
Der VRR unterstützt die NIAG beim Erwerb von 22 Elektrobussen für die neuen XBus-Linien X25 und X31. Am 2. Oktober 2026 übergaben Oliver Wittke, Vorstandssprecher des VRR, und Landrat Christoph Gerwers (CDU), VRR-Verbandsvorsteher, die Förderbescheide an die NIAG-Vorständin Patricia Pardulla.
Neue Verbindungen am Niederrhein
Für die X25 erhält die NIAG eine Zuwendung in Höhe von 11,52 Mio. Euro zur Beschaffung von 16 Elektro-Gelenkbussen. Weitere 4,5 Mio. Euro stellt der VRR für sechs E-Solobusse auf der Linie X31 bereit. Die neue X25 verbindet künftig Emmerich am Rhein, Kleve und Kranenburg mit dem niederländischen Nijmegen, die Fahrleistung liegt bei rund 930.000 km pro Jahr. Rund 72 % der Leistungen werden in Nordrhein-Westfalen erbracht. Die X31 schafft eine neue Verbindung zwischen Kevelaer, Sonsbeck und Xanten. Hier sollen rund 340.000 km jährlich erbracht werden. Nach derzeitigen Planungen werden beide Linien im Dezember 2027 den Betrieb aufnehmen. „Mit der Förderung ermöglichen wir ein attraktives und zugleich klimafreundliches Mobilitätsangebot für die Menschen am Niederrhein“, sagte VRR-Vorstandssprecher Wittke bei der Übergabe des Förderbescheids. „Die neuen XBus-Linien verbinden SPNV-Achsen, schließen Lücken im regionalen Verkehrsnetz zwischen Kommunen und binden Kommunen schneller an den Schienenverkehr an. “
Lokal emissionsfrei und komfortabel unterwegs
Die neuen Fahrzeuge werden ausschließlich batterie-elektrisch angetrieben und sind damit im Betrieb lokal emissionsfrei. Sie werden zugleich dem gehobenen XBus-Standard entsprechen und den Fahrgästen auch auf längeren Strecken einen hohen Reisekomfort bieten. „Mit den 22 neuen Bussen nimmt der Umbau unserer Flotte weiter spürbar Fahrt auf: Der E-Bus-Bestand bei NIAG und LOOK wächst in den kommenden beiden Jahren auf rund 50 % der gesamten Flotte an“, sagte NIAG-Vorständin Pardulla. „Gleichzeitig ertüchtigen wir unsere Betriebshöfe in Kleve und Geldern mit moderner Ladeinfrastruktur. So schaffen wir am Niederrhein eine zukunftsfähige, klimafreundliche Mobilität mit hohem Fahrgastkomfort.“
Direkte Verbindung zur Bahn
Der VRR, das Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen sowie die Verkehrsverbünde Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und go.Rheinland hatten sich darauf verständigt, noch verfügbare Fördermittel nach §12 ÖPNVG NRW für eine Erweiterung des regionalen Schnellbus-Angebotes einzusetzen. „Das Land fördert den Ausbau bis 2032 mit bis zu 140 Mio. Euro“, erklärte Udo Sieverding, Abteilungsleiter Mobilität der Zukunft, Radverkehr und ÖPNV im Verkehrsministerium. „Viele Orte bekommen so erstmals eine direkte Verbindung zur Bahn. Wer zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt fährt, kann sich auf den Bus verlassen. Zudem fahren die Busse künftig mit Strom oder Wasserstoff und damit klimafreundlich.“
Text: VRR/red, Bild: VRR


