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Messen, Technik

ÖBB: 100 modifizierte Mireo-Triebzüge

Siemens Mobility liefert 100 Mireo-Triebzüge für den Regional- und Fernverkehr an die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Eines der weiterentwickelten Fahrzeuge hat auf der InnoTrans 2026 Premiere.

21. September 2026

Ein Triebzug steht neben Lokomotiven auf einem Messegelände.
Auf der InnoTrans 2026 ist ein vierteiliger Mireo für die ÖBB im vornehmen railjet-Design für den Fernverkehr zu sehen.

Die ÖBB haben bei Siemens Mobility insgesamt 100 modifizierte Elektrotriebzüge des Typs Mireo bestellt. Die ersten Einheiten sollen ab Ende 2027 ausgeliefert werden. Auf dem Freigelände ist eine vierteilige Einheit im railjet-Design für den Fernverkehr zu sehen – der Zug steht neben weiteren Siemens-Neuheiten, darunter der Vectron X und Vectron Dual Mode X, auf der Gleisharfe am „hub27“.

Breitere Wagenkästen mit separaten Drehgestellen

Im Januar 2024 und Februar 2025 hatten die ÖBB in zwei Tranchen 70 bzw. 30 Triebzüge aus einer Rahmen-Vereinbarung mit Siemens Mobility geordert. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um eine weiterentwickelte Version der bekannten Mireo-Elektrotriebzüge. Speziell für die ÖBB sind die Wagen im Vergleich zu den bisherigen Einheiten einige Zentimeter breiter. Zudem hat der Hersteller die Fahrzeuge erstmals als Einzelwagen-Konzept mit klassischen Drehgestellen konzipiert. Bei den bisherigen Varianten waren die Wagen stets mit Jakobs-Drehgestellen untereinander verbunden. Die Fahrzeuge für die ÖBB sind bis zu 160 km/h schnell und verfügen unter anderem über Klimaanlagen, WLAN, barrierefreie Einstiege, Steckdosen an den Sitzen, Ski- und Snowboard-Halterungen sowie Mehrzweckbereiche für Rollstuhlfahrer und Reisende mit Kinderwagen oder Fahrrad. Die Türen lassen sich mit Leuchtdrucktastern von EAO öffnen.

Die ersten 70 Einheiten setzen sich aus elf drei- und 28 vierteiligen Nahverkehrszügen sowie 31 vierteiligen railjet-Fernverkehrszügen zusammen. Die Dreiteiler sind 73 m lang, die Vierteiler 106 m. Bei der zweiten Bestellung handelt es sich um 25 drei- und fünf vierteilige Züge für den Nahverkehr. 

Nachhaltige Konstruktion

Für Nachhaltigkeit sorgen die Leichtbauweise, der daraus resultierende niedrige Energieverbrauch sowie der Einsatz von Klimaanlagen mit natürlichem Kältemittel und einer Wärmepumpen-Funktion. Die Triebzüge sind durch ihren geringen Energieverbrauch besonders umweltfreundlich. Die Wagenkästen sind aus Aluminium gefertigt. Auch bei den Fahrwerken des Typs SF7500 kommt eine neue Leichtbau-Technologie zum Einsatz: Diese sind gewichts- und platzsparend innengelagert ausgeführt. Der auf diese Weise gewonnene Raum wird genützt, um andere Fahrzeug-Komponenten unter den Wagen zu verlagern. Mehrere der Drehgestelle werden mit Hochleistungs-Fahrmotoren angetrieben, die für eine flotte Beschleunigung sorgen. 

Mehr über die InnoTrans-Neuheiten von Siemens Mobility und weiteren Herstellern lesen Sie in Regionalverkehr 6-2026: Das Heft erscheint am 30. Oktober 2026 und ist im Bahnhofsbuchhandel erhältlich. Alternativ können Sie Regionalverkehr auch im Print- oder E-Paper-Abo beziehen.

Text: Siemens Mobility/red, Bild: Regionalverkehr

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