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Mobilität, Technik

Karlsruhe: Erster TramTrain vor der Inbetriebnahme

Stadler hat den ersten von 75 TramTrains an die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG) ausgeliefert. 73 weitere für die Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH (VBK) folgen ab Frühjahr 2026.

15. Dezember 2025

Eine Stadtbahn steht auf einem Freigleis im Betriebshof.
Am 12. Dezember 2025 wurde der erste TramTrain mit der Nummer 401 auf dem VBK-Betriebshof Tullastraße vorgestellt.
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Der erste TramTrain des Herstellers Stadler für die AVG ist da: Die dreiteilige Zweisystembahn mit der Nummer 401 traf am 10. Dezember 2025 in Karlsruhe ein. Am 12. Dezember wurde das Fahrzeug auf dem VBK-Betriebshof Tullastraße vorgestellt. In Kürze beginnt das technische Prüf- und Zulassungsprogramm, die erste Einheit soll ab Sommer 2026 im regulären Fahrbetrieb eingesetzt werden.

Gemeinsame Beschaffung spart bis zu 1. Mio Euo pro Bahn

Der TramTrain für die AVG ist Teil einer gemeinsamen Beschaffung mehrerer deutscher und österreichischer Unternehmen. Das sind neben AVG und VBK die Saarbahn, die Schiene Oberösterreich, die Schiene Salzburg, die Regional-Stadtbahn Neckar-Alb (RSBNA) sowie die Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg (SFBW). Der Lieferzeitraum erstreckt sich bis 2032. Insgesamt können bis zu 504 Fahrzeuge abgerufen werden, fest bestellt sind derzeit 252 Einheiten. Die AVG hat über die SFBW 75 TramTrains geordert und hält eine Option über 73 weitere Bahnen. Die VBK hat 73 Einheiten bestellt, ergänzt um eine Option über 52 weitere. Das erste Fahrzeug für die VBK wird im Frühjahr 2026 erwartet. Die gemeinsame Beschaffung bringt erhebliche Kostenvorteile: Pro Fahrzeug werden bis zu eine Million Euro (Preisstand: Januar 2022) eingespart.

Mehrsystemfähig und drei angetriebene Fahrwerke

Die neue Fahrzeug-Generation der Baureihe 492 ist zweisystemfähig und kann sowohl im innerstädtischen 750-V-Netz als auch auf Eisenbahn-Strecken mit 15 kV/16,7 Hz eingesetzt werden. Die dreiteilige Einheit ist 37,2 m lang, 2,6 m breit und 3,9 m hoch. Sie besteht aus einem Mittelwagen mit zwei Fahrwerken, auf dem die Endwagen, die über jeweils ein Fahrwerk unter dem Kopfende verfügen, aufliegen. Die 492er sind besonders spurtstark: Drei der Fahrwerke sind angetrieben, darunter die beiden Endfahrwerke. Die Motorleistung beträgt sechsmal 125 KW, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 100 km/h. Die TramTrains für die innerstädtischen Straßenbahn-Linien der VBK werden nur über zwei angetriebene Endfahrwerke verfügen. Eine Luftfederung sorgt für einen ruhigen und komfortablen Lauf. Bei den TramTrains für die AVG handelt es sich um Zweirichtungs-Fahrzeuge, die über jeweils vier Doppeltüren pro Fahrzeugseite verfügen. Die VBK-TramTrains werden als Einrichtungs-Bahnen ausgeführt sein und nur auf der rechten Seite vier Türen haben. Die Türen sind in den beiden Endwagen angeordnet.

Komfortable und barrierefreie Innenausstattung

Die Doppeltüren der neuen TramTrans lassen sich mit Leuchtdrucktastern von EAO öffnen. Die Einstiegshöhe liegt bei 55 cm über Schienenoberkante (SO). Schiebetritte an jeder Tür überbrücken den Spalt zwischen Fahrzeug und Bahnsteigkante. Die Bahnen sind durchgehend niederflurig, nur zur Sitzreihe vor dem Führerstand führt eine niedrige Stufe hinauf. In Endwagen A befindet sich zwischen den beiden Türen eine barrierefreie WC-Anlage, am Übergang zum Mittelwagen ist Platz für Rollstuhlfahrer. In Endwagen B ist zwischen den Türen ein Mehrzweckbereich mit Klappsitzen angeordnet, der Platz für Reisende mit Kinderwagen oder Fahrrad sowie ebenfalls für Rollstuhlfahrer bietet. In jeder AVG-Mehrsystembahn stehen 93 Sitz- sowie 136 Stehplätze zur Verfügung.

Die Innenausstattung wirkt sehr gediegen – der Fußboden und die unteren Seitenwände sind in Dunkelgrau gehalten, die oberen Seitenwände und die Decke in Hellgrau. Die AVG hat sich für komfortable Polstersitze mit hoher Rückenlehne entschieden, die mit E-Leather in Dunkelgrau bezogen sind. Für Sitze nahe den Türen, die von mobilitätseingeschränkten Personen leicht zu erreichen sind, wurde dunkelrotes E-Leather gewählt. Die Einzelsitze sind in Reihen- und Vis-à-vis-Anordnung montiert – bis auf wenige Ausnahmen harmonisiert die Sitzanordnung mit den Fensterstreben, sodass die Fahrgäste durch die großen Seitenscheiben eine gute Sicht nach draußen haben. Steckdosen und USB-Ladepunkte , große Infotainment-Displays und WLAN runden den Reisekomfort ab. 

Das erhöht angeordnete Cockpit bietet einen Arbeitsplatz mit sehr guter Rundum-Sicht auf die Strecke und das übrige Verkehrsgeschehen. Neu sind Rückspiegel-Kamerasysteme, die die herkömmlichen Spiegelarme ersetzen und ihre Bilder auf Monitore an den A-Säulen übertragen.

Inbetriebnahme und Wartung

Die neuen TramTrains werden im Stadler-Werk in Valencia (Spanien) gefertigt. Nach der Ankunft in Karlsruhe folgen Strecken-, Brems- und Systemtests sowie Schulungen für Fahrpersonal und Werkstattteams. Der Fahrgasteinsatz ist – vorbehaltlich der Zulassung – ab Sommer 2026 geplant. Zum Lieferumfang gehören auch auf 32 Jahre angelegte Instandhaltungs-Verträge mit Ersatzteil-Versorgung. Nach derzeitiger Planung sollen bis Ende 2026 bei der AVG 15 bis 20 Einheiten im Einsatz sein. Bei der Saarbahn in Saarbrücken wurde bereits am 9. Juni 2025 das erste Referenzfahrzeug dieses Kooperationsprojekts angeliefert und wird dort mit einer weiteren Bahn für die Zulassung getestet.

Kommentare

„Mit der Ankunft des ersten Fahrzeugs beginnt für uns der Übergang in eine neue Fahrzeug-Generation“, sagte Prof. Dr. Alexander Pischon, AVG- und VBK-Geschäftsführer, am 12. Dezember 2025 bei der Fahrzeug-Präsentation. Christian Höglmeier, technischer Geschäftsführer von AVG und VBK, hob hervor: „Die neue Baureihe ersetzt zum Teil Fahrzeuge der ersten Generation der Strecken-Eröffnung nach Bretten und wird gerade im Innenbereich einen neuen Qualitätsstandard setzen.“ Thorsten Erlenkötter, Gesamtprojektleiter der VBK, ergänzte: „Die enge und offene Abstimmung mit den Kooperations-Partnern und mit Stadler ist für dieses Projekt von zentraler Bedeutung. Mit den gemeinsamen Spezifikationen, den abgestimmten Zulassungsverfahren und der gegenseitigen Unterstützung sind wir weiterhin dabei, ein weltweit einzigartiges Beschaffungsprojekt umzusetzen und aufzuzeigen, dass man in Zusammenarbeit Kosten sparen kann.“

Eine ausführliche Vorstellung des neuen TramTrains für Karlsruhe folgt in Regionalverkehr 2-2026. Das Heft erscheint am 27. Februar 2026. 

Text: AVG/red, Bild: Regionalverkehr

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