
DB InfraGO hat den viergleisigen Ausbau der Strecke Nürnberg – Bamberg abgeschlossen. Der Abschnitt gehört zur Schnellfahrstrecke (SFS) München – Berlin und zählt mit durchschnittlich 350 Zügen pro Tag zu den meistbefahrenen Strecken in Bayern. Bund, Freistaat Bayern, Kommunen und DB investierten rund 2 Mrd. Euro in den Ausbau der Gleise und Anlagen. Damit ist ein weiterer Teil des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit (VDE 8.1) fertiggestellt.
Mehr Stabilität und pünktlichere Züge
Seit 2021 hat die Bahn unter anderem 40 km neue Gleise und 45 km Oberleitungen gebaut sowie neue Lärmschutzwände errichtet. Die Bahnsteige an den Stationen Hirschaid und Strullendorf sind barrierefrei erreichbar, ab Herbst auch an der Station Buttenheim. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) sagte am 19. September 2025 zur Eröffnung: „Der Ausbau dieses 52 km langen Abschnitts ist weit mehr als ein regionales Projekt und technisches Upgrade. Er ist ein Schlüsselelement für ein leistungsfähiges, zuverlässiges Bahnnetz überall in Deutschland.“ Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG, erläuterte: „Der viergleisige Ausbau ermöglicht mehr Stabilität und pünktlichere Züge, da die schnellen von den langsameren Verkehren getrennt werden können.“ Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) ergänzte: „Wir feiern nicht nur die Fertigstellung eines Bauabschnitts. Der Lückenschluss hier ist Symbol für unsere Anstrengungen, die Schiene in Deutschland leistungsfähig, modern und zukunftsfest zu machen. “
Verbesserungen im Nahverkehr
Der viergleisige Ausbau hat schrittweise Verbesserungen für die Fahrgäste im Nah- und Fernverkehr ermöglicht: So fährt der Franken-Thüringen-Express im Abschnitt Nürnberg – Bamberg bereits seit Dezember 2023 täglich von 5 bis 22 Uhr im 30-Minuten-Takt in beiden Richtungen. Zudem verknüpft seit Juni 2024 der mit bis zu 190 km/h schnellste länderverbindende Regionalzug Deutschlands die fränkische Metropole Nürnberg mit der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt in knapp zwei Stunden. Fahrgäste der S-Bahn Nürnberg profitieren seit 2024 vom neuen S-Bahn-Haltepunkt Forchheim Nord und bereits seit 2023 von zwölf zusätzlichen S-Bahn-Verbindungen zwischen Forchheim und Erlangen.
Erweitertes Fernverkehrs-Angebot
Auch im ICE-Verkehr ist das Angebot stetig erweitert worden. Auf der Strecke München – Berlin sind zwischen Nürnberg und Erfurt inzwischen täglich 31 ICE-Züge je Richtung unterwegs, rund die Hälfte davon sind Sprinter. Davon profitiert auch die Region: In Bamberg halten pro Tag rund 30 ICE und verbinden die Stadt direkt mit Berlin, Hamburg oder München. 2024 nutzten im Vergleich zum Fahrplanjahr 2017, bevor die neue SFS München – Berlin eröffnet wurde, dreieinhalb Mal so viele Fahrgäste die ICE-Verbindung zwischen den beiden Städten. Der Marktanteil der Bahn zwischen Isar und Spree beträgt im Vergleich aller Verkehrsmittel heute rund 70 %.
Weitere Planungen
Für eine zukunftsfähige Infrastruktur wird der Bahnausbau in der Region auch in den nächsten Jahren weitergehen. So laufen aktuell die Planungen für einen Güterzugtunnel in Fürth, den S-Bahn-Ausbau Fürth–Eltersdorf sowie die Erweiterung des Bahnknotens Bamberg.
Text: DB AG/red, Bild: Deutsche Bahn AG Daniel Karmann


