
Möglich macht das der neue Verkehrsvertrag „Netz Nord-Süd“, mit dem das Projekt „Stündlich nach Berlin“ der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) zum Abschluss kommt. Gemeinsam mit der Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens (FDP), stellte NASA-Geschäftsführer Peter Panitz die Angebotsverbesserungen des zukünftigen Fahrplans am 2. März 2026 in Magdeburg vor. „Mit dem neuen Verkehrsvertrag schaffen wir die Grundlage dafür, Sachsen-Anhalt künftig noch besser, dichter und komfortabler an Berlin anzubinden“, sagte Ministerin Hüskens.
RE 1: Magdeburg – Berlin (– Frankfurt (Oder))
Seit dem 1. März 2026 ist der RE 1 der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG) dank einer Stellwerksanpassung in Biederitz und Möser wieder stündlich umsteigefrei auf der Strecke Magdeburg – Berlin unterwegs. Weil die RB 40 wieder regulär die Bedienung von Stadt und Umland zwischen Magdeburg und Burg übernimmt, können die 21 RE-1-Züge je Richtung wieder in eindreiviertel Stunden von Magdeburg zum Berliner Hauptbahnhof fahren. In den Desiro-HC-Elektrotriebzügen ist Platz für mehr als 550 Personen.
RE 4: Stendal – Berlin (– Falkenberg (Elster))
Seit Juni 2024 besteht eine zweistündliche, umstiegsfreie Verbindung zwischen Stendal und Berlin, diese wird ab Dezember 2026 auf einen Stundentakt verdichtet. Die täglich 19 Fahrtenpaare erreichen den Berliner Hauptbahnhof in rund 90 Minuten. Mehr als 500 Sitzplätze pro Zug, verteilt auf fünf Doppelstockwagen, bieten ausreichend Platz für die Fahrgäste. Der Zwischenhalt Schönhausen wird von Beginn an stündlich bedient, Hämerten und Großwudicke vorerst noch zweistündlich wegen baubedingtem Umleiterverkehr. Ab Stendal bestehen nach Ankunft des RE 4 aus Berlin zeitnahe Weiterfahrtmöglichkeiten in Richtung Magdeburg, Salzwedel, Uelzen und Tangermünde.
RE 7: Dessau – Berlin (– Senftenberg)
Auch auf der schon seit Ende 2012 (montags bis freitags) und Ende 2024 auch am Wochenende stündlich betriebenen Strecke des RE 7 von Dessau-Roßlau nach Berlin soll das Sitzplatzangebot saisonal ausgeweitet werden. Mehr Züge sollen voraussichtlich ab Beginn der Osterferien mit zwei Triebzügen verkehren. Die letzten Abstimmungen laufen noch. Auch dafür ist die gestiegene Nachfrage ausschlaggebend. DB Regio fährt auf dieser Strecke täglich stündlich ohne Umstieg mit 20 Fahrtenpaaren unter der Woche und 17 am Wochenende. Die Fahrt zum Berliner Hauptbahnhof dauert knapp eindreiviertel Stunden. Je Zug stehen mindestens 250, in Doppeltraktion 400 Sitzplätze zur Verfügung.
RE 3: Lutherstadt Wittenberg – Berlin (– Stralsund/Schwedt)
Ab Dezember fährt hier der RE 3 täglich stündlich ohne Umstieg. Möglich macht diese deutliche Leistungsausweitung der neue Verkehrsvertrag „Netz Nord-Süd“ (NOS 2). 18 Fahrtenpaare bringt DB Regio montags bis freitags auf die Gleise, 19 am Wochenende. 90 Minuten dauert es, um zum Berliner Hauptbahnhof zu gelangen. Neue, fünfteilige Elektrotriebzüge mit mehr 575 Sitzplätzen sollen zum Einsatz kommen. Der Halt in Zahna wird stündlich bedient, die übrigen Haltepunkte zwischen Lutherstadt Wittenberg und Jüterbog werden mindestens zweistündlich bedient.
RE 4: (Falkenberg –) Holzdorf (Elster) – Berlin – Stendal
Auch diese Berlin-Achse gehört zum neuen Verkehrsvertrag NOS 2 und wird weiterhin von DB Regio bedient. Bis auf einige Ausnahmen in den Tagesrandlagen sind die 18 Fahrtenpaare als RE 4 ab Dezember täglich stündlich ohne Umstieg unterwegs und stellen damit für den östlichen Landkreis Wittenberg die lange gewünschte, regelmäßige Anbindung an Berlin sicher. Je Zug fahren fünf Doppelstockwagen mit mehr als 500 Sitzplätzen.
Text: NASA GmbH/red, Bild: Deutsche Bahn AG/Volker Emersleben


