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Mobilität, Technik

ÖBB/Siemens: Railjet M im Klima-Wind-Kanal

Bei –25 Grad, Eisregen und starkem Wind lassen die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) den neuen Railjet M des Herstellers Siemens Mobility im weltweit größten Klima-Wind-Kanal in Wien testen.

28. Mai 2026

Ein vereister Triebzug steht in einem Klimakanal.
Der ÖBB Railjet M muss auch eisigen Temperaturen von –25 °C trotzen können.
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Bei den Tests im Klima-Wind-Kanal der Rail Tec Arsenal Fahrzeugversuchsanlage GmbH (RTA) werden reale Wetterbedingungen simuliert, wie sie im alpinen Raum auftreten können: Temperaturen von –25 °C bis +45 °C, intensive Sonnen-Einstrahlung sowie starker Wind, Schneefall, hohe Luftfeuchtigkeit und Eisregen gehören zum Testprogramm. 

Flexible Alleskönner

Anschließend analysieren die RTA-Experten Komponenten wie Scheiben, Türen oder technische Systeme des ÖBB Railjet M auf ihre Stabilität. Zusätzlich werden Toiletten und Wassersysteme, Wärmedämmung, Luftqualität sowie die Energieeffizienz des Fahrzeugs unter Extrem-Bedingungen überprüft. Klaus Garstenauer, ÖBB Personenverkehr Vorstand, sagte am 27. Mai 2025 in Wien: „Mit den Interregio-Linien haben wir den inneralpinen Fernverkehr neu aufgestellt. Der Railjet M ist dafür das Fahrzeug unserer Wahl. Die Tests im Klima-Wind-Kanal stellen sicher, dass unsere Züge auch den extremen Wetterbedingungen im alpinen Raum standhalten und den Fahrgästen zeitgemäßen Fernverkehrs-Komfort bieten.“ Beim ÖVV Railjet M handelt es sich um eine Weiterentwicklung der bekannten Mireo-Elektrotriebzüge von Siemens Mobility. Tanja Kienegger, CEO Siemens Mobility Austria, führte aus: „Mit den Mireo-Zügen bringen wir die neueste Zuggeneration nach Österreich. Als flexible Alleskönner sind sie einsatzbereit im urbanen wie im alpinen Raum – und das grenzüberschreitend. Gleichzeitig sind sie rollende Computer: Mit ihrer Diagnosefähigkeit werden sie hochverfügbar und besonders wirtschaftlich unterwegs sein.“

Maßgeschneidert für den Alpenraum

Der Railjet M wurde gezielt für die Anforderungen inneralpiner Relationen entwickelt. Steigungen, kurvenreiche Strecken und extreme Wetterbedingungen erfordern leistungsfähige Technik und robuste Fahrzeug-Komponenten. Für die österreichischen Interregio-Linien wurden Anfang 2024 insgesamt 31 komfortabel ausgestattete Einheiten bestellt. Hinzu kommen 69 drei- und vierteilige Mireo-Triebzüge für den Einsatz im Regionalverkehr, die in zwei Tranchen Anfang 2024 und Anfang 2025 geordert wurden. Anders als die bisher von Siemens gefertigten Mireo-Triebzüge, deren Wagen untereinander mit Jakobs-Drehgestellen verbunden sind, rollen die Wagen des ÖBB Railjet M jeweils auf zwei Drehgestellen. 

Die rund 106 m langen, barrierefreien ÖBB Railjet M sind vierteilig und bieten 257 Sitzplätze. Breitere Wagen und ein neues Raumkonzept sorgen für ein spürbar großzügigeres Fahrgefühl. Außerdem profitieren die Reisenden von einem angenehmen Innenraumklima, bequemen Sitzen in der 1. und 2. Klasse, Halterungen für Ski und Snowboards sowie Fahrradstellplätzen. Der Railjet M soll ab 2028 auf den Interregio-Linien eingesetzt werden.

Text: ÖBB/red, Bild: ÖBB/Daniel Willinger

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