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Infrastruktur, Technik

RMV: CITYLINK soll Frankfurt (Main) umfahren

Stadler liefert 27 Stadtbahnen des Typs CITYLINK für die Regionaltangente West (RTW) im Rhein-Main-Gebiet. Die vierteiligen Bahnen sind für drei unterschiedliche Bahnsteighöhen ausgelegt.

8. Dezember 2025

Simulation des Inneren einer Stadtbahn für die Regionaltangente West.
Durch große Panoramafenster wirken die Innenräume der neuen RTW-CITYLINK hell und freundlich.
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Der Fahrzeughersteller Stadler hat von der Fahrzeugmanagement-Region Frankfurt RheinMain (fahma), einer Tochter des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV), den Zuschlag für die Lieferung von 27 CITYLINK-Stadtbahnen erhalten. Verkehren werden die Einheiten auf der so genannten Regionaltangente West (RTW), die von Bad Homburg über Frankfurt-Höchst nach Neu-Isenburg führen wird und damit das Zentrum von Frankfurt (Main) entlasten soll. 

Vierteilige Einheiten für bis zu 360 Fahrgäste

Der Auftrag umfasst 27 vierteilige Zweirichtungs-Stadtbahnen des Typs CITYLINK, die speziell für die Anforderungen der RTW neu entwickelt werden. Als Zweisystem-Fahrzeuge können sie sowohl auf Vollbahn- als auch auf Stadtbahn-Strecken verkehren. Die rund 50 m langen Einheiten bieten Platz für etwa 360 Fahrgäste und ermöglichen barrierefreies Reisen an unterschiedlichen Bahnsteighöhen. Dies ist notwendig, da die RTW sowohl die Bahnsteighöhen der Deutschen Bahn (76 und 96 cm) als auch die RTW-eigene Bahnsteighöhe (80 cm) bedienen muss. Die Bahn setzt sich aus zwei längeren Mittelwagen zusammen, die jeweils auf zwei Fahrwerken rollen, sowie aus zwei kürzen Endwagen. Diese haben nur ein Fahrwerk unter dem Kopfende, am anderen Ende liegen sie auf einem der Mittelwagen auf. Die Endwagen verfügen pro Fahrzeugseite jeweils über zwei Doppeltüren mit unterschiedlicher Einstiegshöhe, sodass Rollstuhlfahrer barrierefrei an Bord kommen. Die Mittelwagen sind mit nur einer Doppeltür pro Seite ausgestattet. Vier Doppeltüren pro Fahrzeugseite haben eine Einstiegshöhe von zirka 80 cm über Schienenoberkante (SO). Im Inneren sind die neuen CITYLINK mit Zweier- und Vierer-vis-à-vis-Sitzgruppen, Mehrzweckzonen für Rollstuhlfahrer und Reisende mit Kinderwagen oder Fahrrad sowie großen Infobildschirmen und Klimaanlage ausgestattet.

Wartung und Instandhaltung für 30 Jahre

Die Auslieferung der ersten drei Fahrzeuge zu Test- und Zulassungszwecken ist für Herbst 2028 vorgesehen. Die komplette Flotte soll bis Herbst 2030 bereitstehen. Die vollständige Betriebsaufnahme der RTW ist zum Fahrplanwechsel im Dezember 2030 geplant. Der Vertrag umfasst neben der Lieferung auch die Wartung, Instandhaltung und Ersatzteilversorgung der Fahrzeuge über eine Laufzeit von 30 Jahren. Mit dem CITYLINK setzt Stadler auf eine bewährte Plattform, die für den Mischbetrieb zwischen Stadt- und Regionalverkehr optimiert ist. Auf dem CITYLINK basieren auch die VDV-TramTrains, von denen derzeit bis zu 504 Einheiten für ein Konsortium aus sechs Verkehrsunternehmen in Deutschland und Österreich gefertigt werden, darunter die Saarbahn und die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG).

Kommentare

„Mit der Vergabe der Fahrzeuglieferung und -instandhaltung ist ein weiterer entscheidender Schritt auf dem Weg zur Regionaltangente West gemacht“, sagte RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat, der gleichzeitig auch Geschäftsführer der fahma ist, am 5. Dezember in Frankfurt. „Es sind nun nicht nur die drei Kernabschnitte der Regionaltangente West im Bau, sondern nun ist auch die Entscheidung über die Fahrzeuge gefallen. Damit sind die wichtigsten Grundlagen geschaffen, den vollständigen Fahrbetrieb auf der Strecke der Regionaltangente West Ende 2030 zu starten.“ Iñigo Parra, CEO der Stadler Division Spanien, ergänzte: „Wir freuen uns sehr, dass wir die Fahrzeuge für die Regionaltangente West bauen und unterhalten dürfen. Dies ist ein besonderes Projekt, da es mit Neuentwicklungen verbunden ist, so beispielsweise beim barrierefreien Einstieg an unterschiedlichen Bahnsteighöhen.“

Die Regionaltangente West (RTW)

Die Regionaltangente West (RTW) soll das Rhein-Main-Gebiet – im Gegensatz zu den bestehenden S-Bahn-Linien und vielen Regionalbahnlinien – nicht sternförmig auf Frankfurt ausgerichtet erschließen, sondern tangentiale Verbindungen schaffen, damit Umstiege in der Frankfurter Innenstadt entfallen und Reisezeit zwischen Zielen außerhalb Frankfurts eingespart wird. Außerdem sollen der S-Bahn-Tunnel und der Hauptbahnhof entlastet werden, die jeweils ihre Kapazitätsgrenzen erreicht haben. Die RTW führt von Bad Homburg über Frankfurt-Höchst und den Frankfurter Flughafen nach Neu-Isenburg, Zweigstrecken sollen es nach Bad Soden und Buchschlag geben. Für das Vorhaben werden neue Eisenbahn- und Straßenbahnstrecken gebaut, die geplanten Linien werden aber auch auf vorhandener Infrastruktur verkehren. Zwölf bestehende S-Bahn-Stationen sollen angefahren werden, darunter Frankfurt-Höchst und Flughafen Frankfurt Regionalbahnhof (mehr zur Regionaltangente West hier).

Text: Stadler/red, Bild: Stadler

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