
Auf dem Freigelände der InnoTrans werden mehrere Gleisbaumaschinen und diverse Kleinmaschinen mit Elektroantrieb für die Arbeit am Gleis präsentiert.
Schienen-Bearbeitung und -Transport
Zu den Highlights zählt eine ROMILL-Schienenbearbeitungsmaschine, die mit modernster Fräs-, Schleif- und Messtechnologie das Schienenprofil wiederherstellt. Mit nur einer Überfahrt werden Schienenfehler gemessen, die Schiene wird korrigiert, nachbearbeitet, und die Arbeitsergebnisse werden dokumentiert. Die kompakte Einheit, die auf zwei Drehgestellen rollt, soll auf der Messe in Berlin an den Kunden übergeben werden. Daneben informiert ROBEL über das ROREX-System, eine so genannte Schienenmanipulator- und Rutschenwagen-Garnitur für eine leistungsstarke Schienenlogistik. Sie dient dem sicheren, schnellen und schonenden Auf- und Abladen von Schienen mit einer Länge von bis zu 500 m auf der Baustelle und kann auch in Gleisbögen eingesetzt werden.
Gleise heben, richten und verschwenken
Auch in Berlin zu sehen ist die ROALIGN 47.230, eine hydraulische Gleishebemaschine mit Verschwenkeinrichtung. Der winzige Zweiachser rollt eigenständig auf dem Gleis an den Einsatzort – dort kann er auch per Funkfernsteuerung und damit außerhalb des Gefahrenbereichs bedient werden. Die Maschine dient zum Heben, Richten und Verschwenken von eingeschotterten und nicht eingeschotterten Gleisen bzw. ganzer Gleisjoche, beispielsweise für punktuelle Stopfarbeiten oder zum Auswechseln von Zwischenlagen.
Zum Schweißen von Schienen
Ebenfalls auf der InnoTrans zu erleben sein wird die ROGRIND 13.45MD E³, eine elektrische Ein-Mann-Maschine zum Schleifen von Schweißstößen und zur Reprofilierung des vollständigen Schienenkopfes, auch im Weichenbereich und bei Rillen- und Kranschienen. Der Antrieb erfolgt per Akku oder über ein Netzteil. Abhängig von Schienenprofil, Abschergerät und Schleifstein soll mit einer Akkuladung mindestens eine Stunde geschliffen werden können. Damit eignet sich das ROGRIND-Gerät laut Hersteller optimal für den Einsatz im Tunnel sowie in urbanen Bereichen. Auch in Berlin dabei ist der ROWELD 66.31, ein Schweißautomat zum Auftragsschweißen von Schienen.
Gleisvermessung
Abgerundet wird der ROBEL-Auftritt durch zwei Neuheiten des Tochterunternehmens Vogel & Plötscher. Beim Gleislage-Messsystem MessReg CTG handelt es sich um ein mobiles Gerät für die präzise Vermessung von Gleisen und Weichen. Erfasst werden beispielsweise Spurweite, Überhöhung, Abstand, Verwindung sowie vertikale und horizontale Gleislagefehler. Ebenfalls neu ist das System MessReg IMU (Inertial Measurement Unit), das Spurweite, Überhöhung, Abstand, Verwindung, Gleisrichtung und Längshöhenlage gemäß DIN EN 13848-4 erfasst. In dieser Norm sind Mindestanforderungen zur Messqualität von handgeführten und fahrbaren Kleinmessgeräten definiert.
Fahrzeug-Sanierung
Auch Plasser Robel Services (PRS), das gemeinsam mit Plasser & Theurer gegründete Unternehmen zur nachhaltigen Sanierung von großen und kleinen Gleisbaumaschinen, ist mit einem Exponat in Berlin vertreten. Gezeigt wird ein RORUNNER 54.22, der ein so genanntes Retrofit durchlaufen hat. Von den zweiachsigen Gleiskraftwagen wurden zwischen 1999 und 2006 insgesamt 37 Einheiten für die Deutsche Bahn (DB AG) gefertigt. Sie verfügen über einen Teleskopkran und werden zum Transport von Baumaterialien und -geräten sowie – mit entsprechender Räumtechnik – auch im Winterdienst eingesetzt.
Text: ROBEL-Gruppe/red, Bild: ROBEL-Gruppe


