
Gemeinsam mit der Deutschen Bahn (DB AG) und weiteren Projektpartnern aus Industrie und Wissenschaft hat Siemens Mobility im Rahmen des Forschungsprojekts AutomatedTrain die Grundlagen und Konzepte für einen vollautomatisierten Zugbetrieb entwickelt. Die dafür erforderlichen Technologien hat der Hersteller in einen Triebzug des Typs Mireo integriert, der am 8. September 2026 im Rahmen eines Pressetermins auf den Gleisen der Havelländischen Eisenbahn AG (HVLE) in Berlin-Spandau vorgestellt wurde.
Automatisiertes Fahren ist machbar
Mit dem Versuchsträger konnte die technische Machbarkeit einer vollautomatisierten Bereitstellungs- und Abstellfahrt erfolgreich unter Beweis gestellt werden. Dabei erhält der Zug einen Startbefehl, macht sich selbstständig fahrbereit, führt alle erforderlichen Selbsttests durch und fährt anschließend fahrerlos aus der Abstellanlage zum Startbahnhof. Während der Fahrt erkennt er Hindernisse eigenständig und reagiert angemessen darauf. Marc Ludwig, CEO Rail Infrastructure bei Siemens Mobility, sagte bei der Fahrzeug-Vorführung: „Vollautomatisiertes Fahren im offenen Bahnnetz ist machbar. Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir die entscheidenden Technologien entwickelt und erfolgreich in unserem Mireo-Zug demonstriert. Damit schaffen wir die technologische Grundlage für die nächste Generation des Schienenverkehrs und bringen die Automatisierung auf der Schiene einen entscheidenden Schritt voran.“ Johannes Steiniger (CDU), Staatssekretär im Wirtschaftsminsterium, ergänzte: „Fahrerlose Zugfahrten bieten gerade in Zeiten des Fachkräftemangels Möglichkeiten, Bahnstrecken auch künftig weiterhin verlässlich bedienen und Züge flexibler einsetzen zu können.“
Grundlagen für die spätere Zulassung
Neben der praktischen Erprobung wurden im Projekt AutomatedTrain auch die Anforderungen und eine durchgängige Architektur für zukünftige vollautomatisierte Bahnsysteme erarbeitet. Diese stellten die Basis für die technischen Lösungen am Mireo-Versuchsträger dar. Gleichzeitig wurden wichtige Grundlagen für den Transfer in die Standardisierung und spätere Zulassung entsprechender Technologien geschaffen.
Mehr über das Forschungsprojekt lesen Sie in Regionalverkehr 6-2026. Das Heft erscheint am 30. Oktober 2026 und ist im Bahnhofsbuchhandel erhältlich. Alternativ können Sie Regionalverkehr auch im Print- oder E-Paper-Abo beziehen.
Text: Siemens Mobility/red, Bild: Siemens Mobility



