier Mal so schnell durch den Bahnknoten Halle fahren können. Darüber hinaus sorgen neu errichtete Lärmschutzwände für mehr Ruhe bei den Anwohnern. Die umgebauten Haltepunkte Angersdorf, Halle Rosengarten, Silberhöhe, Reußen und Peißen bieten Reisenden mehr Komfort. Der Bund, die Bahn, das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Halle haben insgesamt rund 850 Mio. Euro investiert.
Einen Film zum Bauvorhaben Bahnknoten Halle (Saale) gibt es hier.
Text: DB AG/red, Bild: DB AG / SnapArt / Michael Kremer