
Mit der Zusammenlegung entstehen aus präzisen Zustandsdaten klare Grundlagen für gezielte Instandhaltung. Die Plasser & Theurer Group schafft auf diese Weise einen zentralen Ansprechpartner für die Fahrwegdiagnostik.
Vereinte Kompetenz für die Fahrweg-Diagnostik
Steigende Netzauslastung, kürzere Sperrpausen und wachsende Anforderungen an Verfügbarkeit und Sicherheit machen die Instandhaltung von Bahn-Infrastruktur zunehmend komplex. Daher führt Plasser Diagnostics die Mess- und Prüf-Kompetenzen der Plasser & Theurer Group zusammen. Das Portfolio reicht von einzelnen Mess- und Prüfsystemen über komplette Ausrüstungs-Lösungen für Messfahrzeuge bis zu voll integrierten Inspektions-Fahrzeugen, Dienstleistungen und Datenlösungen. Als Teil des globalen Vertriebs- und Service-Netzes von Plasser & Theurer werden Kunden weltweit unterstützt. „Mit Plasser Diagnostics bündeln wir unsere Mess- und Prüfkompetenz unter gemeinsamer Verantwortung“, sagte Johannes Max-Theurer, CEO von Plasser & Theurer, am 22. September 2026. „Damit schaffen wir für unsere Kunden einen klaren Zugang zu moderner Fahrwegdiagnostik und verbinden Mess- und Prüf-Technologien, Services und Daten-Lösungen in einem gemeinsamen Angebot.“
Von Daten zu fundierten Entscheidungs-Grundlagen
Das Portfolio von Plasser Diagnostics umfasst unter anderem hochpräzise Messung von Gleisgeometrie und Gleislage, Weichen-Vermessung unter Last und dynamischen Kräften, Video- und Radar-Technologien sowie die zerstörungsfreie Ultraschall-Prüfung von Schienen. Je nach Anwendung und Fahrzeug-Konfiguration erfassen die Systeme den Infrastruktur-Zustand bei Geschwindigkeiten von 0 bis über 300 km/h – im Regelbetrieb, zwischen regulären Zugfahrten, bei Überstellungsfahrten der „gelben Flotte“ oder während Sperrpausen. Die Messung ist dabei der erste Schritt. Informationen aus unterschiedlichen Mess-, Prüf- und Inspektions-Systemen werden zusammengeführt und korreliert, um ein umfassenderes Bild des Infrastruktur-Zustands zu schaffen. So lassen sich sicherheitsrelevante Fehler erkennen, Veränderungen und Verschleiß-Entwicklungen nachvollziehen sowie Instandhaltungs-Maßnahmen gezielter planen und priorisieren.
Echtzeit-Auswertung und KI-gestützte Erkennung machen relevante Informationen bereits während einer Messfahrt verfügbar. Dadurch kann der Infrastruktur-Zustand schneller bewertet und Instandhaltungs-Bedarf früher erkannt werden. Stefan Damm, Managing Director von Plasser Diagnostics, erläuterte: „Mehrwert entsteht, wenn Daten zu besseren Entscheidungen führen. Unsere Kunden wollen wissen, welche Fehler sicherheitsrelevant sind, wie sich der Zustand ihrer Infrastruktur verändert und wo Instandhaltung die Lebensdauer ihrer Infrastruktur-Anlagen verlängern kann. Genau dafür schaffen wir mit Plasser Diagnostics verlässliche Entscheidungs-Grundlagen.“
Diagnostik im großen Maßstab
Eine besondere Stärke von Plasser Diagnostics ist die Verbindung mit der weltweit eingesetzten Plasser-&-Theurer-Maschinenflotte. Intelligent ausgerüstete Instandhaltungs-Maschinen können als zusätzliche Datenquellen dienen. Dadurch lassen sich Zustandsdaten häufiger aktualisieren und für vorausschauende Instandhaltung nutzen.
Launch auf der InnoTrans 2026
Plasser Diagnostics wird auf der InnoTrans 2026 in Berlin am Messestand von Plasser & Theurer vorgestellt. Managing Director Stefan Damm und die Experten von Plasser Diagnostics stehen dort für Fachgespräche rund um Mess-, Prüf- und Diagnose-Technologien für die Bahn-Infrastruktur zur Verfügung. Weitere Infos zu Plasser Diagnostics gibt es hier.
Text: Plasser & Theurer/red, Bild: Plasser & Theurer



