
Beim größten Sportereignis der Welt unterstützt INIT mehrere lokale Verkehrsunternehmen in Nordamerika dabei, Hunderttausende Fußballfans schnell und sicher zum Stadion und zu diversen Events zu transportieren. ÖPNV-Anbieter an sieben von 16 WM-Austragungsorten in den USA und Kanada setzen auf Lösungen der Karlsruher IT-Experten in den Bereichen Ticketing und Betriebssteuerung. Bei 51 von 104 Spielen kommen INIT-Lösungen im Nahverkehr zum Einsatz, einschließlich beider Halbfinalspiele.
Modernisiertes Ticketing-System in Atlanta
Das Bus- und Schienennetz von MARTA (Metropolitan Atlanta Rapid Transit Authority) umfasste bisher 1686 km. 2026 führt MARTA weitere Straßenbahnen ein und verbessert ihr Busnetz, unter anderem durch die Einführung des ersten Bus-Rapid-Transit-Systems. Das Breeze-Ticketing-System wurde durch INIT auf den neuesten Stand gebracht, um Fahrgästen die ÖPNV-Nutzung so einfach wie möglich zu machen. Diese können mit Kredit- und Debitkarten, mit Apple PayTM, Google PayTM, Samsung PayTM oder per App bezahlen. Das System ermöglicht es MARTA, den erwarteten Fahrgastandrang zu bewältigen. Da Atlanta Gastgeber eines Halbfinales ist, wird die Welt besonders auf die Stadt schauen.
Los Angeles und Seattle: Schnell und sicher zum Stadion
Die Fortbewegung im südlichen Kalifornien rund um Los Angeles gelingt mithilfe der regionalen Bahnlinien von Metrolink und weiteren regionalen Anbietern. Barrierefreie Fahrkarten-Automaten von INIT ermöglichen eine einfache, inklusive Bedienung. Sie verfügen über Sprachoptionen für Englisch und Spanisch sowie über Sprachansagen und Braille-Tastaturen für Menschen mit Sehbehinderungen. So bieten sie ein flexibles, intuitives System, mit dem Besucher die Region rund um die pulsierende Metropole einfach und sicher per Bahn erkunden können.
Seattles Stadion befindet sich im Herzen der Stadt und ist bestens mit dem ÖPNV zu erreichen. 750.000 Besucher werden erwartet, und daher haben die Stadt und die Central Puget Sound Regional Transit Authority (Sound Transit) sowie sechs weitere regionale Verkehrsunternehmen gemeinsam mit INIT das regionale ORCA-System auf den neuesten Stand gebracht. Dieses elektronische Ticketingsystem war vor über 15 Jahren als Closed-Loop-System angelegt worden, wurde von INIT modernisiert und nun um eine Open Payments-Funktion erweitert. Es erhielt eine kontenbasierte Struktur, die es Fahrgästen ermöglicht, nicht nur die ORCA Card zu verwenden, sondern auch ihre Kredit- und Bankkarte für den kontaktlosen Check-in zu nutzen. So können Besucher auch ohne Tarifkenntnisse einfach einsteigen und losfahren – und zwar in Bus, Bahn oder Wassertaxi.
Dallas und Houston: Technologievorteil in Texas
Dallas Area Rapid Transit (DART) bietet Bus-, Stadtbahn-, Regionalbahn- und Bedarfsverkehre an. Der Betreiber befördert täglich mehr als 171.000 Fahrgäste in einem 1800 km2 großen Gebiet im Norden des US-Bundesstaats Texas. In seinen Stadtbahnen setzt DART auf Bordrechner und Lösungen von INIT für die automatische Fahrzeugortung, Fahrgast-Information, automatische Fahrgast-Zählung sowie Planung und Statistik. Ein automatisiertes Sprachansage-System liefert Echtzeit-Updates zu Ankunfts- und Abfahrtszeiten sowie den nächsten Haltestellen. Extra für große Sportveranstaltungen wird DART sein bestehendes Netz zu einem System mit hoher Kapazität ausbauen und koordinieren, um während der WM mehr als 1 Mio. Besucher befördern zu können. Dallas ist Austragungsort eines Halbfinales.
In Houston ist das Stadion direkt über die METRORail Red Line erreichbar, ergänzt durch ein umfangreiches Busnetz. Da während der WM schätzungsweise 500.000 Besucher auf den ÖPNV angewiesen sein werden, bereitet sich die Metropolitan Transit Authority of Harris County (METRO) auf eine erhebliche Nachfrage vor. Das kürzlich implementierte Tarifsystem RideMETRO führt kontaktlose Open- und Closed-Loop-Zahlungen (und damit Bezahlungen mit der Kreditkarte) sowie mobiles Ticketing ein, wodurch das Einsteigen optimiert und die Haltezeiten verkürzt werden. Das MOBILE-ITCS von INIT liefert METRO Echtzeit-Transparenz über den Betriebsablauf, was eine dynamische Disposition, Service-Anpassungen und Pünktlichkeit ermöglicht.
Toronto: Im besten ÖPNV-Netz zum Spiel
Die WM findet nicht nur in den USA, sondern (neben Mexiko) auch in Kanada statt. Fans, die zu den Spielen nach Toronto reisen, können sich auf eines der am besten regionalen Nahverkehrsnetze Nordamerikas verlassen, das gemeinsam von Metrolinx, York Region Transit (YRT) im Norden und Durham Region Transit (DRT) im Osten betrieben wird. Metrolinx, die regionale Verkehrsbehörde für den Großraum Toronto und Hamilton (GTHA), betreut ein umfangreiches multimodales Netz, zu dem die Bahn- und Busverbindungen von GO Transit und UP Express gehören. Die Behörde plant, die Taktfrequenz zu erhöhen, Fahrpläne anzupassen und zusätzliche Kapazitäten auf stark frequentierten Strecken bereitzustellen, darunter 3000 zusätzliche GO-Fahrten pro Woche, was einer Steigerung des Angebots um fast 30 % entspricht.
YRT und DRT werden eine Schlüsselrolle dabei spielen, Fahrgäste zu den großen Verkehrsknotenpunkten zu befördern. YRT wird sein Angebot erhöhen und die Kapazitäten durch einen erweiterten Busbetrieb ergänzen, einschließlich seines Bus-Rapid-Transit-Netzes Viva. Über seine vielgenutzten Pulse-Strecken wird DRT Fahrgäste aus dem Osten mit benachbarten Verkehrsangeboten verbinden. Das ITCS und die automatischen Fahrgastzähler von INIT werden allen drei Betreibern helfen, die erhöhte Nachfrage rund um die Spiele effektiv zu bewältigen.
Vancouver: Erfahrung mit sportlichen Großereignissen
Für Vancouver ist die Fußball-WM 2026 nicht das erste sportliche Großevent – bereits 2010 war die Stadt Austragungsort der Olympischen Winterspiele, bei dem der Betreiber TransLink seine Leistungsfähigkeit auch unter extremen Bedingungen demonstrierte. Mit dem ITCS von INIT als Kernstück koordinierte TransLink ein riesiges Verkehrsnetz, darunter mehr als 1500 Busse, die 39,2 Mio. Fahrgäste beförderten – was einem Anstieg von 60 % gegenüber dem normalen Fahrgastaufkommen entspricht. Im Hintergrund sorgte das ITCS für Echtzeit-Überwachung und Disposition und ermöglichte schnelle Anpassungen im Betrieb, wenn nötig. Nun gehen die Verantwortlichen bei TransLink davon aus, den Besucheransturm zur WM ebenso meistern zu können.
Text: INIT/red, Bild: DART


