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Infrastruktur, Mobilität

Neuer Landesnahverkehrsplan für RLP

Nach Zustimmung der beiden Zweckverbände kann der Landesnahverkehrsplan (LNVP) für Rheinland-Pfalz erlassen werden – der ÖPNV wird einheitlicher in den Standards, barrierefreier und sicherer.

11. Dezember 2025

Ein Zug hält an einem Bahnsteig.
Ein Triebzug der Mittelrheinbahn legt auf der Fahrt von Mainz nach Köln einen Zwischenstopp in Oberwesel ein.
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Der Landesnahverkehrsplan (LNVP) ist auf dem Weg: Nachdem die beiden Zweckverbände – der ZÖPNV Süd und der SPNV Nord – zugestimmt haben und sich das rheinland-pfälzische Kabinett noch einmal mit dem LNVP befasst hat, kann der Nahverkehrsplan als Rechtsverordnung erlassen werden. 

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„Mit dem Landesnahverkehrsplan bewegt sich Rheinland-Pfalz – trotz der schwierigen finanziellen Herausforderungen bundesweit – einen großen Schritt auf die Mobilität der Zukunft zu“, erklärte Mobilitäts- und Klimaschutzministerin Katrin Eder (Die Grünen) am 10. Dezember 2025 in Mainz. Eder weiter: „Das Landesangebot aus Schiene und Regionallinien erhält eine sichere Perspektive. Der ÖPNV wird insgesamt qualitativ verbessert, einheitlicher in Standards und Design, barrierefreier und sicherer. Damit erhält das ohnehin schon gute Angebot in Rheinland-Pfalz einen weiteren Schub in Richtung Qualität und Klimafreundlichkeit.“ Rheinland-Pfalz ist laut Eder das einzige Bundesland, das einen LNVP erstellt hat, der die Belange von Bus- und Bahnverkehr übergreifend bearbeitet. Dietmar Seefeldt, Verbandsvorsteher des ZÖPNV Süd, ergänzte: „Mit der Feststellung, dass das Land die Mittel zur Finanzierung des Schienenverkehrs sowie der regionalen Busverkehre in Rheinland-Pfalz zur Verfügung stellt, besteht eine belastbare Grundlage für die Weiterentwicklung der Schienen- und Busangebote. Land und Kommunen ziehen über die beiden Zweckverbände institutionell, konzeptionell und finanziell an einem Strang. Alle Partner sind in einer gemeinsamen Verantwortung. Dies ist das Fundament für den weiteren gemeinsamen Weg beim Ausbau des ÖPNV auf Straßen und Schienen.“

Die Inhalte des LNVP im Überblick

  • Regionale Linien und der Verkehr auf der Schiene, die das Land in der Fläche miteinander verbinden, werden erhalten und gesichert. Demnach werden die Verkehre, die schon heute zu 100 Prozent durch das Land getragen werden, als Mindestbedienangebot im Rahmen der Pflichtaufgabe definiert. Dies sind die Nahverkehre auf der Schiene und die regionalen Verkehre im Bereich des Busses. Damit wurde eine Lösung gefunden, die sowohl bei den Kommunen als auch beim Land keine Mehrkosten auslöst und zugleich das gute Qualitätsniveau dauerhaft sichert. Das schafft Stabilität und Planungssicherheit. 
  • Mit einer landesweit flächendeckenden und einheitlichen Erfassung der Fahrgastzahlen wird die Basis für eine effiziente und bedarfsgerechte Verkehrsplanung gelegt.
  • Der LNVP schafft klare und einheitliche Strukturen innerhalb des ÖPNV in Rheinland-Pfalz. Verbundgrenzen werden dadurch ein Stück weit überwunden. 
  • Der ÖPNV in Rheinland-Pfalz wird einheitlicher und damit wiedererkennbarer. Das umfasst eine landesweit einheitliche Formensprache im Design der Züge und Busse bis hin zu den Fahrkartenautomaten, betrifft aber auch Nutzerstruktur bei Onlineportalen.
  • Durch ein landesweites einheitliches Management werden Schwachpunkte im Fahrplan leichter identifiziert. Das gilt auch für Probleme beim Umstieg vom Zug auf den Bus. Einheitliche Regelungen definieren zum Beispiel, wie lange etwa ein Anschlussbus bei einer Verspätung wartet.
  • Der LNVP definiert und empfiehlt mit Blick auf die Barrierefreiheit einheitliche Ausbaustandards für Bushaltestellen in Rheinland-Pfalz. Hier sind im Doppelhaushalt 2025/26 erstmals zusätzlich rund 15 Mio. Euro vorgesehen, die vor allem für den barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen eingeplant sind.
  • Zudem erhält der LNVP einen Schlüssel, wie die im §16 Absatz 5 Nahverkehrsgesetz verankerte Mitfinanzierung des Landes bei den lokalen Verkehren umgesetzt werden kann. Im Doppelhaushalt 2025/26 sind hierfür 15 Mio. Euro jährlich zur Mitfinanzierung der lokalen Verkehre eingestellt, aufaddiert also 30 Mio. Euro. 

Umfassende Investitionen

Insgesamt wendet das Mobilitätsministerium im Zuge des LNVP in den Haushaltsjahren 2025 und 2026 rund 60 Mio. Euro auf. Schon in der Vergangenheit wurden die gefahrenen Bus-km auf den vom Land finanzierten regionalen Linien, das Rückgrat des straßengebundenen ÖPNV, von einer Million im Jahr 2016 auf rund 33 Mio. im Jahr 2024 gesteigert. „2025 werden wir dafür 88,7 Mio. Euro und 2026 sogar 116,4 Mio. Euro aufwenden“, erläuterte Mobilitätsministerin Eder. In Rheinland-Pfalz verbinden derzeit 142 regionale Buslinien, zu 100 % vom Land gefördert, die Regionen.

Im Jahr 2016 wurden im SPNV etwa 38 Mio. Zug-km pro Jahr gefahren. 2024 konnten bereits rund 42 Mio. Zug-km verzeichnet werden. „Gleichzeitig treiben wir die Reaktivierung von Schienenstrecken voran: Acht für den öffentlichen Verkehr nicht mehr genutzte Bahnstrecken werden in Planungsphase 1 und 2 überführt. Wir stärken damit die Regionen in Rheinland-Pfalz und verbinden Stadt und Land miteinander, ganz im Sinne des Landesnahverkehrsplans“, so die Ministerin weiter. Eder abschließend: „Die Landesmittel für den ÖPNV wurden im Doppelhaushalt 2025/26 für jedes Jahr um jeweils über 190 Mio. Euro erhöht. Das war ein ungeheurer Kraftakt und stellt einen großen Erfolg dar.“

Dies alles geschieht vor dem Hintergrund deutlich anwachsender Kosten. Im Bereich Schiene stiegen die Kosten in den vergangenen Jahren jährlich um durchschnittlich mehr als 10 %. Der Kilometerpreis bei Neuvergaben von Busverträgen ist seit 2021 um rund ein Drittel angestiegen. Trotzdem ist es gelungen, mit dem LNVP das gute Angebot in der Fläche abzusichern. 

Text: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität (MKUEM)/red, Bild: Regionalverkehr

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