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Messen, Technik

Große Stadler-Schau

Gleich mit sieben Neuheiten, darunter zwei emissionsfreie Triebzüge für den Regionalverkehr, ist Stadler auf dem Freigelände der InnoTrans 2026 in Berlin vertreten.

20. August 2026

Ein Triebzug steht auf einem Gleis vor einer Halle.
Der FLIRT Akku ist bereits in Schleswig-Holstein unterwegs, ab 2028 soll er auch in Niederösterreich rollen.
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Die Einsatzgebiete der Stadler-Ausstellungsstücke reichen von Norwegen über Deutschland, Österreich und die Schweiz bis nach Sardinien.

Multitalent für Norwegen

Ein Multitalent ist der FLIRT Nordic Express für das norwegische Staatsunternehmen Norske tog AS. Geordert wurden 17 achtteilige Fernzüge (plus 66 weitere optional), die unter anderem auf den Verbindungen von Oslo nach Stavanger, Bergen und Trondheim sowie auf der Nordlandsbanen von Trondheim nach Bodø verkehren sollen. Die 200 km/h schnellen Einheiten sind speziell auf die harten Klimaverhältnisse in Norwegen zugeschnitten und mit Liegesitzen sowie Schlafabteilen ausgestattet, die tagsüber in Sitzbereiche umgewandelt werden können. 542 Reisende finden Platz. Vier Einheiten, die auf der nur abschnittsweise elektrifizierten Nordlandsbanen fahren sollen, sind bimodal angetrieben, sodass sie stromlose Abschnitte dieselelektrisch überwinden können. Rangiert wird elektrisch im Batteriebetrieb.

Neue Züge für Österreich

Ein Hingucker ist der „Railjet Doppelstock“ für die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), hinter dem sich der Stadler KISS mit „Fernverkehrskopf“ verbirgt. Bestellt sind 14 sechsteilige Einheiten, die ab Ende 2026 schrittweise auf der Weststrecke Wien – Salzburg mit bis zu 200 km/h fahren werden. Sie bieten mit 486 Sitzplätzen eine 20-prozentige Kapazitätssteigerung gegenüber den bestehenden Zügen, breite Türen ermöglichen einen raschen Fahrgastwechsel. 

Bereits aus Deutschland bekannt ist der FLIRT Akku, der nun auch in einer Version für Österreich kommt. 2023 hatten die ÖBB und Stadler einen Rahmenvertrag über bis zu 120 Akkuzüge abgeschlossen, 23 davon sind derzeit fest bestellt. Die Zweiteiler mit Jakobs-Drehgestell in der Mitte sind knapp 46 m lang, bieten rund 160 Sitzplätze, große Mehrzweckbereiche und barrierefreie Einstiege. 

Wasserstoffzug auf schmaler Spur

Dass auch Schmalspurzüge emissionsfrei unterwegs sein können, zeigt Stadler anhand eines Wasserstoffzuges für den Bahnbetreiber Trasporti Regionali della Sardegna (ARST) auf Sardinien. Der dreiteilige Triebzug hat eine Spurweite von 950 mm und soll auf den Linien Sassari – Sorso sowie Sassari – Mamuntanas – Alghero im Nordwesten der Mittelmeerinsel fahren. ARST hat zehn Einheiten bestellt.

Außerdem

Von Stadler ganz neu entwickelt wurde die EURO DuFour, eine vierachsige Güterzuglokomotive mit der Achsfolge Bo’Bo’. SBB Cargo Schweiz, eine Tochter der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), hat 36 Maschinen geordert. 22 der Lokomotiven, die im Stadler-Werk in Valencia (Spanien) gefertigt werden, sind zusätzlich mit einer Batterie ausgestattet. 

Abgerundet wird die Stadler-Schau durch zwei Straßenbahnen für Deutschland: eine 32 m lange Niederflurtram des Typs TINA für Rostock, von der 30 Einheiten bestellt sind, und eine hochflurige Stadtbahn des Typs S-DT8.16. Die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) hatten 40 weitere Züge bestellt, sodass nach Ablieferung aller Einheiten insgesamt 100 Stadtbahnen und drei Zahnradfahrzeuge von Stadler durch die baden-württembergische Landeshauptstadt fahren werden.

Text: Stadler/red, Bild: Stadler

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