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Infrastruktur

Koralmbahn: Österreichs Süden rückt näher zusammen

In Österreich wurde zum Fahrplanwechsel die 130 km lange Koralmbahn eröffnet: Die Neubaustrecke verkürzt die Fahrzeit zwischen Graz und Klagenfurt von rund drei Stunden auf 41 Minuten.

17. Dezember 2025

Ein Railjet-Zug fährt aus einem Tunnel aus.
Ein ÖBB-Railjet am westlichen Portal des 33 km Koralmtunnels.
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Fast drei Jahrzehnte dauerte es von der Vision bis zur Realisierung – nun ging die neue Koralmbahn von Graz nach Klagenfurt in Betrieb. Im Beisein von Bundespräsident Alexander Van der Bellen wurde die Neubaustrecke im Süden Österreichs am 14. Dezember 2025 feierlich eingeweiht. 

Zwei Städte, ein Fest

Ein Fest, wie es der neuen Strecke gebührt, ging am 14. Dezember 2025 mit tausenden Besuchern an den Hauptbahnhöfen Graz und Klagenfurt über die Bühne. Die offizielle Eröffnung mit Bundespräsident Van der Bellen, Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) und weiteren hochrangigen nationalen und internationalen politischen Vertretern wurde mit Festakten in Graz und Klagenfurt sowie einer Premieren-Zugfahrt gefeiert. Am Nachmittag konnten die ersten Fahrgäste, die ein Ticket für eine Sonderfahrt ergattert hatten, das neue Angebot testen: Stündliche Sonderzüge ermöglichten ein Pendeln zwischen den Veranstaltungen an den beiden Hauptbahnhöfen. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) hatten für die Besucher ein abwechslungsreiches Info- und Entertainment-Programm zusammengestellt. Bundespräsident Van der Bellen sagte: „Die Eisenbahn hat im 19. Jahrhundert Europa revolutioniert: Sie beschleunigte den Warentransport, förderte Handel und Industrie und ließ Städte wie Linz, Graz oder Villach wachsen. Mit der Koralmbahn setzen wir diese Erfolgsgeschichte fort – mit Optimismus in eine glänzende Zukunft.“ ÖBB-CEO Andreas Matthä ergänzte: „Mit dem Start der Koralmbahn eröffnen wir nicht nur eine neue Strecke, sondern schreiben ein neues Kapitel in der Geschichte der österreichischen Bahn. Heute beginnt das Zeitalter, in dem Österreichs Süden näher zusammenrückt als je zuvor.“

Groß, größer, Koralmbahn!

Mit einer Länge von 130 km ist die Koralmbahn die größte neu errichtete Bahnstrecke Österreichs seit mehr als 100 Jahren. Im Verlauf der zweigleisigen Strecke, die mit bis zu 250 km/h befahren werden kann, liegen insgesamt zwölf Tunnel mit einer Gesamtlänge von 50 km. Herzstück ist der 33 km lange Koralmtunnel, der sechstlängste Eisenbahn-Tunnel der Welt. Verbaut wurden 290 km Gleise und rund 100 Hightech-Weichen. An der Strecke, die mit dem European Train Control System (ETCS) ausgestattet ist, liegen außerdem 100 Brücken und 23 Bahnhöfe. Insgesamt wurden rund 5,9 Mrd. Euro in den Bau investiert. Die EU hat das Projekt mit mehr als 600 Mio. Euro mitfinanziert, darunter 543 Mio. Euro aus dem Aufbauplan NextGeneration EU.

Schneller unterwegs

Die Koralmbahn ist ein zentraler Baustein des Trans-Europäischen Verkehrsnetzes: Als Teil des Baltisch-Adriatischen Korridors trägt sie dazu bei, die Häfen in Polen mit den Häfen in Italien, Slowenien und Kroatien zu verbinden. Außerdem entsteht durch die neue Strecke der urbane Ballungsraum Graz-Klagenfurt mit rund 1,1 Mio. Einwohnern und 500.000 Berufstätigen. Beeindruckend sind die neuen Reisezeiten: Die Fahrzeit zwischen Graz und Klagenfurt verkürzt sich von rund drei Stunden mit der Bahn bzw. zwei Stunden mit dem Bus auf sensationelle 41 Minuten mit der schnellsten ÖBB-Verbindung, dem Railjet Xpress. Zwischen den beiden Städten werden täglich 29 Züge angeboten. Auch die Fahrzeit zwischen Wien und Klagenfurt verringert sich merklich auf rund drei Stunden, und Verbindungen über Klagenfurt hinaus in Richtung Italien (Triest, Venedig) werden deutlich attraktiver. 

Text: ÖBB/red, Bild: ÖBB/Harald Eisenberger

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