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Mobilität

Waldbahn: Freie Fahrt für Gotteszell – Viechtach

Die 1889 eröffnete Nebenbahn von Gotteszell nach Viechtach wurde am 14. Dezember 2025 in den Dauerbetrieb überführt. Das hat „Die Länderbahn GmbH“ (DLB) kurz vor dem 4. Advent groß gefeiert.

29. Dezember 2025

Zwei Triebwagen stehen nebeneinander in einem Bahnhof.
Im Zwischenbahnhof Teisnach begegnen sich zwei Regio-Shuttles auf dem Weg nach Gotteszell bzw. Viechtach.
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Seit dem Fahrplanwechsel 2025/26 am 14. Dezember 2025 verkehren die Züge des Betreibers „Die Länderbahn GmbH“ (DLB) auf der Linie Gotteszell – Viechtach (RB 38) nicht mehr länger im Probebetrieb, sondern als fester Bestandteil des neuen Verkehrsvertrags „Regionalverkehr Ostbayern Los 2“. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den SPNV im Freistaat plant und finanziert, hat die DLB mit dem Weiterbetrieb der Waldbahn-Linien zwischen Plattling, Bayerisch Eisenstein, Bodenmais, Grafenau und Viechtach bis Ende 2034 beauftragt.

Im Regelbetrieb nach Viechtach

Der Start in den neuen Verkehrsvertrag war Anlass für eine gemeinsame Feier in Viechtach, zu der die DLB ihre jahrelangen Unterstützer, Mitstreitende und Mitarbeitende eingeladen hatte. Fast 100 Gäste waren dieser Einladung kurz vor dem 4. Advent gefolgt, darunter Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU), der sich für den Dauerbetrieb der Bahnstrecke Gotteszell – Viechtach eingesetzt hatte und auch den Landtag davon überzeugen konnte, einer unbefristeten Reaktivierung zuzustimmen. Bernreiter sagte am 19. Dezember 2025: „Die Waldbahn fährt seit dieser Woche endlich im Regelbetrieb zwischen Gotteszell und Viechtach: Das ist ein großer Erfolg für die Region und ein Meilenstein für den Nahverkehr im Bayerischen Wald! Ausschlaggebend war schlussendlich die traditionsreiche Länderbahn-Werkstatt in Viechtach – mit dem Regelbetrieb sichern wir auch den Werkstatt-Standort und die Arbeitsplätze vor Ort.“

Werkstatt bleibt auf der Schiene erreichbar

Nach dem Inkrafttreten des neuen Verkehrsvertrags auf der RB 38 wurde die Strecke nun auch durch einen Symbolakt formal in den Dauerbetrieb überführt: Am Steuer eines Regio-Shuttles der Waldbahn – unter dieser Marke ist die DLB im Bayerischen Wald unterwegs – fuhr Verkehrsminister Bernreiter aus der Werkstatt durch ein Band mit der Aufschrift „Freie Fahrt für Gotteszell – Viechtach“. DLB-Geschäftsführer Eugen Rubinstein würdigte das Engagement der vielen Unterstützer: „Dass wir heute die Überführung vom Probebetrieb in den dauerhaften Bahnbetrieb feiern können, ist auf das gemeinsame Engagement von Bürgern, Vereinen, und den politischen Beteiligten der gesamten Region zurückzuführen. Es gab fortwährende Unterstützung, zuerst für die Einrichtung des Probebetriebs, und letztlich für die Sicherstellung des Dauerbetriebs geeint über alle Parteigrenzen hinweg.“ Besonders stolz sei man darauf, dass mit der Entscheidung für den unbefristeten Betrieb die Standortvorteile der Werkstatt gewürdigt werden. In dieser finden neben der Fahrzeug-Instandhaltung für das gesamte Waldbahn-Netz vor allem schwere Instandhaltungs-Maßnahmen an der Länderbahn-Flotte sowie für externe Auftraggeber statt. Die Werkstatt beschäftigt heute 46 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rubinstein: „Hier in Viechtach beginnt unsere Unternehmensgeschichte und schlägt das Herz der Länderbahn-Familie.“

Rückblick

Die 25 km lange Strecke Gotteszell – Viechtach wurde 1889 eröffnet und gilt als Stammstrecke der Regentalbahn AG, dem Mutterunternehmen der DLB. 1928 verlängerte man die Stichbahn, die in mehr oder minder großer Entfernung dem Fluss Schwarzer Regen folgt, um 15 km bis nach Blaibach. Hier traf die Regentalbahn auf die Strecke Cham – Kötzting. Güter- und Personenverkehr blieben stets überschaubar, und Anfang 1991 musste der Viadukt über den Regen kurz vor Blaibach wegen Schäden für Zugfahrten gesperrt werden. Im April 1991 wurde der Personenverkehr auf der kompletten Strecke eingestellt und der Abschnitt Viechtach – Blaibach in den Folgejahren abgebaut. Zwischen Gotteszell und Viechtach waren fortan nur noch Überführungsfahrten zur Werkstatt und Ausflugszüge unterwegs. Erst am 12. September 2016 konnte nach langen Planungen ein mehrjähriger Probebetrieb zwischen Gotteszell und Viechtach starten. Zum Einsatz kamen (und kommen) gebraucht von der Ostdeutschen Eisenbahn (ODEG) erworbene Regio-Shuttles, die zuvor in Mecklenburg-Vorpommern fuhren. Nach mehrmaligen Verlängerungen des Probebetriebs, langsam steigenden Fahrgastzahlen und jahrelangem Ringen der Beteiligten vor Ort mit den politischen Vertretern des Freistaats, gab der Bayerische Landtag am 18. März 2024 grünes Licht für einen dauerhaften SPNV-Betrieb. 

Die DLB im Netz Regionalverkehr Oberbayern

Die BEG hatte die SPNV-Leistungen im Netz Regionalverkehr Oberbayern nach einer europaweiten Ausschreibung im Februar 2024 erneut an die DLB vergeben. Das Netz ist in zwei Lose unterteilt: Das Los 1 „Oberpfalz“ umfasst die RB 23 Regensburg – Marktredwitz sowie das Netz rund um Cham mit den Linien Schwandorf – Cham – Furth im Wald (RB 27), Cham – Lam (RB 28) und Cham – Waldmünchen (RB 29). Das bisherige Fahrplankonzept wird beibehalten. Die Laufzeit des Verkehrsvertrags beträgt zwölf Jahre bis Ende 2037. Das Los 2 „Bayerwald“ umfasst die Hauptlinie von Plattling über Deggendorf und Zwiesel nach Bayerisch Eisenstein (RB 35) sowie sämtliche Linien, die davon abzweigen: Zwiesel – Grafenau (RB 36), Zwiesel – Bodenmais (RB 37) und Gotteszell – Viechtach (RB 38). Auch hier wird das derzeitige Angebot auf allen Linien beibehalten. 

Text: DLB/red, Bild: Regionalverkehr

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