
Plasser & Theurer hat am 16. Oktober 2026 im Beisein von Staatssekretär Sepp Schellhorn, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Landesrat Günther Steinkellner und Bürgermeister Dietmar Prammer sein neues Montage- und Inbetriebnahme-Werk in Linz feierlich eröffnet. Mit einem Investitionsvolumen von mehr als 60 Mio. Euro setzt das Familien-Unternehmen ein deutliches Zeichen für den Industriestandort Oberösterreich.
Mehr Platz, kürzere Wege, bessere Abläufe
Auf rund 12.000 m2 werden die Endmontage und die Inbetriebnahme von Gleisbaumaschinen unter einem Dach zusammengeführt. In der Endmontage werden unter anderem Kabel und Schläuche verlegt, Motoren und Tanks eingebaut sowie Kabinen aufgesetzt. Danach folgt die Inbetriebnahme als letzte Etappe des Produktionsprozesses. Dabei wird die Maschine elektrisch, mechanisch und hydraulisch in Betrieb gesetzt – sozusagen „eingeschaltet“ und zum Leben erweckt. Das neue Werk bietet 15 Montageplätze mit jeweils 30 m Länge und 8,5 m Breite. Für die Inbetriebnahme stehen vier Gleise mit insgesamt knapp 330 m Länge zur Verfügung. Erstmals kann damit die gesamte Inbetriebnahme in einer Halle stattfinden. Die Zusammenführung bisher räumlich getrennter Produktionsschritte und die Nähe zu den vorgelagerten Bereichen verkürzen die Transportwege und erleichtern die Abstimmung.
Moderne Infrastruktur für Hightech-Maschinen
Mit dem Bau schafft das Unternehmen moderne Infrastruktur und ausreichend Platz, um seine Maschinen – insbesondere E³-Hochtechnologie-Maschinen mit hybrider Antriebstechnologie zur Reduktion des CO2-Ausstoßes – bestmöglich zu bauen und in Betrieb zu nehmen. Die Kombination von geplanter Photovoltaik-Anlage und Dachbegrünung auf der Halle wird darüber hinaus positive Effekte auf Energieeffizienz und Klima haben. Die Dachbegrünung soll durch die Wärmedämmung temperaturausgleichend wirken, für weniger Energieverbrauch von Klimaanlage und Heizung sorgen und die Luftqualität in der Umgebung verbessern.
80 zusätzliche Arbeitsplätze
Der Hochlauf des Werks erfolgt schrittweise. Bis Jahresende werden rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im neuen Werk arbeiten, 80 Arbeitsplätze werden neu geschaffen. Plasser & Theurer investiert damit in zusätzliche Kapazitäten am Standort Linz. Für den Ausbau sucht das Unternehmen derzeit noch weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, insbesondere Elektriker, Elektrotechniker, Maschinenbauer, Schweißer und Stahlbauschlosser.
Standortbekenntnis trotz schwieriger Rahmenbedingungen
„Wir haben hier nicht nur in eine neue Halle investiert, sondern in die Zukunft unseres Unternehmens und unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte CEO Johannes Max-Theurer im Rahmen der Eröffnungsfeier. Das Familien-Unternehmen glaube an seine Produkte, an seine Belegschaft und an den Standort Österreich – aus dieser Überzeugung habe man diese Investition getätigt. Allerdings müssten die Rahmenbedingungen weiter verbessert werden, so Max-Theurer. „Österreich ist in den vergangenen Jahren stark unter Druck geraten: vergleichsweise hohe Kosten für Energie, hohe Lohnnebenkosten, Fachkräftemangel sowie massiv zunehmende bürokratische Belastungen. Gerade der Wettbewerb auf den Weltmärkten ist für stark exportorientierte Unternehmen wie unseres zuletzt immer härter geworden“, betonte der Unternehmenschef. Die Vertreter von Stadt, Land und Bund freuten sich über die Investitionen des Herstellers. Bürgermeister Dietmar Prammer führte aus: „Plasser & Theurer ist ein Vorzeigeunternehmen für die Innovationskraft und industrielle Stärke unserer Stadt. Die Investition von mehr als 60 Mio. Euro ist gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ein klares Bekenntnis zum Standort Linz und ein wichtiges Signal für die Zukunft unserer Industrie. Besonders freut mich, dass damit 80 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen und neue Perspektiven für Fachkräfte geschaffen werden.“
Text: Plasser & Theurer/red, Bild: Plasser & Theurer


