
Insgesamt werden die SWM und MVG bis Dezember 2026 zehn neue Gleiskraftwagen des Herstellers Robel Bahnbaumaschinen vom Typ RORUNNER Level 3 E³ sowie acht dazu passende Anhänger in Betrieb nehmen. Die ersten Einheiten gehen bereits in den nächsten Wochen in Betrieb, derzeit finden Schulungsfahrten im Netz statt.
Mehr Flexibilität und Leistung
Die zehn RORUNNER-Gleiskraftwagen in leuchtendem Orange sind symmetrisch aufgebaut: Mittig ist die geräumige und klimatisierte Fahrerkabine angeordnet, die genügend Platz für weiteres Personal bietet, auf beiden Seiten der Kabine befinden sich Ladeflächen. An beiden Fahrzeugenden sorgt jeweils ein Kran mit einem 11 m langem Ausleger für die schnelle Be- und Entladung. Beide Kräne können unabhängig voneinander bedient werden. Die Gleiskraftwagen sind vierachsig und werden vor allem für Bauarbeiten im Gleis und Logistikfahrten eingesetzt. Hinzu kommen insgesamt acht Anhänger, davon zwei vierachsige, die vorrangig für Logistikfahrten eingesetzt werden, und sechs zweiachsige für Gleisbauarbeiten. Transportiert werden können mit den neuen Arbeitsfahrzeugen unter anderem Rolltreppen, Schienenstücke, Weichenteile, Werkzeuge, Baumaterialien und Bauschutt. Der RORUNNER hatte auf der InnoTrans 2024 in Berlin Premiere, zuvor waren die Fahrzeuge auf der Lokalbahn Bad Endorf – Obing erprobt worden.
Hybridantrieb für mehr Leistung und weniger Emissionen
Eine entscheidende Neuerung bei den RORUNNER-Gleiskraftwagen ist der Antrieb: Neben den Kränen wird erstmals auch der Fahrmotor elektrisch versorgt – über die Stromschiene der U-Bahn sowie mithilfe leistungsstarker Akkus, die sich während der Fahrt an der Stromschiene aufladen und in die auch Bremsenergie rückgespeist wird. Das reduziert nicht nur die Lautstärke, sondern auch die Abgas-Emission während des Betriebs. Davon profitiert vor allem das Personal in der Maschine und auf den Gleisen.
Mit ihrem kräftigen E-Antrieb können die Gleiskraftwagen zudem Steigungen, insbesondere beim Anfahren, deutlich besser bewältigen. Für längere Einsätze außerhalb des Bereichs der Stromschiene oder bei aus Sicherheitsgründen abgeschalteter Spannung besitzen die Fahrzeuge auch einen Dieselmotor, der für die notwendige Energie sorgt, wenn die Akkukapazität aufgebraucht ist.
Text: SWM/MVG/red, Bild: SWM/MVG


