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Völklingen: 317.000 km mehr im Busverkehr

Zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2026 richten die Völklinger Verkehrsbetriebe (VVB) nicht nur den Busverkehr auf die Bahn-Anschlüsse aus, sondern verlängern auch die Bedienzeiten deutlich.

1. Oktober 2026

Ein Elektrobus mit einer Katze auf der Seite steht vor einer Halle.
Schnurrt wie ein Kätzchen, künftig auch spätabends und sonntagmorgens: Elektrobus der Völklinger Verkehrsbetriebe (VVB).

Die Völklinger Verkehrsbetriebe (VVB) begrüßen den Beschluss des Stadtrats, ausgewählte Buslinien auf den neuen Bahntakt auszurichten. Ab 14. Dezember 2026 sollen die Fahrpläne so angepasst werden, dass Fahrgäste am Bahnhof Völklingen gute Anschlüsse an die drei Zugankünfte pro Stunde erhalten. Zugleich werden die Bedienzeiten bis etwa 24 Uhr ausgeweitet; sonntags beginnt die Bedienung der Stadtteile bereits gegen 9.20 Uhr statt gegen 11.30 Uhr.

Vorreiterrolle beim Zusammenspiel von Bus und Bahn

„Völklingen hat die Chance, beim Zusammenspiel von Bus und Bahn eine Vorreiterrolle einzunehmen“, sagte Oberbürgermeister Stephan Tautz, Vorsitzender des VVB-Aufsichtsrats, am 30. September 2026. Tautz weiter: „Eine Stadt ist dann attraktiv, wenn die Menschen ihre Wege im Alltag gut zurücklegen können – zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen oder in der Freizeit. Dazu gehört, dass unsere Stadtteile verlässlich mit der Innenstadt und dem Bahnhof verbunden sind und der Umstieg auf die Bahn gut funktioniert.“ Mit der Anpassung an den neuen Bahntakt werde ein Angebot geschaffen, das weit über eine kleine Änderung einzelner Abfahrtszeiten hinausgehe, so der Oberbürgermeister. Der einstimmige Beschluss des Stadtrats zeige, dass man den öffentlichen Nahverkehr als wichtigen Teil der Zukunft Völklingens verstehe. Tautz: „Ich freue mich, dass die VVB diesen Schritt jetzt gemeinsam mit der Stadt umsetzen.“

Fahrplan-Anpassung auf einzelnen Strecken

Für den ersten Schritt haben die VVB die Nachfrage und den Nutzen zusätzlicher Fahrten auf den einzelnen Strecken geprüft. Die Fahrplan-Anpassung betrifft die Linien 180, 181, 182, 184, 185, 186 und 187. Sie erschließen unter anderem Heidstock, Luisenthal, die Röchlinghöhe, Geislautern, Ludweiler, Wehrden, Hostenbach und Schaffhausen. Welche Abfahrtszeiten und Takte sich ändern, werden die VVB mit den neuen Fahrplänen bekannt geben. „Wir werden alles daransetzen, die Anschlüsse an die drei Zugankünfte pro Stunde zu gewährleisten und die neue Taktung zum 14. Dezember umzusetzen“, versprach VVB-Geschäftsführer Thorsten Gundacker. „Dafür stimmen wir Fahrpläne, Dienste und Fahrzeuge sorgfältig aufeinander ab. Die zusätzliche Leistung ist eine große Aufgabe für unser Team, auf die wir uns intensiv vorbereiten.“

Neue Stellen, zusätzliche Elektrobusse

Auch am Wochenende sollen alle Völklinger Stadtteile bis etwa 24 Uhr mit regulären Linienfahrten erreichbar sein. Diese Fahrten lösen das bisherige Anruf-Sammel-Taxi (AST) ab. Insgesamt werden die VVB mit dem neuen Angebot voraussichtlich rund 317.000 km mehr pro Jahr zurücklegen – ein Zuwachs von gut 26 %. Für den Ausbau des Angebots rechnet das Unternehmen nach aktuellem Planungsstand mit jährlichen Mehrkosten von rund 1,4 Mio. Euro. Dafür planen die VVB 13 zusätzliche Stellen: zehn für das Fahrpersonal sowie je eine Stelle in der Verkehrsmeisterei, der Fahrdienstleitung und der Werkstatt. Hinzu kommen vier zusätzliche Elektrobusse. Die VVB verfolgen damit ihr Ziel weiter, den Fuhrpark vollständig auf Elektroantrieb umzustellen. „Der Ausbau verlangt erhebliche Investitionen in Personal und Fahrzeuge“, sagte Dirk Steinmetz, Geschäftsführer der Stadtwerke Völklingen Holding GmbH. „Als Muttergesellschaft stehen wir hinter der Weiterentwicklung der VVB. Wir investieren in ein verlässlicheres Angebot für die Menschen in Völklingen und setzen zugleich unseren Weg zu einem vollständig elektrisch betriebenen Busverkehr fort.“

Text: Stadtwerke Völklingen Holding GmbH/red, Bild: Stadtwerke Völklingen Holding GmbH

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