
Die Erweiterung der Produktionsanlagen am Konvekta-Standort Schwalmstadt ist Teil einer langfristigen technologischen Ausrichtung auf natürliche Kältemittel, Energie-Effizienz und regulatorische Sicherheit im öffentlichen Verkehr.
CO₂ als natürliches Kältemittel
Gerade im Schienenverkehr werden Heiz- und Klimasysteme über lange Zeiträume geplant, betrieben und instandgehalten. Für Betreiber und Fahrzeug-Hersteller zählt deshalb nicht nur die Leistungsfähigkeit eines Systems, sondern auch seine langfristige Verfügbarkeit, Wartungsfreundlichkeit und regulatorische Sicherheit. Gleichzeitig erhöhen steigende Stromkosten den Druck, den Energiebedarf von Nebenverbrauchern konsequent zu senken. Ein zentraler Faktor ist dabei die Kältemittelfrage. Chemische Kältemittel geraten durch F-Gas-Regulierung und die PFAS-Diskussion (PFAS sind eine große Gruppe von Industriechemikalien, die wegen ihrer Langlebigkeit als Ewigkeitschemikalien bezeichnet werden) zunehmend unter Druck. Für langlebige Schienenfahrzeuge kann dies über den gesamten Lebenszyklus zu Unsicherheiten bei Verfügbarkeit, Service und Betriebskosten führen. CO₂ als natürliches Kältemittel bietet hier eine stabile Alternative: Es ist PFAS-frei, nicht brennbar und besitzt ein Global Warming Potential von 1.
CO₂-basierte Klimasysteme verbinden diese regulatorische Sicherheit mit einem effizienten Betrieb. Durch den Wärmepumpen-Effekt kann deutlich weniger elektrische Energie für Heizen und Klimatisieren benötigt werden als bei rein elektrischen Heizlösungen. Zugleich sind CO₂-Systeme im Wartungs- und Servicealltag gut beherrschbar und reduzieren langfristig den Aufwand im Betrieb.
CO₂-Produktion wurde mehr als verdoppelt
Vor diesem Hintergrund hat Konvekta seine Kapazitäten am Standort Schwalmstadt gezielt erweitert: In den vergangenen zwei Jahren wurde die CO₂-Produktion mehr als verdoppelt. Mit einer zusätzlichen Produktionsstätte entstanden rund 3800 m² neue Fläche, davon etwa 1200 m² Produktionsfläche sowie rund 2600 m² Lager- und Logistikfläche. Parallel wurde auch die Prüfinfrastruktur ausgebaut. Die Anzahl der CO₂-Prüfkammern wurde von drei auf sechs erhöht, um Dichtigkeits- und Funktionsprüfungen unter realitätsnahen Druckbedingungen standardisiert und dokumentiert durchführen zu können.Damit schafft Konvekta die industrielle Grundlage, um wachsende Anforderungen im Bahn- und ÖPNV-Markt zuverlässig zu bedienen.
Text: Konvekta AG/red, Bild: Konvekta AG


