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Mobilität

Stadler: Diesel-Elektro-Batterie-Züge für Irland

Die beiden irischen Staatsbahnen IÉ und NIR haben bei Stadler acht FLIRT mit Diesel-Elektro-Batterie-Antrieb geordert. Die Neuzugänge sollen die Hauptstädte Dublin und Belfast miteinander verbinden.

13. Mai 2026

Visualisierung eines Zuges, der auf einer Brücke über einen Fluss fährt.
Auf der grenzüberschreitenden Enterprise-Linie Dublin – Belfast sollen ab 2030 zehnteilige Stadler FLIRT verkehren.
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Stadler baut zum ersten Mal Züge für Irland: Die irische Staatsbahn Iarnród Éireann (IÉ) und die nordirische Staatsbahn Translink Northern Ireland Railways (NIR) haben acht weitgehend emissionsfrei fahrende FLIRT inklusive deren Wartung bestellt. Die Fahrzeuge sollen ab 2030 auf der rund 180 km lange Enterprise-Bahnstrecke pendeln, die von Dublin ins nordirische Belfast führt.

Komfortable Züge mit 407 Sitzplätzen

Die derzeit eingesetzten Wendezüge, die von Diesellokomotiven befördert werden, erreichen in den nächsten Jahren das Ende ihrer Lebensdauer. Sie sollen durch acht zehnteilige FLIRT ersetzt werden, die nicht nur für mehr Komfort sorgen, sondern auch die Reisezeit zwischen den beiden Hauptstädten auf unter zwei Stunden verkürzen. Auf diese Weise kann pro Tag und Richtung ein zusätzlicher Zug eingeführt werden, sodass künftig 16 Zugpaare auf der Enterprise-Linie pendeln. Die 200 m langen FLIRT setzen sich aus acht Mittel- und zwei Endwagen zusammen, von denen einer mit Antriebskomponenten ausgestattet ist. Die Endwagen rollen jeweils auf zwei zweiachsigen Drehgestellen, während die Mittelwagen zu Paaren zusammengefasst sind: An den äußeren Enden laufen sie auf zweiachsigen Fahrwerken, innen „teilen“ sie sich ein Jakobs-Drehgestell. Die insgesamt neun Personenwagen verfügen jeweils über eine breite Doppeltür, die immer in Wagenmitte angeordnet ist. Die FLIRT sind durchgehend barrierefrei: Sie ermöglichen einen stufenlosen Einstieg an allen Türen, haben reservierte Plätze für mobilitätseingeschränkte Personen und sind mit rollstuhlgerechten WC-Anlagen ausgestattet. Jeder Zug wird über 407 Sitzplätze verfügen. Klimaanlagen, WLAN und ein verbessertes Catering-Angebot runden den Komfort ab. 

Ein Multitalent für maximale Flexibilität

Der Diesel-Elektro-Batterie-Antrieb der acht neuen FLIRT ermöglicht einen flexiblen, effizienten und nahtlosen Betrieb über verschiedene Strom- und Netzsysteme hinweg. In der Republik Irland verkehren die Züge zwischen Dublin und der Stadt Drogheda elektrisch unter der Oberleitung. Per Dieselmotor geht es weiter über die Grenze ins nicht-elektrifizierte Nordirland. Im Großraum Belfast fahren die FLIRT schließlich mit der eingebauten Batterie. Der Wechsel zwischen den Antriebsarten funktioniert nahtlos, sodass die Reisenden kaum etwas davon bemerken werden. Dies macht den Betrieb effizient und überwiegend emissionsfrei.

Die neuen Züge sind zudem so konzipiert, dass sie auch nach der vorgesehenen Elektrifizierung der Enterprise-Strecke ohne Unterbrechung zwischen den beiden Ländern verkehren können. Sie fahren dann von Dublin bis Drogheda mit einem 1500-V-Gleichstrom-Traktionssystem und von Drogheda bis Belfast mit einem 25-kV-Wechselstrom-System. Bei Bedarf kann die Batterie weiterhin genutzt werden, um eventuell nicht elektrifizierte Streckenabschnitte zu überbrücken. So unterstützen die FLIRT-Züge die Netto-Null-Strategie der beiden Länder für die Strecke Dublin – Belfast.

Wartungsvertrag über 15 Jahre

Der Auftrag umfasst neben dem Bau der Fahrzeuge auch einen Wartungsvertrag über 15 Jahre. Stadler unterstützt die Instandhaltung, um eine hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Flotte sicherzustellen. Der Leistungsumfang beinhaltet den technischen Support, die Lieferung von Ersatzteilen, Engineering-Leistungen, die fachtechnische Überwachung der Instandhaltung sowie die Ausbildung der Mitarbeitenden. Mit dem Abschluss des Wartungsvertrags baut Stadler seine Präsenz in Großbritannien und in Irland weiter aus: Das Enterprise-Projekt ergänzt die Flotte von derzeit 275 Fahrzeugen, die von 432 Mitarbeitenden im Vereinigten Königreich betreut werden.

Projekt mit EU-Fördermittel unterstützt

Die Investition in der Höhe von 548 Mio. Pfund (umgerechnet knapp 700 Mio. Euro) für neue Züge und die dazugehörige Infrastruktur wird gemeinsam von der irischen Regierung (Department of Transport) und der nordirischen Regierung (Department for Infrastructure) finanziert. Zusätzlich wird das Projekt mit 165 Mio. Euro aus dem Programm PEACEPLUS unterstützt, das vom Special EU Programmes Body (SEUPB) verwaltet wird. PEACEPLUS wird von der EU, der Regierung Großbritanniens, der Regierung Irlands sowie der nordirischen Exekutive kofinanziert.

Text: Stadler/red, Bild: Stadler

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