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Infrastruktur

Karlsruhe: Neubau der Turmbergbahn kann starten

Ende 2024 musste Deutschlands älteste Standseilbahn den Betrieb einstellen. Nun erteilte das Land Baden-Württemberg einen Förderbescheid für den Neubau – die Arbeiten beginnen im Frühjahr 2026.

11. Dezember 2025

Ein Wagen der alten Turmbergbahn fährt an Bäumen entlang.
Die Karlsruher Turmbergbahn wird neu aufgebaut und erweitert, außerdem kommen zwei neue Fahrzeuge zum Einsatz.
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Fast ein Jahr ist es her, seit zum letzten Mal die Bergbahn auf den Karlsruher Hausberg im Stadtteil Durlach fuhr (mehr dazu hier). Nun können die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) das Projekt zur Erneuerung und Verlängerung der Turmbergbahn weiter vorantreiben: Am 4. Dezember 2025 erteilte das Land Baden-Württemberg einen Förderbescheid über 17,49 Mio. Euro aus Mitteln des Landes-Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungs-Gesetzes (LGVFG). 

„Alte Technik wird zukunftsfähig“

Mit großer Freude begrüßte Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup (SPD) die Nachricht aus dem Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg. „Die Neugestaltung der Bahn und deren Integration in den ÖPNV ist eine nachhaltige Investition für klimafreundliche Mobilität in Karlsruhe und Durlach und wird auch die Attraktivität des Turmbergs als beliebtes Ausflugsziel weiter steigern“, so der OB am 5. Dezember 2025. Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Die Grünen) hob den Status Baden-Württembergs als „Standseilbahn-Meister“ hervor: „Mit der Stilllegung der ältesten Standseilbahn Deutschlands, der Turmbergbahn, wurde es Ende 2024 kurzzeitig eine weniger. Dabei soll es aber nicht bleiben: Die Standseilbahn zum Karlsruher Hausberg soll mithilfe des Landes länger, moderner und barrierearm wieder in Betrieb gehen. Der Zuschuss ermöglicht den VBK, das Projekt anzugehen. So machen wir eine alte, klimafreundliche Technik zukunftsfähig.“

Planungssicherheit für die VBK

Die Planungen für die Turmbergbahn sehen vor, diese umfassend zu modernisieren, barrierefrei auszubauen und bis zur Straßenbahn- und Bushaltestelle an der Grötzinger Straße zu verlängern. Gleichzeitig soll die Bahn an den aktuellen Stand der Technik und an sicherheitsrelevante Anforderungen angepasst werden. „Die Förderung dieses Projekts durch das Land Baden-Württemberg ist ein starkes Signal für die Weiterentwicklung des Nahverkehrs in Karlsruhe. Wir freuen uns, dass wir nun auch in diesem Aspekt Planungssicherheit haben, um das Vorhaben umzusetzen und die nächsten Projektschritte einzuleiten“, erklärte Christian Höglmeier, technischer Geschäftsführer der VBK. Nun könnten die VBK das nächste Kapitel in der langen Historie der Turmbergbahn aufschlagen, die seit 1888 Fahrgäste auf den Karlsruher Hausberg befördert.

Umbaumaßnahmen beginnen im Frühjahr 2026

In dem ersten Projektabschnitt ist zunächst der Rückbau der alten Bahntrasse sowie der heutigen Talstation vorgesehen. Anschließend können dann die Arbeiten für die neue Trasse sowie die neue Berg- und Talstation beginnen. Im Zuge der Neugestaltung entsteht zudem eine Bahnüberführung über einen Geh- und Radweg. Die Umbaumaßnahmen sollen im Frühjahr 2026 beginnen. Das Land fördert nicht nur den Neubau der Strecke, sondern auch die Anschaffung von zwei neuen Wagen mit weiteren 1,76 Mio. Euro. Die Fahrzeuge bieten jeweils Platz für 70 Personen und werden eine Niveau-Regulierung haben, sodass sie auch während der Fahrt in der Waagrechten gehalten werden und damit barrierefrei sind. 

Darüber hinaus ist vorgesehen, die Standseilbahn nach Beendigung der Baumaßnahmen in den Tarif des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) zu integrieren. So können Fahrgäste die Bahn mit ihrem regulären ÖPNV-Ticket nutzen. Der dann vorgesehene automatische Fahrbetrieb erlaubt eine Ausweitung der Betriebszeiten bei gleichzeitig niedrigeren Betriebskosten.

Text: Presse- und Informationsamt der Stadt Karlsruhe/red, Bild: Karlsruher Verkehrsverbund (KVV)

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