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Mobilität

HOCHBAHN: Busflotte soll zukunftssicherer werden

Die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) hat weiterhin die Elektrifizierung ihrer Busflotte im Fokus, ergänzt ihren Fuhrpark aber auch um herkömmliche Busse – um krisenfest zu werden.

8. Mai 2026

Ein Elektrobus steht unter Bäumen auf einer Straße.
Seit dem 18. November 2018 fährt der erste serienreife Elektrobus bei der HOCHBAHN, 1000 soll(t)en es einmal werden.
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Die HOCHBAHN setzt den eingeschlagenen Weg zur Umstellung ihrer Busflotte auf batterie-elektrische Antriebe konsequent fort: Bis 2031 werden bis zu 240 weitere E-Busse angeschafft. Gleichzeitig ergänzt das Unternehmen seine Busflotte um bis zu 150 neue Dieselbusse, die unabhängig von der betriebseigenen Lade-Infrastruktur eingesetzt werden können. Damit reagiert der städtische Betreiber auf die steigenden Anforderungen an die Krisenfestigkeit des ÖPNV in Hamburg.

Elektrifizierung als Basis der Flottenstrategie

Seit 2020 beschafft die HOCHBAHN ausschließlich emissionsfrei angetriebene Busse. Aktuell sind bereits 432 von ihnen im Einsatz – rund 39 % des gesamten Fuhrparks. Mit der Neuanschaffung von bis zu 240 E-Bussen wird ihr Anteil auf bis zu 60 % steigen. Der Betreiber geht zudem davon aus, dass sich die Rahmenbedingungen für eine elektrische Busflotte in den kommenden Jahren weiter verbessern werden. Parallel dazu werden seit Januar 2026 die noch vorhandenen Dieselbusse schrittweise auf den Einsatz von HVO-Kraftstoffen (Hydrotreated Vegetable Oil) umgestellt, um die CO₂-Emissionen auch bei diesen Fahrzeugen deutlich zu reduzieren. Robert Henrich, Vorstandsvorsitzender der HOCHBAHN, sagte am 4. Mai 2026: „Wir treiben die Elektrifizierung unserer Busflotte konsequent voran. Gleichzeitig tragen wir Verantwortung dafür, dass der Nahverkehr auch in Ausnahmesituationen stabil, flexibel und zuverlässig funktioniert.“

Flexible Aufstellung der Busflotte

Angesichts der weltpolitischen Lage, der Situation in der Ukraine und globaler Herausforderungen im Energiesektor hat die HOCHBAHN ihre Aufgaben im Bereich Katastrophenschutz und Krisenvorsorge neu bewertet. Dabei hat sich gezeigt, dass ein möglichst krisenfester und leistungsfähiger Nahverkehr künftig noch stärker auf unterschiedliche Ausnahmesituationen vorbereitet sein muss. Dazu zählen beispielsweise großflächige Störungen der Energie-Versorgung, ein kurzfristig stark steigender Transportbedarf, etwa bei Evakuierungen, bei denen Busse lange Laufleistungen erbringen müssen, sowie internationale Entwicklungen mit Auswirkungen auf Energie- oder Kraftstoff-Verfügbarkeiten. Vor diesem Hintergrund ergänzt die HOCHBAHN ihre Flotte gezielt um herkömmlich angetriebene Busse, die flexibel eingesetzt werden können und kurzfristig in größerer Zahl verfügbar sind. 

Zwei Antriebssysteme für maximale Versorgungssicherheit

Die Kombination aus Elektro- und Dieselbussen mit alternativen Kraftstoffen erhöht die Robustheit des Gesamtsystems und steigert einen flexiblen Einsatz. Je nach Lage bieten beide Antriebsformen spezifische Vorteile. Elektrobusse sind der zentrale Baustein zur Erreichung der Klimaziele im ÖPNV. Sie können zudem ihre Stärke ausspielen, wenn Kraftstoffe nur eingeschränkt verfügbar sind oder deren Preise stark schwanken. Eine weitgehend unabhängige Energie-Versorgung über Strom erhöht in solchen Fällen die Stabilität des Betriebs. HVO-betankte Bussen wiederum bietet Vorteile, wenn eine ausreichende Stromversorgung in der benötigten Menge vorübergehend nicht zur Verfügung steht oder Fahrzeuge sehr kurzfristig in hoher Stückzahl flexibel disponiert werden müssen.

Langfristige Strategie bleibt unverändert

Die Beschaffung der neuen Fahrzeuge ist Teil einer umfassenden Vorsorgestrategie, um sich für potenzielle Herausforderungen zu wappnen. Sie ist eine notwendige Ergänzung zum eingeschlagenen Elektrifizierungskurs der HOCHBAHN, an dem auch künftig festgehalten werden soll.

Text: HOCHBAHN/red, Bild: HOCHBAHN/Marc-Oliver Schulz

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