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Infrastruktur, Mobilität

Pfalznetz: Instandhaltungswerk für Akkuzüge vorgestellt

Am 11. Mai 2026 wurde im DB Regio-Werk Kaiserslautern der neue Instandhaltungsbereich für die Akkuzüge des Pfalznetzes vorgestellt. In der modernisierten Halle sollen 44 neue Stadler FLIRT Akku gewartet werden.

12. Mai 2026

Ein Zug steht in einem Bahnhof vor einem Empfangsgebäude.
Erste Probefahrten, noch ohne Fahrgäste, führten den neuen FLIRT Akku in den Bahnhof Winden in der Südpfalz.
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Im Beisein von Katrin Eder (Die Grünen), Mobilitätsministerin in Rheinland-Pfalz, und Michael Heilmann, Verbandsdirektor Zweckverband ÖPNV Rheinland-Pfalz Süd (ZÖPNV RLP Süd), präsentierte  Dr. Silke Janser, Vorsitzende der Regionalleitung DB Regio Mitte, die modernisierten und erweiterten Anlagen in Kaiserslautern. Auf dem 240 km langen Pfalznetz sollen ab Herbst 2026 die ersten von 44 neuen FLIRT Akku des Herstellers Stadler verkehren.

Vom Diesel- zum Akkubetrieb

Für die Instandhaltung der Akkuzüge wurde eine bestehende Werkhalle, in der bisher Dieseltriebzüge gewartet wurden, umfassend an die technischen Anforderungen der Neufahrzeuge angepasst, außerdem wurden wesentliche Anlagenteile im Werk erneuert oder neu errichtet. So verlängerte man die Werkhalle auf der Ostseite um 5 m, und auf der Westseite versetzte man die Hallentore um 1,5 m. Im Inneren entstanden zwei neue Arbeitsstände mit integrierten Gruben und festen Dacharbeitsbühnen, die genau auf die 55,5 m langen Akkuzüge ausgelegt sind. Die Arbeitsgruben haben eine Tiefe von 1,75 m unter Schienenoberkante (SOK) und eine lichte Grubenbreite von 1,15 m. Zur sicheren Lagerung der Fahrzeug-Akku-Packs wurde außerhalb der Halle ein Batteriecontainer aufgestellt, ferner errichtete man Anlagen zur Fremdstromversorgung mit 400 V und 1000 V und erneuerte die Hebebockanlage sowie die Radsatzwechselanlage im Werk. Der Ausbau des DB Regio-Werks zu einem modernen Instandhaltungsstandort für Akkuzüge kostete 6 Mio. Euro.

Personalschulung in kleinen Gruppen

Mit der Auslieferung der ersten vier FLIRT Akku hat beim Pfalznetz-Betreiber DB Regio Mitte auch die Qualifizierung der Fahr- und Instandhaltungs-Personale begonnen. Insgesamt werden in Kaiserslautern rund 300 Tfz-Führer:innen für den Einsatz auf der neuen Baureihe 526 ausgebildet. Nachdem zunächst im Train-the-Trainer-Ansatz alle Ausbilder geschult wurden, haben am 4. Mai 2026 die ersten Ausbildungsgruppen mit Lokpersonalen begonnen. Zur Sicherstellung des laufenden Betriebes bestehen die Gruppen in der Regel aus jeweils drei Mitarbeitenden – je nach Vorkenntnissen werden sie dabei innerhalb von zwei bis sieben Tagen auf Fahrzeugtechnik und Bedienung vorbereitet. Da die FLIRT Akku bereits über eine Genehmigung für Probefahrten verfügen, können die Mitarbeitenden ihre Kenntnisse direkt im Testbetrieb auf der Strecke vertiefen.

Schrittweise Umstellung des Pfalznetzes

Die Zulassung für den Fahrgastbetrieb der FLIRT Akku, die bereits am 20. September 2025 in Kaiserslautern offiziell vorgestellt wurden, wird laut Stadler im August erwartet. Die ersten Einsätze mit Fahrgästen sollen im Rahmen eines Probebetriebs stattfinden. Der reguläre Einsatz ist ab Herbst 2026 auf der Strecke Neustadt (Weinstraße) – Landau (Pfalz) – Karlsruhe (RE 6/RB 51) geplant, bis Ende 2026 sollen die Strecken Pirmasens – Zweibrücken – Saarbrücken (RB 68) und Dillingen – Niedaltdorf (RB 77) folgen. Bis Mitte 2027 sollen die emissionsfreien Batteriezüge dann auch von Kaiserslautern nach Pirmasens (RB 64), Lauterecken-Grumbach (RB 66) und Kusel (RB 67) fahren. Ende 2028 wird die Linie Landau – Pirmasens (RB 55) auf Akkubetrieb umgestellt, und den Abschluss soll ab Ende 2029 die Strecke Winden – Bad Bergzabern (RB 54) bilden. 

Kommentare

Mobilitätsministerin Eder sagte am 11. Mai 2026 in Kaiserslautern: „Das Pfalznetz ist ein Leuchtturmprojekt für Rheinland-Pfalz. Eine ganze Region wird damit von Diesel auf Strom umgestellt. Schon jetzt sind 46 % des Streckennetzes in Rheinland-Pfalz elektrifiziert, weitere Projekte im Ahrtal, in der Eifel und an der Mosel sind in Umsetzung. Mit der Elektrifizierung des Pfalznetzes kommen wir einem nachhaltigen und modernen Schienenverkehr ein großes Stück näher. Darum unterstützen wir die Elektrifizierung des Pfalznetzes mit rund 33 Mio. Euro.“ Die Gelder fließen unter anderem in den Bau von Oberleitungsinselanlagen, an denen die Akkuzüge unterwegs Strom „nachtanken“ können. Diese entstehen beispielsweise in den Bahnhöfen Landau, Winden, Pirmasens Nord, Lauterecken und Kusel. Verbandsdirektor Heilmann ergänzte: „Seitens des Zweckverbandes ÖPNV Rheinland-Pfalz Süd freuen wir uns sehr, dass die schrittweise Umstellung der Dieselfahrzeuge auf vielen nicht elektrifizierten Strecken in der Pfalz nun Fahrt aufnimmt. Nach der Umstellung dieser Strecken können dann jährlich zirka 6 Mio. Liter Diesel eingespart werden – ein bedeutender Beitrag für den Klimaschutz.“

Text: ZÖPNV RLP Süd/Fritz Engbarth/red, Bild: ZÖPNV RLP Süd/Fritz Engbarth

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