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Mobilität

S-Bahn Nürnberg: Gemischtes Bild

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat die Qualitätszahlen des Jahres 2025 für die S-Bahn Nürnberg veröffentlicht – zwar fielen weniger Züge aus, doch die Pünktlichkeitsquote sank erheblich.

29. April 2026

Ein S-Bahn-Triebzug fährt auf einer zweigleisigen Strecke durch den Wald.
Ein S-Bahn-Triebzug der Baureihe 442 verlässt den Haltepunkt Puschendorf auf seiner Fahrt als S 6 nach Neustadt (Aisch).
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Die am 28. April 2026 von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) veröffentlichten Qualitätszahlen des Jahres 2025 für die S-Bahn Nürnberg ergeben ein gemischtes Bild: Im Schnitt waren 92 % aller S-Bahnen pünktlich. Das sind 1,3 % weniger als noch im Jahr 2024 (93,3 %). Dagegen fielen 2025 deutlich weniger Züge aus – die Ausfallquote halbierte sich nahezu und sank von 8,3 % im Vorjahr auf 4,2 %. Hauptursache für Verspätungen war die störanfällige Bahn-Infrastruktur, so die BEG.

Pünktlichkeitsquote gibt im zweiten Halbjahr deutlich nach

Nachdem die Pünktlichkeitswerte im ersten Halbjahr 2025 im Schnitt bei gut 93 % und damit etwa auf Vorjahresniveau lagen, verschlechterten sich die Werte im weiteren Jahresverlauf. Im August und im Oktober 2025 wurden dann Tiefstände mit Quoten von unter 90 % erreicht. Im Grunde genommen verzeichnete damit die Nürnberger S-Bahn einen ähnlichen Qualitätsverlauf wie ihre große Schwester in München. Zu den Gründen für den Rückgang im zweiten Halbjahr zählten Einschränkungen der Gleis-Infrastruktur, beispielsweise ein Schienenbruch auf dem Südast der S 2 Nürnberg – Roth im August, weswegen eine Langsamfahrstelle eingerichtet werden musste. Dazu kam von Oktober bis Dezember erheblich mehr Verkehr auf den S-Bahnlinien S 1 Nord zwischen Bamberg und Nürnberg sowie S 6 zwischen Neustadt (Aisch) und Nürnberg – aufgrund von Brückensanierungen war die Strecke Würzburg – Ansbach teilweise gesperrt, zahlreiche Güterzüge mussten umgeleitet werden.

Am pünktlichsten verkehrten im Jahr 2025 die S-Bahnen der S 3 zwischen Nürnberg und Altdorf: 97,6 % der Züge kamen hier im Jahresdurchschnitt pünktlich an. Auf dem Südast der Linie S 1 Nürnberg – Neumarkt waren dagegen nur 85,6 % der S-Bahnen pünktlich unterwegs und bildeten damit im Vergleich der einzelnen Linienäste das Schlusslicht. Maßgeblicher Grund dafür war die hohe Auslastung dieser Strecke, auf der sich die S-Bahn die Gleise mit Regional-, Fern- und Güterzügen teilen muss.

Maßgebliche Verspätungsursachen

Rund ein Viertel aller Verspätungen im gesamten Nürnberger S-Bahn-Netz war auf infrastrukturbedingte Störungen zurückzuführen, also auf Störungen an Leit- und Sicherungstechnik, Weichen, Gleisen und Bahnübergängen (25,1 %). Auf die verkehrliche Durchführung, also Verspätungen, die im Verantwortungsbereich der DB Regio als Betreiberin der S-Bahn Nürnberg liegen, gingen etwa ein Fünftel der Verspätungsfälle zurück (21,2 %). Dazu gehört beispielsweise, wenn Personal nicht rechtzeitig am Einsatzort ist oder sich die Bereitstellung der Fahrzeuge verzögert. Haltezeitüberschreitungen hatten einen Anteil von 12,1 %. Auf Bauarbeiten entfielen 12 % der Verspätungen. 9,8 % der Verspätungen gingen auf externe Einflüsse zurück – dazu zählen neben witterungsbedingten Ereignissen auch Personen im Gleis oder Notarzteinsätze. 5,7 % der Verspätungsfälle wurden durch Fahrzeug-Störungen verursacht.

Die häufigsten Ausfallursachen

Für nahezu drei Viertel aller Zugausfälle im Nürnberger S-Bahn-Verkehr waren 2025 Bauarbeiten der DB InfraGO verantwortlich (71,1 %). Dazu zählte beispielsweise der viergleisige Ausbau der Strecke Fürth – Bamberg, eine Baumaßnahme, die insbesondere im Frühjahr die Ausfallquote der S-Bahn Nürnberg belastete. 12,3 % der Ausfälle waren auf externe Einflüsse zurückzuführen, im Vergleich zum Vorjahr (2024: 29,1 %) bedeutet das einen erheblichen Rückgang. Das lag maßgeblich daran, dass deutlich weniger witterungsbedingte Einschränkungen zu verzeichnen waren und es 2025 keine Streiks der Bahnbediensteten gab. Infrastrukturbedingte Ausfälle gingen mit 6,7 % in die Statistik ein, darunter insbesondere Störungen an Stellwerken, Weichen und Signalanlagen. 6,5 % der Zugausfälle gingen darauf zurück, dass nicht genügend Fahrzeuge wie geplant einsatzfähig waren.

Kommentare

„Die Nürnberger S-Bahn bleibt nach wie vor die stabilere der beiden bayerischen S-Bahnen. Erfreulich ist insbesondere, dass die Zugausfallquote halbiert werden konnte“, sagte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU). „Aber leider ist der Trend bei der Pünktlichkeit nicht unser Freund. Da erwarte ich entsprechende Anstrengungen, dass dies in den kommenden Jahren besser läuft.“ Bärbel Fuchs, Geschäftsführerin der BEG, ergänzte: „Zwar gehört die Nürnberger S-Bahn im bayernweiten Vergleich traditionell zu den pünktlicheren Netzen. Doch die Entwicklung der letzten Jahre bereitet mir Sorge. Insbesondere bei der Zugvorbereitung muss DB Regio dringend besser werden, damit die Fahrzeuge immer rechtzeitig bereitstehen und nicht verspätet starten.“ Die S-Bahn Nürnberg wird täglich von bis zu 100.000 Fahrgästen genutzt und von der Bahntochter DB Regio im Auftrag des Freistaats betrieben.

Neue Linienführungen seit Ende 2025

Alle Angaben zur S-Bahn Nürnberg beziehen sich auf das Streckennetz im Fahrplanjahr 2025: So hatte die S 1 die Linienführung Bamberg – Nürnberg – Neumarkt, die S 2 fuhr von Roth über Nürnberg nach Hartmannshof und die S 3 von Nürnberg nach Altdorf. Zum Fahrplanjahr 2026 wurden die Linienäste der S 1, S 2 und S 3 neu miteinander verknüpft: Die S 1 fährt jetzt auf der Strecke Bamberg – Hartmannshof, die S 2 zwischen Roth und Altdorf und die S 3 von Nürnberg nach Neumarkt. Die Anpassungen waren durch die Neukonzeption des Angebots von DB Fernverkehr auf der Strecke München – Nürnberg – Berlin im Streckenabschnitt Nürnberg – Bamberg erforderlich geworden.

Ausführliche Informationen und Diagramme zu den Jahreswerten 2025 der S-Bahn Nürnberg sind hier zu finden.

Text: BEG/red, Bild: Deutsche Bahn AG/Uwe Miethe

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