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Infrastruktur

Kiel – Flensburg: Baufortschritt an der Schlei

Die DB erreicht beim Neubau der Schleibrücke Lindaunis den nächsten Meilenstein: Ein Schwimmkran hat am 9. Juli 2026 das erste neue Brückenteil, die Vorlandbrücke Nord, eingehoben.

15. Juli 2026

Ein Akkuzug steht an einem Bahnsteig oder einer Baustelle.
Ein FLIRT Akku der nordbahn wartet am provisorischen Bahnsteig Schleibrücke Nord auf die Rückfahrt nach Flensburg.
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Damit beginnt die erkennbare Montage der neuen Klappbrücke über die Schlei. Die Schiene-Straße-Brücke im Verlauf der Stecke Kiel – Flensburg mit maßgefertigten Bauteilen soll 2027 in Betrieb gehen.

Vorlandbrücke Nord erfolgreich eingehoben

Die neue Schleibrücke Lindaunis ersetzt das bisherige Bauwerk, muss Bahnverkehr, Kraftfahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger aufnehmen und sich zugleich mehrmals täglich für Schiffe öffnen. Diese Kombination macht das Projekt technisch anspruchsvoll und erfordert eine individuelle Konstruktion. Der Bau liegt nach Angaben der Deutschen Bahn (DB AG) im Zeitplan. Aktuell geht die Bahn von Gesamtkosten in Höhe von rund 246 Mio. Euro aus. Die jetzt eingefügte Vorlandbrücke Nord, der nördliche feste Brückenteil vor dem Klappfeld, wurde bereits am Ufer der Schlei vormontiert und wiegt rund 120 t. Der Schwimmkran „Enak“ konnte sie am 9. Juli 2026 erfolgreich an ihren endgültigen Platz einheben. Der Schwimmkran arbeitete so, dass Schiffe passieren konnten und die provisorische Fußgängerbrücke nutzbar blieb. 

Nun laufen die Arbeiten am Unterbau der übrigen Brücke weiter: Die Montage der Vorlandbrücke Süd und der Klappbrücke werden am Ufer der Schlei fortgesetzt, gefolgt vom Einbau der Lager und Hubsysteme. Zum Abschluss entstehen Fahrbahn, Gleis sowie Geh- und Radweg. Die Stahlteile der neuen Brücke werden in Werken in Tschechien und Ungarn gefertigt. Einige Bauteile montieren Fachkräfte direkt auf der Baustelle, andere werden vormontiert angeliefert. Der Einhub der Vorlandbrücke Süd soll im Winter erfolgen.

Stimmen

Ute Plambeck, Konzern-Bevollmächtigte der DB für den Norden, sagte: „Nach den Arbeiten an Land wird mit dem Einhub des Brückenelements nun der erste Teil der eigentlichen Konstruktion sichtbar. Nach Fertigstellung der neuen Brücke wird der Verkehr an der Schlei nachhaltig stabilisiert und entlastet.“ Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU), ergänzte: „Die neue Brücke wird aufgrund wegfallender Umwege die Verkehrsverhältnisse in der Region deutlich verbessern, ob für Pendelnde auf Straße oder  Schiene, für den Wirtschaftsverkehr oder Touristinnen und Touristen. Daher ist der Einhub der Vorlandbrücke ein wichtiges Signal für die Region, weil damit der Baufortschritt deutlich sichtbar wird.“

Über das Projekt

Anfang 2023 musste die alte Schleibrücke Lindaunis aufgrund schwerer Schäden für den Zug- und Straßenverkehr gesperrt werden, das Klappteil über die Schlei wurde im April 2023 entfernt. Es wurde durch eine provisorische Fußgängerbrücke ersetzt, die für Schiffe geöffnet werden kann. Südlich und nördlich des Bauwerks entstanden bereits 2022 die provisorischen Haltepunkte Schleibrücke Süd und Schleibrücke Nord, an denen die Züge aus den Richtungen Kiel und Flensburg enden. Zur Weiterfahrt müssen die Fahrgäste die Brücke zu Fuß überqueren und in den jeweils anderen Zug wechseln. Auf der Strecke Kiel – Eckernförde – Süderbrarup – Flensburg ist die NBE nordbahn Eisenbahngesellschaft mbH & Co. KG (nordbahn) mit Stadler FLIRT Akku im Stundentakt unterwegs. Autofahrer müssen weite Umwege über Schleswig und Kappeln in Kauf nehmen.

Text: DB AG/red, Bild: Regionalverkehr

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