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Technik

TINA-Straßenbahn mit weniger Vibrationen

Dank technischer Maßnahmen des Hersteller Stadler verkehren die Straßenbahnen des Typs TINA, die an die BLT Baselland Transport AG geliefert wurden, jetzt deutlich leiser als zu Beginn des Betriebs.

19. Mai 2026

Eine Stadtbahn fährt auf einer Brücke an einem Hochbaus entlang.
Mit neuen gummigefederten Rädern wollen Stadler und die BLT nun auch die Vibrationen der TINA-Straßenbahnen reduzieren.
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Die TINA-Straßenbahnen bieten durch ihren Total Integrierten Niederflur-Antrieb ein neues Raumgefühl und mehr Komfort durch ebenerdigen Einstieg und Barrierefreiheit. Die neuartige Bauweise erfordert ein harmonisches Zusammenspiel von Fahrzeugen, Infrastruktur und Betrieb. In historisch gewachsenen Tramnetzen mit engen Kurven, Weichen und unterschiedlichen Unterbauten können laut Hersteller Lärm- und Erschütterungs-Emissionen auftreten.

Lärmemissionen halbiert

Seit der Inbetriebnahme der neuen TINA-Straßenbahnen arbeiten Stadler und die BLT Baselland Transport AG intensiv an der Emissionsreduktion. Umfangreiche technische Anpassungen am Fahrzeug haben sich hörbar ausgewirkt. Dank zusätzlichen Dämpfungs-Elementen, Optimierungen am Radprofil und an den Magnetschienenbremsen sowie an den Verkleidungsteilen verkehren die Fahrzeuge heute deutlich leiser als zuvor. Messungen zeigen, dass der Primärschall um 3,7 dB reduziert wurde – dies entspricht einer Halbierung der Lautstärke. Damit entspricht der Primärschall dem Niveau der bisherigen Tango-Flotte (ebenfalls von Stadler). Seit Ende 2025 ist die gesamte TINA-Flotte der BLT umgerüstet.

Maßnahmen zur Verringerung von Vibrationen

Während die Lärm-Emissionen bereits deutlich reduziert wurden, planen die BLT und Stadler weitere Maßnahmen zur Reduktion der Vibrationen. Eine TINA-Straßenbahn wird hierzu mit neuen, gummigefederten Rädern ausgestattet. Dies hat im Zusammenspiel von Rad und Schiene eine stärker dämpfende Wirkung – mehrere regelmäßige Messungen im Stadtgebiet die Wirksamkeit dieses Vorhabens überprüfen. Die Testfahrten starten bereits Anfang Juli 2026. „Ich danke Stadler für das grßse Engagement in den vergangenen Monaten“, sagte Phillipp Glogg, Chief Technical Officer der BLT. „Beim Lärm haben wir die Ziele erreicht. Ich bin froh, dass wir nun zusammen mit Hersteller Stadler auch bei den Vibrationen den nächsten Schritt machen und Maßnahmen an den Rädern testen können.“ Ansgar Brockmeyer, Leiter Verkauf & Marketing bei Stadler, ergänzte: „Gemeinsam haben wir die Ursachen für Lärm und Vibrationen analysiert, technische Maßnahmen entwickelt und deren Wirkung im Betrieb überprüft. Dass die TINA-Trams heute deutlich leiser sind, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir konzentrieren uns nun darauf, die Vibrationen zu reduzieren.“

Verbesserungen fließen in die Fertigung ein

Die Erkenntnisse der Tests fließen direkt in die Produktion der TINA-Flotte ein. Zeigen die neuen gummigefederten Räder die erwartete, positive Wirkung, werden neue TINA-Fahrzeuge bereits ab Werk mit den optimierten Komponenten ausgestattet. Bestehende Fahrzeuge wird Stadler sukzessive anpassen. Die Kosten für diese Maßnahmen trägt Hersteller Stadler. TINA-Straßenbahnen steht bereits in sechs europäischen Städten im Einsatz: Basel (BLT), Darmstadt, Rostock, Halle, Gera und Den Haag. Mitte April entschieden sich die beiden ostdeutschen Städte Gera und Zwickau in einer Ausschreibung für das Stadler-Tram TINA und bestellten 14 Fahrzeuge.

Text: Stadler/red, Bild: Stadler

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