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Technik

MAN investiert 300 Mio Euro in Service-Netzwerk

MAN Truck & Bus SE will bis 2030 rund 300 Mio. Euro in den Ausbau und die Weiterentwicklung seines europäischen Servicenetzes investieren. Es ist die bisher größte Investition dieser Art von MAN.

11. März 2026

Zwei Personen stehen vor einem angehobenen LKW:
Künftig sollen die Wege für die Kunden in die Werkstätten noch kürzer werden.
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Der Bus- und LKW-Hersteller will damit in Europa neue Stützpunkte schaffen, vorhandene Standorte modernisieren, die regionale Abdeckung optimieren, die Qualität im Service weiter verbessern und das Netz so auch weiter mit Hochdruck für Elektromobilität fit machen. 

Ganz nah an den Kunden sein

MAN verfügt bereits heute über ein starkes Netz an Service- und Vertriebsstandorten: Europaweit gibt es rund 1200 MAN-eigene und Partner-Betriebe mit zirka 7000 Beschäftigten. MAN-Kunden steht europaweit rund um die Uhr, jeden Tag in der Woche zuverlässige Unterstützung bereit. Über den Pannen- und Mobilitätsdienst MAN Mobile24 sorgen mehr als 2000 MAN-Servicestützpunkte und Kooperationspartner für eine nahtlose Betreuung. In Deutschland beispielsweise hat MAN bereits heute das größte herstellereigene Servicenetz mit mehr als 340 eigenen und Partner-Servicestandorten. „Eine starke Marke braucht ein starkes Servicenetz. Das haben wir – und wir machen es jetzt noch stärker“, sagte Friedrich Baumann, Vorstand für Sales und Customer Solutions bei MAN. Baumann: „Das Nutzfahrzeug-Geschäft ist im Vergleich zum Pkw deutlich komplexer und service-intensiver. Die tägliche Verfügbarkeit der Fahrzeuge ist für unsere Kunden essenziell wichtig. Um erfolgreich zu sein, müssen wir ganz nah an unseren Kunden sein und einen top Service bieten.“

Kürzere Wege 

Künftig sollen beispielsweise die Wege für die Kunden in die Werkstätten noch kürzer werden. Ziel ist, dass künftig fast 80 % der Kunden eine Fahrzeit unter 30 Minuten zum nächsten MAN-Servicestandort haben. Zu den wichtigsten Märkten, in denen das Ziel vorrangig und vor 2030 erreicht werden soll, gehören Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie unter anderem Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, Polen und die Türkei. In einzelnen besonders Logistik-intensiven Regionen soll das Ziel unter anderem auch durch das Schaffen neuer Stützpunkte erreicht werden. „In diesen Ländern eröffnen wir im Schnitt pro Jahr sieben neue Niederlassungen“, so Baumann. 

Fit für nachhaltige Mobilität 

Die Vertriebs- und Servicestandorte macht MAN zudem auf allen Ebenen mit Hochdruck weiter fit für nachhaltige Mobilität. Bereits 2026 sollen zwei von drei Stützpunkten für die E-Mobilität vorbereitet sein. Rund ein Drittel der geplanten Investitionen von insgesamt rund 300 Mio. Euro fließen darum in E-Mobilität und Digitalisierung. Das umfasst ein Bündel an Maßnahmen: 

  • Handel und Service in Europa werden geschult – rund 8000 Beschäftigte vom Vertriebsmitarbeiter bis hin zum Hochvolt-Mechaniker erhalten weitere intensive Trainings zum Thema E-Mobilität. In Deutschland beispielsweise wird im Rahmen des Investitionsprogramms das Budget für weitere Schulungen im Bereich E-Mobilität verdoppelt. 
  • Europaweit sind bereits mehrere MAN-eigene Batterie-Reparaturzentren in Betrieb – unter anderem in Deutschland, Spanien, Belgien, Österreich und Italien. Österreich agiert dabei als Hub für die Nachbarländer Tschechien, Slowakei und Ungarn. Weitere Länder werden innerhalb der nächsten Monate angebunden. Über Partner gilt dies auch bereits für Schweden und zeitnah in den Niederlanden. Bis 2030 ist geplant, das Netz an Batteriereparatur-Zentren weiter zu verdichten sowie alle europäischen Märkte zu erschließen.
  • Im Rahmen der Kooperation mit dem Energieunternehmen E.ON werden eine Vielzahl von MAN-Service-Niederlassungen mit öffentlich zugänglichen Ladepunkten für Elektro-Lkw ausgestattet. Insgesamt umfasst die Kooperation bis zu 400 Ladepunkte an bis zu 170 Standorten in Europa, davon bis zu 125 allein in Deutschland. 
  • Der weitere Ausbau von Photovoltaikanlagen in den MAN-Niederlassungen ist zusammen mit dem flächendeckenden Einbau von LED-Beleuchtung und modernsten Heizsystemen ein wichtiger Schritt Richtung Nachhaltigkeit.
  • Die Digitalisierung der Werkstattprozesse wird weiter konsequent vorangetrieben. Serviceberater und Monteure wurden bereits mit iPads ausgestattet, um Serviceaufträge, Dokumentationen und Kommunikation digital abzuwickeln. Zudem sollen App-Lösungen und KI die durchgängige Digitalisierung des Werkstattbesuchs unterstützen und für effizientere Abläufe, höhere Transparenz und eine verbesserte Servicequalität für die Kunden sorgen.

Text: MAN Truck & Bus/red, Bild: MAN Truck & Bus

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