
Mechanisierung, Digitalisierung und Automatisierung erhöhen die Produktivität im Gleisbau erheblich, gleichzeitig nimmt die Nutzung des Schienennetzes weiter zu. Ein integrierter End-to-End-Prozess mit zustandsorientierter Planung, digitaler Arbeitsvorbereitung und weitgehend automatisierter Bauausführung hilft, Verfügbarkeit und Instandhaltung besser auszubalancieren und Kapazitäten effizienter zu nutzen. Der österreichische Gleisbaumaschinen-Hersteller Plasser & Theurer steht dabei mit neuen Lösungen bereit. Kunden profitieren von Full-Service-Angeboten, die regelmäßige Updates, Wartungen und System-Anpassungen umfassen. Plasser & Theurer wird so vom klassischen Lieferanten zum kontinuierlichen Partner im Betrieb und in der Weiterentwicklung der Maschinen-Landschaft.
Standards für Ländercluster in Europa
Auf den Gleisen des Berliner Messegeländes präsentiert der Hersteller zwei Maschinen aus seinem neuen Produkt-Portfolio: die Schotterverteil- und Planiermaschine Plasser BallastMaster 410 und die kontinuierliche 2-Schwellen-Stopfmaschine Plasser UnimatExpress 2X-4×4 Dynamic. Die neuen Maschinenserien wurden gezielt für die hohen normativen Anforderungen des europäischen Marktes konzipiert, wie etwa die Ausrüstung mit ETCS (European Train Control System). Die UnimatExpress-Serie bietet dabei Planungssicherheit unabhängig von der vorhersehbaren Auslastung – Unternehmen in unterschiedlichen Märkten haben das Potenzial dieser vielfältigen Allrounder bereits entdeckt. Der BallastMaster 410 kombiniert „on board“ alle Funktionen für ein wirtschaftliches und ressourcen-schonendes Schotter-Management.
Zehn Jahre E³: Zukunftsweisender Standard
In der Rückschau kann man von einer Pionierleistung sprechen, denn bereits 2015 stellte Plasser & Theurer die Weichen auf E³. Die Entscheidung für alternative Antriebe bei Gleisbaumaschinen hatte drei Zielvorgaben: Economic, Ecologic und Ergonomic – dafür steht E³. Der Technologie-Vorsprung von mehr als zehn Jahren Erfahrung begann mit hochgradig individualisierten Einzellösungen und mündet in ein skalierbares Angebot für emissionsfreie Gleis-Instandhaltung. Seit der InnoTrans 2016 setzt die Krebs Gleisbau AG aus Bern beispielsweise eine Unimat 09-32/4S Dynamic E³ erfolgreich in der Schweiz ein.
Die Elektrifizierung ist ein wichtiger Hebel zur Reduktion bei Lärm und CO₂, aber nicht der einzige. Auch die gezielte Wahl der passenden Maschine und ihr optimaler Einsatz ermöglichen deutliche ökologische und ökonomische Einsparungen. Plasser & Theurer liefert dafür Maschinen, Werkzeuge und Know-how.
Autonome Gleisbaumaschinen
Bereits heute steigern automatisierte Gleisbau-Maschinen Präzision, Effizienz und Prozesssicherheit, während sie Personalaufwand und Fehler-Anfälligkeit reduzieren. Moderne Stopfmaschinen entwickeln sich zu intelligenten, datenbasierten Systemen, die den gesamten Instandhaltungsprozess des Fahrwegs unterstützen. Ziel ist ein vernetztes, autonomes Gesamtsystem, das alle Arbeitsschritte integriert, dokumentiert und mit minimalem Personaleinsatz ausführt. Plasser & Theurer verfolgt mit der Vision der vollautonomen Gleisbaumaschine einen ganzheitlichen Ansatz, um Bahninstandhaltung nachhaltiger, sicherer und effizienter zu machen.
Von der Forschung zur marktfähigen Technologie
Auf Basis umfassender Grundlagen-Forschung und eines strukturierten Entwicklungs-Prozesses entstand Plasser TampingControl – ein System, das den Stopfprozess durch sensorbasierte Echtzeitmessung, automatische Anpassung der Stopfparameter und kontinuierliche Qualitätskontrolle des Schotterzustands optimiert. Die Technologie steigert die Gleislagequalität, entlastet das Bedienpersonal und ermöglicht gezielte Instandhaltungs-Maßnahmen. Nach erfolgreicher nationaler und internationaler Erprobung ist das System heute weltweit bereits auf über 30 Stopfmaschinen im Einsatz.
Retrofit für ältere Maschinen
Maschinen mit rund 30 Jahren Einsatzzeit haben immer noch ein erstaunliches Leistungspotenzial. Gerade wenn der Markt boomt, ist es sinnvoll, die Leistungsreserven einer Flotte zu nutzen. Der Schlüssel dazu ist das Original-Retrofit von Plasser & Theurer, das eine Verlängerung der Lebenszeit um bis zu 15 Jahre ermöglicht. Zudem kann es die Maschine durch Upgrades für höherwertige Anforderungen ertüchtigen. Die Grenze, die dabei nicht überschritten wird, sind Vorgaben in der Zulassung: Nach dem Retrofit sind die Maschinen sofort wieder im Einsatz.
Verschleiß neu gedacht
Die schotterführenden Teile von Bettungsreinigungs-Maschinen wie Räumketten und Aushubkanäle sind höchsten mechanischen Belastungen ausgesetzt. Neue Materialien für erforderliche Verschleißteile können die Life Cycle Costs deutlich senken. In Kombination mit den Sets für Verschleißbleche eröffnen sich neue wirtschaftliche Optionen. Um das Leben der Aushubketten zu verlängern, bietet Plasser & Theurer eine grundlegende Überholung. Dabei werden Büchsen in die Zwischenglieder eingesetzt und hoch beanspruchte Bereiche der Schaufeln gepanzert. Das Ergebnis sind eine deutlich längere Lebensdauer der Aushubkette sowie erhebliche Einsparungen bei Kosten und CO₂-Emissionen.
Text: Plasser & Theurer/red, Bild: Plasser & Theurer


