
SPITZKE, eines der führenden deutschen Bahnbau-Unternehmen, erweitert seine Maschinenflotte umfassend und vergibt einen großen Auftrag an Plasser & Theurer. Dieser umfasst modernste Maschinen für die Instandhaltung des gesamten Eisenbahn-Fahrwegs.
Leistungsstarke Maschinen für breites Einsatzspektrum
Mit der Investition setzt SPITZKE auf die technologische Kompetenz und Erfahrung des bekannten Gleisbau-Maschinen-Herstellers aus Österreich. Beide Unternehmen verbindet eine jahrzehntelange Partnerschaft, die von zahlreichen erfolgreich eingesetzten Maschinen und Systemlösungen geprägt ist. Der aktuelle Auftrag umfasst Maschinentypen für die Herstellung der korrekten Gleislage von Strecken und Weichen, für die Instandhaltung und Bearbeitung des Schotteroberbaus sowie für den Bau und die Wartung von Oberleitungsanlagen. Bestellt sind eine Hochleistungs-Bettungsreinigungs-Maschine RM 900, fünf Materialförder- und Siloeinheiten MFS 120 SC, eine Universal-Stopfmaschine Unimat 09-4×4/4S Dynamic, eine Universal-Schotterverteil- und Planiermaschine USP 2010 SWS sowie zwei Oberleitungsbau- und Instandhaltungs-Maschinen MTW 100.216.
Die neuen Maschinen und ihre Funktionen
- Die RM 900 ermöglicht eine effiziente Bettungsreinigung – auch auf Hochleistungsstrecken – in kurzen oder nächtlichen Sperrpausen außerhalb der Betriebszeiten. Integrierte Zusatzfunktionen wie Stopfaggregat, Kehranlage und Neuschotterzufuhr reduzieren Schnittstellen und steigern die Wirtschaftlichkeit. Zwei Exzenter-Siebanlagen sorgen für hohe Arbeitsleistung und trennen hochwertigen Schotter von Verunreinigungen. Eine Schotter-Aufbereitungsanlage schärft abgerundetes Korn nach und stellt die für eine stabile Gleislage erforderlichen Kontaktflächen des Schotters wieder her.
- Die MFS 120 SC arbeiten im Verbund mit der Reinigungsmaschine RM 900 und übernehmen die Materiallogistik direkt am Baugleis. Sie sorgen für eine effektive Schotterzufuhr sowie den Abtransport von Aushubmaterial und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Lkw-Transporten und CO₂-Emissionen. Ein schwenkbares Übergabeförderband erlaubt das seitliche Entladen von Schüttgut.
- Mit der Universalstopfmaschine Unimat 09-4×4/4S Dynamic erhält SPITZKE ein bewährtes Hochleistungswerkzeug für die Bearbeitung von Streckengleisen und Weichen. Moderne Mess- und Stabilisationstechnik sorgt für hohe Gleislagequalität und reduziert betriebliche Einschränkungen nach der Instandhaltung.
- Der Schotterpflug USP 2010 SWS ermöglicht die präzise Verteilung und Profilierung des Schotters in Gleisen und Weichen. Der integrierte Silo erlaubt die gezielte Wiederverwendung vorhandenen Schotters und unterstützt eine ressourcenschonende Instandhaltung. Das Maschinenkonzept stellt die technologisch richtige Arbeitsfolge in einem Durchgang sicher.
- Die MTW 100.216 ergänzen schließlich die Flotte im Bereich Oberleitungsbau und -instandhaltung. Die umfangreiche Ausrüstung, zum Beispiel Hubarbeitsbühne und Kran, erlaubt ein breit gefächertes Einsatzspektrum – von Neubau und Modernisierung bis zur Inspektion und Instandhaltung der Oberleitung. Der Eigenfahrantrieb ermöglicht dabei hohe Flexibilität und Reichweite, auch für Interventionen im Störungsfall, und trägt somit zur hohen Netzverfügbarkeit bei.
Zulassung nach dem 4. Eisenbahnpaket
Mit der Anschaffung der neuen Maschinen investiert SPITZKE gezielt in die Zukunft. Alle Maschinen werden für eine Zulassung gemäß dem 4. Eisenbahnpaket ausgelegt – damit erfüllen sie die strengen normativen Vorgaben sowie die erhöhten Sicherheits-Anforderungen. Die Neuzugänge stärken die Leistungsfähigkeit, erhöht die Effizienz auf der Baustelle und tragen zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Bahninfrastruktur in Deutschland und Europa bei. Mark Fisher, Chief Technology Officer (CTO) bei SPITZKE SE, freut sich auf des neue Maschinenpaket: „Es ist sowohl eine große Investition in die Zukunft unseres Unternehmens als auch ein klares Commitment zu den künftigen Aufgaben unserer Branche.“ Die stetige Instandhaltung und Instandsetzung der Schienenwege in Deutschland und Europa sei zwingende Voraussetzung für eine nachhaltige Mobilität auf der Schiene und gleichzeitig Basis für die Wettbewerbsfähigkeit der Bahn. Fisher abschließend: „Mit unserem erweiterten Technikpark sind wir optimal aufgestellt.“
Text: Plasser & Theurer/red, Bild: Plasser & Theurer



